Ein Großbrand auf dem historischen Bayfront in Newport, Oregon, hat am Sonntag, dem 25. Oktober 2026, Evakuierungen im Umkreis von einer Meile ausgelöst. Grund für den Großeinsatz war die akute Sorge vor einer Ammoniak-Freisetzung aus einer betroffenen Fischverarbeitungsanlage von Pacific Seafood.
Dicke Rauchschwaden zogen am Sonntagmorgen über die Küstenstadt, während Dutzende Feuerwehrleute gegen die Flammen ankämpften. Zum Zeitpunkt des Brandausbruchs befanden sich schätzungsweise 30 bis 40 Menschen in dem Gebäude; alle Personen konnten sich jedoch in Sicherheit bringen.
Evakuierungen und Luftüberwachung an der Küste von Oregon
Die Behörden reagierten rasch auf die potenzielle Gefahr. Auch umliegende Betriebe, das Hatfield Marine Science Center sowie alle Port-of-Newport-Einrichtungen, der zugehörige RV-Park und die Marina auf der Südseite der Yaquina Bay waren betroffen oder wurden geschlossen. Anwohner mussten ihre Häuser schnell verlassen und nahmen lediglich Telefone und Schlüssel mit. „We’d rather be home, but ammonia is no joke“, sagte Dave Eckleman über die sofortige Evakuierung.”
Die Stadt richtete zunächst eine Notunterkunft an der Sam Case Elementary School ein, verlagerte diese jedoch im Laufe des Tages zur Atonement Lutheran Church an der N. Coast Highway, wo auch Evakuierte mit Haustieren Unterschlupf fanden. Die Stadt und Hilfskräfte wiesen darauf hin, dass die Exposition gegenüber hohen Ammoniakwerten zu Hautreizungen, Augenbrennen sowie Reizungen von Rachen und Lunge führen kann.
Einsatz der Gefahrenabwehr und Entwarnung bei den Ammoniaktanks
Gegen Nachmittag gab es Entwarnung hinsichtlich der befürchteten Chemikalienkatastrophe. Die aus dem Bereich Linn-Benton stammende staatliche Gefahrguteinheit (State Hazmat Team 05) sowie Einsatzkräfte des Oregon State Fire Marshal untersuchten die Lage vor Ort, nachdem Sorge wegen zweier Ammoniaktanks bestanden hatte.
Mariana Ruiz-Temple sagte: „Der Ammoniaktank wurde gefunden und weist glücklicherweise offenbar keine Löcher oder Lecks auf. Unser Team ist vor Ort und wird während der gesamten Dauer des Vorfalls in Newport bleiben.
Dank des massiven Einsatzes von rund 60 Feuerwehrleuten und 15 Löschfahrzeugen – unterstützt durch Kräfte aus Newport, Corvallis und Depoe Bay – konnte ein Übergreifen der Flammen auf andere Bereiche verhindert werden. Ein einzelner Feuerwehrmann musste wegen Erschöpfung medizinisch versorgt beziehungsweise ins Krankenhaus gebracht werden, während von Seiten der Zivilbevölkerung zunächst keine Verletzungen gemeldet wurden.

Wirtschaftliche Bedeutung für Newport und Reaktionen der Unternehmensführung
Die Anlage gilt als wichtiger wirtschaftlicher Pfeiler für die rund 10.000 Einwohner zählende Küstenstadt. Newports Bürgermeisterin Jan Kaplan wies auf die gravierende Bedeutung des Unternehmens für die lokale Fischereiwirtschaft hin und betonte den herben Verlust für die Gemeinschaft. Auch die Konzernleitung äußerte sich bestürzt zu dem Zwischenfall.
Ashton Meier erklärte: „Pacific Seafood ist tief getroffen von dem heutigen Feuer in Newport. Obwohl wir noch mit den Rettungskräften zusammenarbeiten, um das gesamte Ausmaß des Schadens zu ermitteln, gehen wir davon aus, dass es sich um einen schweren Verlust handeln wird.
Gegen Spätnachmittag schrumpfte die Evakuierungszone auf wenige betroffene Blöcke direkt nördlich der Brandstelle zusammen, da die Hauptgefahr von den Tanks gebannt war und fortan lediglich der anhaltende Rauch im Vordergrund stand. Zusätzliche Löschfahrzeuge und Strike Teams aus Lane County sowie Marion County wurden angefordert, um die Nachlöscharbeiten über die Nacht und in den Montag hinein zu unterstützen. Die Ermittlungen zur Brandursache sollen aufgenommen werden, sobald das Feuer endgültig gelöscht und die Stabilität des Gebäudes überprüft ist.
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