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Mann stirbt in Brooklyn nach eingeklemmter Tasche an U-Bahn-Tür

Ein 57-jähriger Mann ist am Montagabend im New Yorker U-Bahn-Netz ums Leben gekommen, nachdem sein Einkaufsbeutel in den schließenden Türen eines Zugs der Linie A in Brooklyn stecken geblieben und er mitgeschleift worden war.

Der Vorfall ereignete sich am Montag kurz vor 18:00 Uhr an der U-Bahn-Station Utica Avenue im Stadtteil Bedford-Stuyvesant, als der 57-jährige Yaw Boahene einen in Richtung Norden fahrenden Zug der Linie A verließ wie die lokalen Behörden und Rettungskräfte mitteilten. Nach Angaben der New Yorker Polizei geriet seine mitgeführte Einkaufstasche in die sich schließenden Wagentüren, während der Zug anfuhr. Einsatzkräfte fanden den Mann schließlich bewusstlos und ohne Lebenszeichen im Gleisbett, wobei die New York Police Department anführte, dass der Notruf um kurz nach 18 Uhr einging, während Gothamist den exakten Zeitpunkt auf 17:48 Uhr bezifferte. Bezüglich der Unfallmechanik berichteten ABC News und die Associated Press, dass der aus Brooklyn stammende Mann auf die Gleise gezogen und überfahren wurde, während Fox News und der New York Post entgegengesetzt vermeldeten, dass er nicht überrollt wurde, da der Zug beim Herabstürzen von den Wänden bereits abgefahren war.

Die genauen Abläufe an der Station Utica Avenue

Laut Berichten aus Polizeikreisen handelte es sich bei dem Gegenstand um eine dünne Plastiktüte – in ersten Polizeimeldungen noch fälschlicherweise als Rucksack oder Rucksackbeutel bezeichnet –, deren geringe Materialstärke nach Angaben von Quellen der New York Post dazu geführt haben könnte, dass die Sensoren der Wagentüren das Objekt nicht erfassten. Während der Zug beschleunigte, hielt der Mann, der laut New York Post einen Gehstock benutzte, zunächst an dem Beutel fest und schlug nach Angaben von Fox 5 New York und der New York Post verzweifelt mit seinem Gehstock gegen die Wagentüren, um auf seine Notlage aufmerksam zu machen.

Mann stirbt in Brooklyn nach eingeklemmter Tasche an U-Bahn-Tür
Foto: infobae.com

Augenzeugenberichte verdeutlichen die dramatischen Momente im vollbesetzten Pendlerverkehr.

Eine an Bord des Zugs befindliche Zeugin berichtete gegenüber ABC 7 New York: „Seine Tasche blieb in der Tür hängen und der Zug fuhr einfach weiter… Ich habe den Mann eine Weile nicht gesehen [und] der Zug fuhr weiter und man konnte sozusagen die Geräusche hören und es gab Leute, die im Zug schrien, und dann schrien auch Leute auf dem Bahnsteig, und ich dachte mir ‚Was zur Hölle ist hier los?‘ Es war extrem traumatisch, das zu hören und auch zu sehen, wie der Zug weiterfährt, weil ich nicht glaube, dass der Schaffner das im ersten Moment überhaupt gemerkt hat.

Die Passagierin beschrieb weiter gegenüber der New York Post, wie sie Schreie sowohl im Inneren des Waggons als auch auf dem Bahnsteig hörte und den Notruf wählte, da vor Ort kein Personal der Verkehrsgesellschaft anwesend war. Der Zug zog den Mann über eine erhebliche Strecke mit, bis er nach Erkenntnissen der New York Post am Ende des Bahnsteigs gegen eine Wand prallte und auf die Gleise stürzte. Sanitäter stellten den Tod des in einem Obdachlosenasyl in East Flatbush gemeldeten Mannes noch am Unfallort fest.

Reaktionen der Verkehrsbehörde und laufende Ermittlungen

Die Betreibergesellschaft Metropolitan Transportation Authority (MTA) stufte den Vorfall als schrecklichen Unfall ein. Der zuständige Zugführer gab gegenüber der MTA an, die Situation beim Schließen der Türen und der Ausfahrt nicht bemerkt zu haben; er wurde vorläufig vom Dienst abgezogen, während die Untersuchungen andauern.

Imagen de archivo del metro
Foto: antena3.com

Die Polizei von New York erklärte, dass keine Hinweise auf ein Verbrechen vorliegen und die Ermittlungen als Unfall geführt werden. Untersuchungen am beteiligten Zug ergaben nach Angaben der Verkehrsbehörde bislang keine technischen Defekte am Schließsystem.

Historische Einordnung früherer Zwischenfälle im U-Bahn-Netz

Tragische Unfälle durch eingeklemmte Kleidung oder Gepäckstücke stellen im New Yorker U-Bahn-System seltene, aber wiederkehrende Vorkommnisse dar.

Mann stirbt in Brooklyn nach eingeklemmter Tasche an U-Bahn-Tür
Foto: fox5ny.com
  • Im Oktober 2022 starb der 20-jährige Joseph Ancona am Bahnhof Columbus Circle in Manhattan, nachdem sein Rucksack oder Kleidungsstücke in den Türen hängen geblieben waren und Fox 5 New York sowie ABC News berichteten, dass er auf die Gleise gerissen und tödlich getroffen wurde.
  • Im Jahr 2016 kam ein 37-jähriger Mann namens Marcus Bryant an einer Station in Brooklyn ums Leben, nachdem er zwischen einem Zug der Linie Q und dem Bahnsteig eingeklemmt worden war, wie Fox News dokumentierte.
  • Ein weiterer tödlicher Vorfall ereignete sich 2022 beziehungsweise 2016 laut Gothamist, als ein Barkeeper aus Chelsea ums Leben kam, nachdem seine Kleidung in den Türen eines Manhattan-gebundenen F-Zuges stecken geblieben war.

Nach dem tödlichen Vorfall an der Utica Avenue äußerten Pendler in Interviews die Sorge, dass solche Risiken bei starkem Gedränge im Berufsverkehr jeden treffen können.

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Jonas Becker

Über den Autor

Jonas Becker verantwortet das Nachrichtenressort von Germanic Nachrichten. Sein Fokus liegt auf schneller, praeziser und sauber verifizierter Berichterstattung zu Politik, Gesellschaft und aktuellen Entwicklungen in Deutschland.

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