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Gesundheit

CQC warnt vor Marktwandel in britischer Seniorenpflege

Der Inspektorenbericht der CQC warnt vor den Folgen einer weitgehend zufälligen Marktveränderung in der Seniorenpflege, während Regierungspläne für einen National Care Service bei Anbietern offene Fragen hinterlassen. Die Umbaupläne sollen teilweise durch Rentenanpassungen ab April 2030 finanziert werden.

Der Zustand des Pflegemarktes in Großbritannien steht vor massiven Herausforderungen. Der Bericht der Aufsichtsbehörde CQC verdeutlicht, dass die Finanzierungssysteme extrem fragil bleiben. Bedürftige Menschen greifen entweder auf eigene Ersparnisse zurück, oder der Staat springt für die Kosten ein. In bestimmten Regionen verlagern Pflegeanbieter ihren Fokus verstärkt auf Selbstzahler, wodurch es für lokale Behörden schwieriger wird, geeignete Plätze für staatlich unterstützte Personen zu beschaffen.

CQC und Gesundheitsexperten warnen vor ungesteuertem Marktwandel

Die Neugestaltung des Marktes vollzieht sich nach Einschätzung der CQC largely by accident rather than design, getrieben durch wirtschaftlichen Druck und die Probleme der Kommunen bei der Beschaffung von Dienstleistungen. Chris Badger, CQC Chief Inspector of Adult Social Care, bezeichnete den neuen Schwerpunkt der Regierung auf die Sozialpflege zwar als willkommen, betonte jedoch die Notwendigkeit einer klaren Ausrichtung am Wohl der Menschen.

CQC warnt vor Marktwandel in britischer Seniorenpflege
Foto: bbc.co.uk

A clearer vision is needed.

Chris Badger, CQC Chief Inspector of Adult Social Care, via Bbc

Hugh Alderwick von der Denkfabrik Health Foundation erklärte, der CQC-Bericht lays bare the massive challenges, denen sich die Regierung gegenübersieht. Die Reform der Sozialpflege wurde als eine der zentralen Prioritäten der Regierung genannt.

Ungeklärte Finanzierung und die Pläne für den National Care Service

Die Regierung hat die Errichtung eines National Care Service (NCS) im nächsten Parlament angekündigt. Dieser soll älteren Menschen kostenlose Körperpflege auf Basis ihres Bedarfs statt ihrer Zahlungskraft garantieren. Nach Regierungsangaben erfolgt die Einführung stufenweise, abhängig von der Entwicklung von Finanzierung sowie Personal- und Anbieterkapazitäten. Die genaue Struktur, Finanzierung und Ausgestaltung des Dienstes bleiben laut Branchenexperten jedoch weitgehend ungeklärt.

CQC warnt vor Marktwandel in britischer Seniorenpflege
Foto: thecareruk.com

William Laing, Gründer und Vorstandsvorsitzender von LaingBuisson, wies darauf hin, dass die Vision zwar stehe, aber zahlreiche Fragen offenlasse. So sei unklar, wie bestehende Regelungen für NHS Continuing Healthcare in das neue System integriert werden. Die Regierung plant eine Teilfinanzierung der Vorhaben durch Änderungen an der Rentengarantie (State Pension Triple Lock) ab April 2030. Staatliche Rentenausgaben könnten dadurch Schätzungen zufolge um bis zu £15 billion a year im Laufe der 2030er Jahre sinken. Im Sommer 2027 wird zudem der Bericht der unabhängigen Kommission unter Baroness Casey erwartet.

Sorgen kleinerer Anbieter und offene Fragen zur Unterbringung

Kleinere Pflegeheime stehen derweil unter erheblichem Druck. Prof. Martin Green von Care England verwies auf steigende Energiekosten, die Inflation und veränderte Arbeitgeberbeiträge zur Sozialversicherung.

Wenn die Regierung und die Aufsichtsbehörden über die Konsolidierung im Pflegesektor besorgte sind, müssen sie klare und konkrete Maßnahmen ergreifen, um kleinere Pflegeheime zu unterstützen.

Prof Martin Green, Care England, via Bbc

Green warnte, dass ohne echte Fortschritte bei der Finanzierung das Schließen kleinerer Heime anhalten werde. Das Department of Health and Social Care räumte ein, dass der Bericht das Ausmaß der von der Regierung geerbten Herausforderung verdeutliche, betonte jedoch die Entschlossenheit zu einer grundlegenden Reform.

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Dr. Lena Hartmann

Über den Autor

Dr. Lena Hartmann leitet das Gesundheitsressort von Germanic Nachrichten. Sie berichtet seit ueber zehn Jahren ueber Praevention, Medizinpolitik und digitale Gesundheit und legt besonderen Wert auf verstaendliche, quellenbasierte Einordnung.

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