Nach einem hart erkämpften Champions-League-Auswärtssieg gegen Sabah FK verzichteten die Profis von Borussia Dortmund im Oktober 2026 im Olympiastadion von Baku demonstrativ auf das Duschen vor Ort. Stattdessen reiste der gesamte Bundesliga-Tross ungeduscht und in Spielkleidung direkt ins Mannschaftshotel zurück.
Warum die BVB-Profis in Baku auf die Stadionduschen verzichteten
Die Szenen nach dem Schlusspfiff in der aserbaidschanischen Hauptstadt wirkten ungewohnt. Nachdem der BVB am 21. Oktober 2026 einen knappen 2:1-Erfolg gegen den aserbaidschanischen Meister eingefahren hatte, ging alles ganz schnell. Statt wie üblich in den Katakomben der Arena die Muskeln zu lockern und zu duschen, stiegen die Spieler unmittelbar in ihren verschwitzten Fußballklamotten in den bereitstehenden Mannschaftsbus. Hinter dem eiligen Abbruch steckte keine spontane Laune, sondern eine klare Anweisung der sportlichen Leitung.
Die BVB-Spieler hatten es nach dem Sieg in Baku eilig – aus einem kuriosen Grund… 😅 pic.twitter.com/XPy0Do1k4U
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Wir haben auch gestern nach dem Training nicht geduscht – und treten nun die schnelle Rückreise ins Hotel an. Uns wurde gesagt, dass wir hier nicht geduscht sollen,
berichtete Trainer Niko Kovac auf der Pressekonferenz nach der Partie nach dem 2:1-Sieg in der Königsklasse. Schon am Vortag beim Abschlusstraining hatten die Dortmunder die sanitären Anlagen des Stadions gemieden.
Wie die Verantwortlichen den Dusch-Verzicht begründeten
Lange hielten sich die Offiziellen bedeckt, was die genauen Gründe für die Anweisung angeht, ließen jedoch Raum für Spekulationen. Sportdirektor Ole Book schlug in der Interviewzone zunächst scherzhafte Töne an, wurde dann aber konkreter.

Ich glaube, die Duschen waren etwas einladender im Hotel. Deswegen gucken wir, dass die Spieler da schneller hinkommen.
Ole Book, Sportdirektor von Borussia Dortmund
Auf Nachfrage konkretisierte der Sportdirektor, dass der Duschbereich in der Arena nicht ganz so schick und schlicht nicht einladend genug sei.
Was der Gegner aus Baku zu den Vorwürfen sagt
Der eilige Abzug der Gäste sorgte beim Gastgeber für pure Verwunderung. Der in Masazir in der Nähe von Baku beheimatete Champions-League-Neuling Sabah FK zieht nur für seine Partien in der Königsklasse in das rund 20 Kilometer entfernte Nationalstadion um.
Joy-Lance Mickels von Sabah FK spricht nach dem Spiel über die Duschen in Baku und über seine Gegenspieler. 😆 pic.twitter.com/prksz48htS
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Der deutsche Angreifer Joy-Lance Mickels, der für Sabah FK auf dem Platz stand, konnte die hygienischen Vorbehalte der Westfalen absolut nicht nachvollziehen. Die Duschen seien völlig normal, erklärte der 32-Jährige am Mikrofon und betonte, dass die Anlagen einwandfrei funktionierten und auch warmes Wasser lief; man habe sich dort schließlich erst in der Vorwoche vor dem Spiel gegen Slavia Prag problemlos geduscht.
Welche sportlichen Folgen der Auftritt für den BVB hat
Unabhängig von der Kabinen-Frage brachte die Reise nach Aserbaidschan dem Bundesligisten den dringend benötigten sportlichen Ertrag. Für den BVB war der mühsame Erfolg gegen den 2017 gegründeten Club aus der aserbaidschanischen Hauptstadt der erste Sieg nach zuvor drei Partien ohne Erfolg. Nach torlosem Beginn setzte sich der Bundesligist mit 2:1 durch, nachdem es zur Halbzeit 1:1 gestanden hatte. Dank eines Doppelpacks von Serhou Guirassy – der in der 10. Minute nach einem Abpraller von Torhüter Stas Pokatilov früh die Führung besorgte und in der 53. Minute nach Vorarbeit von Joey Veerman den Siegtreffer erzielte – behielten die Dortmunder die Oberhand. Zwischenzeitlich hatte Aden McCarthy in der 39. Minute nach einem Freistoß per Kopf für den aserbaidschanischen Meister ausgeglichen.

Während sich der BVB nach dem Erfolg auf den Weg zurück in das Hotel machte, bereitet sich das Stadion in Baku bereits auf den nächsten großen Gast vor: Am 25. November reist der FC Barcelona in die aserbaidschanische Hauptstadt.
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