Ed Sheerans zwei geplante Konzerte im Gillette Stadium in Foxboro, Massachusetts, wurden kurzfristig wegen eines schweren Nor’easter-Sturms mit Böen von bis zu 90 km/h abgesagt. Die Absage steht in keinem Zusammenhang mit der vorausgegangenen Kontroverse um die Ausladung von Rapper Macklemore von der US-Tour.
Ein heftiges Tiefdruckgebiet an der US-Ostküste hat den Tourplan von Popstar Ed Sheeran abrupt durchkreuzt. Der Tourveranstalter Messina Touring gab bekannt, dass die Auftritte im US-Bundesstaat Massachusetts gestrichen werden mussten, nachdem schwere Unwetterwarnungen für Boston und ganz Neuengland ausgerufen worden waren. Der sogenannte Nor’easter-Sturm bringt nach Angaben von Stadionmitarbeitern Gefahren durch starke Winde und heftigen Regen mit sich, weshalb die Behörden Autofahrer dazu aufriefen, Fahrten auf ein Minimum zu beschränken.
Sicherheitsbedenken und Unwetterwarnungen in Massachusetts
Die Entscheidung, die Shows im Gillette Stadium in Foxborough abzusagen, fiel nach Rücksprache mit lokalen Behörden und dem Veranstalter. Die Sicherheit der Fans, der Mitarbeitenden und aller Beteiligten stehe an erster Stelle. Entlang der Küste und im Raum Foxboro wurden Windböen von 65 bis 90 Kilometern pro Stunde erwartet, die bis in die frühen Morgenstunden des Sonntags anhalten sollten.
Für Ticketinhaber wurden umgehend Rückerstattungen eingerichtet. Wer seine Karten über Ticketmaster erworben hat, erhält den Betrag automatisch zurück, während andere Käufer an den jeweiligen Verkaufsstellen entschädigt werden. Solche kräftigen Tiefdruckgebiete sind vor allem im Herbst und Winter für Sturmfluten, heftigen Regen, Stromausfälle und Verkehrsbehinderungen in der Region bekannt.
Klare Trennung von der Debatte um Macklemore
Unmittelbar vor der witterungsbedingten Absage stand die US-Tournee im Fokus einer heftigen politischen Kontroverse. Der US-Rapper Macklemore war zuvor von der Konzertreihe gestrichen worden, nachdem er bei einem Auftritt in New Jersey «Free Palestine» gerufen und den Protestsong «Hind’s Hall» gespielt hatte. Robert Kraft, der Eigentümer der New England Patriots und des Gillette Stadiums, hatte Sheeran daraufhin kontaktiert und erklärt, der Rapper könne wegen früherer antisemitischer Rhetorik nicht in seinem Stadion auftreten.

Die Ausladung von Macklemore zog weite Kreise in der Musikszene. Mehrere Künstler, darunter die dänische Band Lukas Graham und der Ire Aaron Rowe, sagten ihre Support-Auftritte aus Solidarität ab. Die irische Gruppe Beoga verwies auf ihre eigene Geschichte mit Kolonialismus, während Produzent Finneas O’Connell betonte, dass Künstler nicht zum Schweigen gebracht werden dürfen. Sheeran selbst betonte wiederholt, dass die Entscheidung über den Rapper nicht von ihm, sondern vom Tourveranstalter getroffen worden sei.
Sheerans Bühnenrückkehr und politische Spannungen
Bei seinem ersten Auftritt nach dem Vorfall in Philadelphia trat Sheeran ohne Vorgruppen auf und wandte sich persönlich an das Publikum. Er räumte ein, dass er schwierige Entscheidungen treffen musste, und bat seine Fans um Entschuldigung für entstandene Fehler. Vor dem Veranstaltungsort hatten sich unterdessen propalästinensische Demonstranten versammelt, während der Popstar betonte, dass seine Konzerte sichere Orte der Menschlichkeit und kein politisches Forum sein sollen.

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