Rund 230 Einsatzkräfte haben am 3. Oktober 2026 auf der Schlossalm in Bad Hofgastein eine groß angelegte Katastrophenschutzübung absolviert. Die Beteiligten trainierten unter anderem Seilbahnrettungen, Atemschutzeinsätze und die Personensuche in exponiertem Gelände, um die Zusammenarbeit von Behörden und Rettungsorganisationen für den Ernstfall zu optimieren.
Großübung auf der Schlossalm mit 230 Einsatzkräften
An der von den Gasteiner Seilbahnen initiierten Großübung beteiligten sich rund 230 Einsatzkräfte, die sich monatelang auf diesen Tag vorbereitet hatten. Der Fokus lag vor allem auf der exponierten Lage am Berg, bei der jeder Handgriff im Ernstfall sitzen muss. An beiden Tagen werden Folgetonhörner, Blaulicht und zahlreiche Einsatzkräfte im Einsatz sein, während sich das Land Salzburg in einem engen Austausch mit den Einsatz-, Hilfs- und Rettungsorganisationen befindet.
Die Vorbereitungen umfassten auch die Unterstützung durch rund 100 Statisten, die realistische Szenarien für die Rettungskräfte darstellten. Dabei übten die Beteiligten unter anderem die Koordination zwischen der Einsatzleitung und den verschiedenen Organisationen sowie den Umgang mit Dunkelheit und den gemeinsamen Einsatz von Flugrettung und Drohnenteams.

Atemschutz, Wasserrettung und Seilbahnbergung im Fokus
Freiwillige Feuerwehren rückten mit Atemschutzgeräten in die Bergstation der Schlossalm vor, während die Bergrettung eingriff, um Personen aus Gondeln und von einem Klettersteig zu bergen. Zeitgleich suchte die Wasserrettung im nahegelegenen Speicherteich nach vermissten Kindern, nachdem es bei der groß angelegten Übung unter anderem um vermisste Kinder, eine brennende Bergstation und eine Seilbahnrettung ging.
Die exponierte Lage am Berg war für die teilnehmenden Kräfte etwas Besonderes. Hier muss jeder Handgriff sitzen. Denn im Ernstfall zählt jede Minute.
Michael Rachensperger, Katastrophenschutzreferent im Pongau
Die organisatorische Leitung zog nach Abschluss des Trainings ein positives Fazit. Grundsätzlich habe alles sehr gut funktioniert, hielt Übungsleiter Rupert Sendlhofer fest, der auch als Ortsfeuerwehrkommandant in Bad Hofgastein fungiert. Die Simulation habe den beteiligten Einheiten jedoch auch aufgezeigt, wo noch kleines Optimierungspotenzial besteht.
Umfangreiches Katastrophenschutzprogramm im Oktober in Salzburg
Der Einsatz in Bad Hofgastein markiert den Auftakt zu einer größeren Serie von zwei großen Katastrophenschutzübungen im Bundesland Salzburg während des Monats Oktober. Insgesamt trainieren in diesem Rahmen rund 630 Kräfte aus den Bereichen Rettung, Hilfsorganisationen, Bezirkshauptmannschaften und der Polizei. Die Übungen dauern jeweils mehrere Stunden.
Eine Woche nach dem Auftakt im Pongau folgt am 10. Oktober das sogenannte TENT ’26 (Tennengauer Einsatz Netzwerk Training) in den Gemeinden Adnet und Krispl im Tennengau. Markus Kurcz, der Leiter des Katastrophenschutzes des Landes Salzburg, hob die Relevanz dieser organisationsübergreifenden Abläufe hervor.
Schon die Vorbereitungsarbeiten sind wertvoll und gleichsam halbe Miete, um auf den Ernstfall vorbereitet zu sein.
Markus Kurcz, Leiter des Katastrophenschutzes des Landes
Das ehrenamtliche Engagement spielt in der Salzburger Sicherheitsarchitektur eine besondere Rolle und bildet einen zentralen Eckpfeiler im Bundesland. Neben den freiwilligen Feuerwehren und dem Roten Kreuz spielen in der regionalen Sicherheitsstruktur auch die Berg-, Höhlen- und Wasserrettung eine tragende Rolle, auf deren Profis sich die Bevölkerung verlassen kann. Im Ernstfall greifen zudem das Österreichische Bundesheer sowie die Polizei in den jeweiligen Regionen in das Einsatzgeschehen ein.
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