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Technik und Wissenschaft

Antarktis benennt Meeresarm nach Jonathan Amos

Ein abgelegener Abschnitt der Antarktis wurde nach dem ehemaligen britischen BBC-Wissenschaftsreporter Jonathan Amos benannt. Der als Amos Channel bekannte Meeresarm entstand durch den Zerfall einer Eismasse zwischen zwei Inseln und ehrt eine fast vier Jahrzehnte währende journalistische Laufbahn.

Der Amos Channel entsteht durch schmelzendes Eis

Eine neue geografische Formation in der Antarktis trägt offiziell den Namen eines Journalisten. Der neu entstandene Meeresarm, der nun als Amos Channel bekannt ist, liegt in der Westantarktis zwischen der Rothschild-Insel und der Alexander-Insel. Das Gewässer bildete sich, nachdem eine massive Eisverbindung, die beide Inseln zuvor zusammengehalten hatte, auseinandergebrochen und im Zuge des fortschreitenden Wandels der polaren Eisschilde verschwunden war.

Die Benennung folgte den strengen Vorschriften des zuständigen Gremiums. Zuständig für solche Entscheidungen ist das UK Antarctic Place Names Committee, das sämtliche Verzeichnisse und Namensgebungsprozesse für das britische Antarktis-Territorium sowie für Südgeorgien und die Südlichen Sandwichinseln regelt.

Eine Auszeichnung für 38 Jahre Wissenschaftsjournalismus

Die Ehrung würdigt die jahrzehntelange Arbeit von Jonathan Amos, der über Generationen hinweg polare Forschung und Berichte über den Wandel der Erde an ein breites Publikum vermittelte. Amos schied im Jahr 2024 aus der Organisation aus, nachdem er die Berichterstattung über die Polarregionen maßgeblich geprägt hatte.

Antarktis benennt Meeresarm nach Jonathan Amos
Foto: yahoo.com

Seine journalistische Laufbahn begann im Jahr 1986 als lokaler Radio-Reporter in Cambridge. Zehn Jahre später, 1997, gehörte er zu dem Team, das die Nachrichtenseite der britischen Rundfunkanstalt an den Start brachte. Lange Zeit leitete er dort die Online-Wissenschaftsredaktion und arbeitete als Korrespondent für Fernsehen, Hörfunk und digitale Medien.

Athena Dinar vom British Antarctic Survey sagte: „Jons Leidenschaft für die Antarktis und fesselnder Journalismus bieten etwas für jeden Leser, Zuschauer oder Hörer. Die Benennung eines antarktischen Ortes zu seinen Ehren ist eine passende Anerkennung für seinen herausragenden Beitrag zur Förderung der Antarktis-Forschung.

In seine Berichterstattung fielen wegweisende Momente der Polarforschung. Dazu zählten gigantische treibende Eisberge, die Entwicklung von Pinguinkolonien sowie eine exklusive Berichterstattung über das im Packeis wiederentdeckte Wrack der Endurance von Ernest Shackleton.

Reaktionen auf die Ehrung des langjährigen Reporters

Der Ausgezeichnete selbst beschrieb die Gedenkform als absolut unglaublichen Schritt, der ihn tief berühre, auch wenn er den südlichsten Kontinent bisher nur aus der Ferne von seinem Schreibtisch aus beschrieben hat.

Jonathan Amos sagte: „Es ist absolut unglaublich – was für eine außergewöhnliche Auszeichnung. Ich bin so berührt, dass es ein kleines Stück Antarktis gibt, das nach mir benannt ist.

Von Kollegenseite wurde betont, dass die Berichte des Korrespondenten weit über die reine Bestandsaufnahme hinausgingen. Fiona Fox vom Science Media Centre hob hervor, dass Amos unermüdlich den Wert der antarktischen Forschung vermittelt und aufgezeigt habe, weshalb diese wissenschaftliche Arbeit für die Gesellschaft, das globale Klima und die Umwelt von zentraler Bedeutung ist.

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Clara Vogt

Über den Autor

Clara Vogt verantwortet das Ressort Technik und Wissenschaft. Sie schreibt ueber KI, Digitalisierung, Forschung und Innovation und uebersetzt komplexe Entwicklungen in klaren, belastbaren Journalismus.

Alle Beiträge erscheinen nach redaktioneller Prüfung gemäß unseren Redaktionsrichtlinien.