ÖSV-Nachwuchshoffnung Maja Waroschitz hat sich im Riesentorlauf-Training im chilenischen El Colorado einen Riss des vorderen Kreuzbandes sowie eine Meniskusverletzung im linken Knie zugezogen und verpasst damit die gesamte kommende Weltcup-Saison.
Die 20-jährige Tirolerin erwischte es bei einem unspektakulären Sturz während der Vorbereitung in Südamerika, wie verschiedene Medien übereinstimmend berichten. Nach ihrer Rückkehr in die Heimat folgte die schwere Diagnose in der Klinik Hochrum, wo die Technikspezialistin bereits operiert wurde. Für das ÖSV-Talent bedeutet dies das vorzeitige Aus, noch bevor der neue Skiwinter überhaupt Fahrt aufgenommen hat.
Erneuter Rückschlag nach dem Kreuzbandriss im Dezember 2025
Die Verletzung trifft die junge Athletin zu einem extrem bitteren Zeitpunkt. Erst im Dezember 2025 hatte sich Waroschitz bei einem Europacup-Sturz das vordere Kreuzband sowie das Innenband und den Außenmeniskus gerissen. Nun sorgt exakt dieselbe Diagnose im linken Knie für den nächsten herben Dämpfer in ihrer noch jungen Karriere.

In der vergangenen Saison wagte die ÖSV-Athletin den Sprung in den Weltcup und feierte beim Auftakt in Sölden ihr Debüt im Riesentorlauf auf dem Rettenbachferner. Der erneute schwere Eingriff wirft das Nachwuchstalent, das zu den großen Zukunftshoffnungen des Skiverbandes zählt, nun weit zurück.
Das Potenzial der Tirolerin ist unbestritten. Bei den Olympischen Jugendspielen in Gangwon und Jeongseon gewann sie 2024 die Goldmedaille im Slalom, der Kombination sowie im Teambewerb. Im Weltcup absolvierte die Technikspezialistin bislang sechs Rennen, blieb dabei jedoch noch ohne Weltcuppunkte.
Durch die erzwungene Pause verpasst Waroschitz nicht nur den Aufbau für den kommenden Winter, sondern auch den diesjährigen Heimauftakt. Auf die 20-Jährige wartet nun eine lange und kräfteraubende Rehabilitationsphase, ehe an eine Rückkehr in den alpinen Skizirkus zu denken ist.
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