Kevin De Bruyne erzielte beim 3:0-Sieg von Belgien gegen die Türkei seine Pflichtspieltreffer 200 und 201 und bescherte den Gästen in Lüttich am 2. Oktober 2026 die dritte Niederlage im dritten Gruppenspiel der UEFA Nations League.
Die türkische Nationalmannschaft wartet in Liga A, Gruppe 1 weiterhin auf den ersten Punkt und schrumpft nach dem Fehlstart in Lüttich auf den letzten Tabellenplatz. Die Mannschaft musste dabei im Auswärtsspiel im Stade Maurice Dufrasne ohne den angeschlagenen Can Uzun von Eintracht Frankfurt auskommen. Für die Auswahl des belgischen Trainers Mark van Bommel, der einst als Abräumer beim FC Bayern aktiv war, war es im dritten Spiel der Gruppenphase bereits der zweite Sieg.
De Bruynes Doppelpack bricht die Defensive
Bereits nach zehn Minuten brachte De Bruyne die Gastgeber in Führung, als er sich an der Strafraumgrenze energisch durchtankte und den Ball flach im Tor unterbrachte. Die Gäste aus der Türkei wehrten sich in der Folge ordentlich und hatten durch Arda Güler, der mit seinen schnellen Bewegungen die Hintermannschaft der „Roten Teufel“ mehrfach ins Wanken brachte, sowie durch Abdülkerim Bardakcı per Kopf und Merih Demiral kurz vor der Pause gute Chancen zum Ausgleich. Auch Dodi Lukébakio traf für die Belgier im ersten Durchgang nur den Pfosten. Nach dem Seitenwechsel erhöhten die Türken durch Yunus Akgün, der nach der Pause für Barış Alper Yılmaz in die Partie kam, den Offensivdruck, während Torhüter Senne Lammens gefordert wurde. In diese starke Phase der Gäste hinein schlug Belgien eiskalt zu: Nach einem Missbrauch oder verunglückten Klärungsversuch von Akgün schaltete Youri Tielemans blitzschnell und legte für De Bruyne auf, der den Ball aus 18 Metern mustergültig zum 2:0 ins linke Eck schlenzte.
Ich kann nichts Negatives über unsere Spieler sagen, sie haben bis zum Schluss gekämpft.
Vincenzo Montella, Nationaltrainer Türkei, via Sport1
Der türkische Übungsleiter betonte nach der Partie, dass man mit ganzem Herzen auf dem Platz gestanden habe und es keinen Sinn ergebe, den Spielern die Schuld zuzuschieben, da niemand schuld sei. Den Schlusspunkt besorgte Romelu Lukaku in der 76. Minute. Nach einem schnell ausgeführten Freistoß von De Bruyne im rechten Halbfeld legte Charles De Ketelaere im Sechzehner quer, woraufhin Lukaku zentral vor dem Fünfmeterraum zum 3:0-Endstand einschob.
Druck auf Montella vor dem Spiel
Mit null Punkten und drei Niederlagen ist die Krise der türkischen Nationalmannschaft vor den kommenden Aufgaben unverkennbar. Bereits am Montag, den 5. Oktober 2026, um 20:45 Uhr gastiert die Türkei in Italien, um die Chance auf eine Revanche für das deutliche 1:4 aus dem Hinspiel zu suchen. Belgien reist zeitgleich mit sechs Punkten im Gepäck zum Auswärtsspiel nach Frankreich weiter.

In den Schlussminuten schöpfte Belgien sein Wechselkontingent vollständig aus und brachte unter anderem Loïs Openda sowie Malick Fofana für den gefeierten Doppeltorschützen De Bruyne und Charles De Ketelaere in die Partie.