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Unternehmen

Dow Jones Industrial Average schließt Handelstag mit 0,04 Prozent Plus

US-Aktienmärkte haben den Handelstag am Donnerstag nach einer turbulenten Zinssatz- und Anleihenrallye weitgehend im Plus beendet. Während der Dow Jones Industrial Average um 0,04 Prozent auf 50.926,56 Punkte stieg und die Renditen 24-Jahres-Höchststände erreichten, setzten stark steigende Ölpreise und robuste Arbeitsmarktdaten neue Akzente.

Der erste Handelstag im Oktober brachte an der Wall Street erhebliche Schwankungen mit sich. Nach deutlichen Rücksetzern im frühen Geschäft fingen sich die wichtigsten Indizes, gestützt von nachlassenden Renditen am Anleihenmarkt und starken Unternehmenszahlen aus der Halbleiterbranche. Der Dow Jones Industrial Average beendete die Sitzung bei 50.926,56 Punkten, ein Plus von 20,51 Punkten beziehungsweise 0,04 Prozent gegenüber dem Vortagesschluss von 50.906,05 Punkten, wie Daten von Yahoo Finance und CNBC bestätigten. Für den September hatte der Dow Jones einen Verlust von rund 4,3 Prozent beziehungsweise etwa 2.280 Punkten verzeichnet, während er im dritten Quartal um 2,7 Prozent nachgab. Im selben Zeitraum legten der S&P 500 im Quartal um etwa 2 Prozent und der Nasdaq Composite um 2,5 Prozent zu.

Anleihenrenditen und der Zinsgipfel im Oktober

Am Anleihenmarkt kam es zu einer spürbaren Entlastung, nachdem die Rendite für zehnjährige US-Staatsanleihen im Tagesverlauf ein Intraday-Hoch von 5,34 Prozent erreicht hatte — den höchsten Stand seit April 2002. Auch die 30-jährige Anleihe kletterte auf Niveaus, die seit Juli 2002 nicht mehr verzeichnet worden waren. Im späten Vormittagshandel drehten die Renditen jedoch nach unten. Die zehnjährige Rendite schloss bei 5,233 Prozent, während im späten Handel sowohl die zehnjährigen als auch die 30-jährigen Renditen um 5 beziehungsweise 3 Basispunkte sanken.

Ich denke, es gibt eine gewisse Erschöpfung am Anleihenmarkt. Wir haben uns in 18 Handelstagen um 50 Basispunkte bewegt, nachdem Fed-Chef [Kevin] Warsh in Jackson Hole mehr oder weniger signalisiert hatte, dass tatsächlich eine Zinserhöhung bevorsteht.

Jeff Kilburg, CEO von KKM Financial

Auf einer Veranstaltung des Council on Foreign Relations in New York betonte er, dass die Wirtschaft trotz der kühleren Inflationsdaten widerstandsfähig bleibe und es viele unterschiedliche Faktoren gebe.

Treasury Selloff Flips in Volatile Trading Day
Foto: WSJ

Ölpreise und geopolitische Spannungen belasten die Märkte

Während die Anleihenmärkte etwas durchatmen konnten, dämpften steigende Energiepreise die Euphorie der Anleger. Rohöl der Sorte WTI (West Texas Intermediate) verteuerte sich um 2,7 Prozent und schloss bei 92,87 US-Dollar je Barrel, während November-Futures zeitweise bei 90,35 US-Dollar je Barrel und Brent-Öl bei 103,53 US-Dollar je Barrel gehandelt wurden. Händler warteten dabei auf die nächsten Schritte von Präsident Donald Trump im Konflikt mit dem Iran und bewerteten Berichte des Wall Street Journal, wonach die USA zusätzliche Truppen und einen dritten Flugzeugträger in den Nahen Osten entsenden.

Auslöser für den Preisanstieg waren Berichte des The Wall Street Journal, wonach Washington eine dritte Flugzeugträgerkampfgruppe sowie 10.000 zusätzliche Truppen in den Nahen Osten entsendet. Die zunehmenden Spannungen und die unklare Dauer des Konflikts hielten die langfristigen Renditen und Energiekosten hoch, so die Einschätzung von Marktbeobachtern.

Micron-Quartalszahlen und Tech-Branche als Stütze

Gegenwind aus dem Zins- und Energiesektor wurde durch starke Impulse aus der Technologiebranche abgefedert. Micron Technology legte nachbörsliche Quartalszahlen vor, die bei Umsatz und Gewinn die Erwartungen deutlich übertrafen. Der Chiphersteller verzeichnete im vergangenen Quartal einen vierten Quartalsumsatz von 54,23 Milliarden US-Dollar, was einem Anstieg von 379 Prozent entspricht, während der bereinigte Gewinn je Aktie 33,42 US-Dollar erreichte.

Wir freuen uns sehr und sind stolz darauf, unsere Teammitglieder im Einklang mit unserer Rekordleistung zu belohnen.

Sanjay Mehrotra, CEO von Micron Technology

Die Micron-Aktie schloss rund 3 Prozent im Plus. Dennoch merkten Analysten an, dass geplante Lohnerhöhungen für die Mitarbeiter, trotz einer operativen Marge von 87 Prozent, die Gewinnmargen im Vergleich zu den ursprünglichen Markterwartungen leicht dämpfen könnten. Am breiten Markt zeigte sich zudem, dass Broadcom laut einem Reuters-Bericht 42 Milliarden US-Dollar an Anthropic verleiht, während Anthropic im kommenden Jahr der größte Compute-Kunde des Chipherstellers werden soll; gleichzeitig berichtete Bloomberg, dass Anthropic einen Börsengang bereits Mitte November anstrebt. Alphabet kündigte zudem das neue KI-Modell Gemini 4 Argon an.

Dow Jones Industrial Average schließt Handelstag mit 0,04 Prozent Plus
Foto: Yahoo Finance

Konjunkturdaten vor dem September-Arbeitsmarktreport

Die Aufmerksamkeit der Investoren richtet sich nun auf die offiziellen Arbeitsmarktdaten für September, die am Freitag veröffentlicht werden. Der vom Handelsministerium gemeldete Index für die persönlichen Konsumausgaben (PCE) stieg im Monatsvergleich um saisonbereinigte 0,3 Prozent, womit die annualisierte Zwölfmonatsrate bei 3,4 Prozent lag und damit unter den von Ökonomen erwarteten 3,7 Prozent blieb; der Kern-PCE-Index stieg um 3 Prozent.

Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe sanken indessen den vierten Monat beziehungsweise die vierte Woche in Folge, während der von Challenger, Gray & Christmas veröffentlichte Bericht über Entlassungspläne im September ebenfalls einen Rückgang der angekündigten Entlassungen zeigte, obwohl Unternehmen auch keine Eile beim Einstellen neuer Mitarbeiter zeigten. Gleichzeitig stieg der ISM-Verarbeitungsindex für September auf einen Wert von 54,5, wobei die Komponente für gezahlte Preise (Prices Paid) stark von 71,1 auf 77,9 kletterte — weit über den erwarteten 72 — und damit den Kostendruck für industrielle Unternehmen unterstrich. S&P Globals verarbeitender PMI stieg auf 55,9, den höchsten Stand seit Mai 2022.

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David Falk

Über den Autor

David Falk verantwortet das Wirtschafts- und Unternehmensressort von Germanic Nachrichten. Er berichtet ueber Maerkte, Mittelstand, Innovation und strategische Entwicklungen in deutschen und internationalen Unternehmen.

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