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Gesundheit

CCEP empfiehlt Gefäß-Screening ab 40 bei kardiovaskulären Risiken

Experten und internationale Experten rücken die Früherkennung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen in den Fokus. Mit neuen Empfehlungen für Gefäßuntersuchungen ab dem 40. Lebensjahr bei Risikofaktoren und dem EU-weiten Safe Hearts Plan soll die Zahl vorzeitiger Todesfälle durch gezielte Prävention gesenkt werden.

Neue CCEP-Empfehlungen für das Screening subklinischer Plaques ab 40

Die Prävention atherosklerotischer kardiovaskulärer Erkrankungen erfährt eine grundlegende Neuausrichtung hin zu früheren Stadien der Gefäßveränderung. Im Mittelpunkt dieser Entwicklung steht eine Expertenempfehlung des China Cholesterol Education Program aus dem Jahr 2026 zum ganzheitlichen Management atherosklerotischer Plaques bei intensivierter lipidsenkender Therapie, die im Rahmen einer Konferenz in Peking vorgestellt wurde. Der neue Konsens definiert subklinische Plaques nicht mehr nur als reines Werkzeug zur Risikostratifizierung, sondern als eigenständige Krankheitsentität. Damit verschiebt sich die klinische Intervention gezielt in die subklinische Phase, noch bevor manifeste Ereignisse auftreten.

Der Volltext der Empfehlung erschien im Chinese Circulation Journal in Band 41, Ausgabe 10. Verantwortlich für die Ausarbeitung waren die Autoren Shi Xubo und Zhao Dong, während Hu Dayi und Gao Runlin als Berater tätig waren. Ein zentraler Bestandteil des Konsenses ist die Definition klarer Kriterien für das Screening. Vorgesehen ist die Untersuchung für Personen ab dem 40. Lebensjahr, bei denen bislang keine ASCVD diagnostiziert wurde, die jedoch mindestens einen kardiovaskulären Risikofaktor aufweisen.

Diagnostische Methoden und Risikofaktoren im Fokus

Zu den relevanten Risikofaktoren zählen Bluthochdruck, Diabetes, Hypercholesterinämie, Rauchen sowie eine familiäre Vorbelastung für frühzeitige kardiovaskuläre Erkrankungen. Für die diagnostische Erfassung empfiehlt das Expertenpapier konkrete Untersuchungsmethoden. Dazu gehören Ultraschalluntersuchungen der Karotis- oder Femoralarterien, die Bestimmung des Koronar-Calcium-Scores sowie nicht-EKG-gesteuerte Thorax-Computertomografien.

Mithilfe dieses Untersuchungsverfahrens können Gefäßschäden frühzeitig erkannt werden, noch ehe es zu Durchblutungsstörungen oder plötzlichen Gefäßverschlüssen kommt. In therapeutischer Hinsicht formuliert der Konsens klare Vorgaben für die medikamentöse Behandlung identifizierter Plaques. Die Basis der lipidsenkenden Therapie bildet der Einsatz von Statinen. Sofern das individuell definierte Ziel für das LDL-Cholesterin mit einer Statin-Monotherapie nicht erreicht werden kann, sieht der Konsens eine Eskalation vor. In diesen Fällen soll die Behandlung durch eine Kombination mit Ezetimib und oder PCSK9-Inhibitoren intensiviert werden, um das Fortschreiten der Gefäßablagerungen aufzuhalten oder eine Plaqueregression herbeizuführen.

CCEP empfiehlt Gefäß-Screening ab 40 bei kardiovaskulären Risiken

EU-Vorsorgewoche und der Safe Hearts Plan

Parallel zur fachlichen Neuorientierung in Peking treibt die Europäische Union den Safe Hearts Plan voran. Ziel ist es, die Gesundheit der Bürgerinnen und Bürger durch verbesserte Früherkennung und Vorsorgeuntersuchungen zu schützen und die Zahl der vorzeitigen Todesfälle aufgrund von Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu senken.

Prävention ist die beste Investition, die wir für unsere Gesundheit und die Zukunft unserer Gesundheitssysteme machen können.

Olivér Várhelyi, EU-Kommissar für Gesundheit

Durch diese Initiative soll den Menschen in ganz Europa der Zugang zu relevanten Untersuchungen erleichtert werden, damit sie mehr Eigenverantwortung für ihre Gesundheit übernehmen können. Wer seine Gesundheitswerte kennt, weiß auch um die Risiken und kann, unterstützt von medizinischem Fachpersonal, entsprechend handeln. Mehr und bessere Vorsorgeuntersuchungen in der gesamten EU sollen dazu beitragen, Krankheiten vorzubeugen und Leben zu retten. Darauf zielt auch die erste EU-Vorsorgewoche ab, welche die Prävention zugänglicher machen und das öffentliche Bewusstsein stärken soll.

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Dr. Lena Hartmann

Über den Autor

Dr. Lena Hartmann leitet das Gesundheitsressort von Germanic Nachrichten. Sie berichtet seit ueber zehn Jahren ueber Praevention, Medizinpolitik und digitale Gesundheit und legt besonderen Wert auf verstaendliche, quellenbasierte Einordnung.

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