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Außenministerin Beate Meinl-Reisinger hat bei ihrem Besuch in Ottawa die Beziehungen zwischen der

Außenministerin Beate Meinl-Reisinger hat bei ihrem Besuch in Ottawa die Beziehungen zwischen der Europäischen Union und Kanada vertieft und das nordamerikanische Land demonstrativ als assoziiertes Mitglied bezeichnet.

Die Annäherung zwischen Ottawa und Brüssel erfolgt vor dem Hintergrund der US-Außen- und Zollpolitik unter Präsident Donald Trump. Bei einem zweitägigen Gipfeltreffen in Montréal im Oktober 2026 hatten die Europäische Union und Kanada eine Allianz für die Zukunft beschlossen, um gegenseitige Abhängigkeiten von Großmächten bei Künstlicher Intelligenz und kritischen Rohstoffen zu verringern (Salzburger Nachrichten).

Hintergrund der Entfremdung Kanadas von den USA sind verhängte Strafzölle, geopolitische Provokationen sowie Eingriffe in die wirtschaftliche Souveränität. Unter der Führung von Premierminister Mark Carney sucht das Land nach Bündnissen zur Absicherung seiner Eigenständigkeit. Kanadier zeigen sich in Umfragen skeptisch gegenüber US-Produkten und halten trotz des Ausgangs der US-Midterms Distanz zu Washington. Auch in der österreichischen Bundeshauptstadt Wien und im Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten (BMEIA) wird die Partnerschaft mit Kanada als strategisch wichtig bewertet, um stabile Lieferketten und neue Märkte für heimische Betriebe zu sichern.

Wirtschaftliche Verflechtung und das Treffen in Ottawa

Bundesministerin Meinl-Reisinger traf in der kanadischen Hauptstadt auf ihre Amtskollegin Anita Anand sowie auf Transportminister Steven MacKinnon, wie das Außenministerium (BMEIA) mitteilte. Im Zentrum der Gespräche standen die wirtschaftliche Zusammenarbeit, stabile Lieferketten und die gemeinsame Verteidigung der internationalen Ordnung.

Das bilaterale Handelsvolumen zwischen Österreich und Kanada lag 2025 bei rund 2,3 Milliarden Euro. Davon entfielen knapp 1,7 Milliarden Euro auf österreichische Exporte und rund 670 Millionen Euro auf Importe aus Kanada, wie aus Daten des Außenministeriums hervorgeht. Rund 200 österreichische Unternehmen sind in Kanada aktiv, insbesondere in Branchen wie dem Maschinen- und Kraftfahrzeugbau, erneuerbaren Energien sowie bei Holz-, Forst- und Metallprodukten.

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Foto: Salzburger Nachrichten

Keynote an der Carleton University zum Abschluss

Obwohl sich die EU-Staaten beim Gipfel in Montréal nicht darauf einigen konnten, Kanada offiziell eine assoziierte Mitgliedschaft zu gewähren, unterstrich Meinl-Reisinger die strategische Bedeutung des Partners Kurier. Die Kooperation erstreckt sich neben dem Handel auch auf Forschungs- und Bildungsprogramme wie Erasmus+ sowie auf die Vorbereitung auf Österreichs nichtständigen Sitz im UNO-Sicherheitsrat für die Periode 2027/28 BMEIA.

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Jonas Becker

Über den Autor

Jonas Becker verantwortet das Nachrichtenressort von Germanic Nachrichten. Sein Fokus liegt auf schneller, praeziser und sauber verifizierter Berichterstattung zu Politik, Gesellschaft und aktuellen Entwicklungen in Deutschland.

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