Die Regierung unter Präsident Donald Trump hat am Montag neue Kraftstoffverbrauchsstandards für Personenkraftwagen und leichte Lastwagen finalisiert. Die Regelung senkt die Effizienzziele bis zum Modelljahr 2031 und ersetzt die strengeren Vorgaben der Vorgängerregierung, um laut Regierungsangaben die Fahrzeugpreise für amerikanische Familien um 1.300 US-Dollar zu senken.
Neuausrichtung der CAFE-Standards durch die Trump-Regierung
Das Verkehrsministerium und die National Highway Traffic Safety Administration (NHTSA) haben die Corporate Average Fuel Economy (CAFE) Standards offiziell angepasst. Die neuen Vorgaben sehen für das Modelljahr 2031 einen Flottenverbrauch von durchschnittlich 34,9 Meilen pro Gallone vor. Dies stellt eine Abkehr von den ursprünglichen Plänen der Regierung Biden dar, die für denselben Zeitraum einen Durchschnitt von 50,4 Meilen pro Gallone anstrebten. Die jährlichen Steigerungsraten der Effizienzanforderungen wurden reduziert, während die vorherigen Regeln eine jährliche Steigerung von 2 % vorsahen.

Verkehrsminister Sean P. Duffy bezeichnete die Initiative als Freedom Means Affordable Cars
. Laut Ministerium soll die Maßnahme die Abhängigkeit von Elektrofahrzeugen verringern, für die laut Duffy keine ausreichende Verbrauchernachfrage bestehe.
„Diese neuen Standards werden die Verschwendung beim Bau von Autos in Amerika beseitigen. Das bedeutet NIEDRIGERE PREISE und spart Familien Tausende bei einem neuen, schönen und sicheren Auto.“
Donald Trump, Präsident der Vereinigten Staaten
Wirtschaftliche Erwartungen und Expertenkritik
Die Regierung prognostiziert durch die Lockerung der Standards Einsparungen von 138 Milliarden US-Dollar für amerikanische Verbraucher über die nächsten fünf Jahre.
Andere Branchenexperten äußern sich jedoch skeptisch.
Reaktionen von Umweltverbänden und Industrievertretern
Umweltorganisationen wie der Sierra Club und das Center for Biological Diversity kritisierten die Entscheidung scharf. Dan Becker, Direktor der Kampagne Safe Climate Transport
am Center for Biological Diversity, warf der Regierung vor, die Standards zum schlechtestmöglichen Zeitpunkt zu schwächen, da Verbraucher bereits unter hohen Kraftstoffpreisen litten.

John Bozzella, CEO der Alliance for Automotive Innovation, begrüßte die Entscheidung hingegen als notwendige Kurskorrektur. Er erklärte, die bisherigen Standards hätten einen Wechsel zur Elektromobilität erzwungen, der nicht mit den Realitäten des Marktes und der Kundennachfrage im Einklang gestanden habe.
Kontext der Kraftstoffpreise und Ölverbrauch
Die Veröffentlichung der neuen Regeln erfolgt in einer Phase erhöhter Spannungen durch den Konflikt mit dem Iran, der die globale Kraftstoffversorgung beeinflusst. Der nationale Durchschnittspreis für eine Gallone Benzin lag am Montag bei 4,48 US-Dollar, was einen deutlichen Anstieg gegenüber den Werten von Anfang des Jahres darstellt. Das Verkehrsministerium kalkuliert, dass durch die neuen Standards der jährliche Ölverbrauch bis zum Jahr 2050 um etwa 1,3 Milliarden Barrel gegenüber den Werten von 2024 sinken werde, wobei Kritiker darauf hinweisen, dass die ursprünglichen Biden-Standards eine noch größere Reduktion des Benzinverbrauchs um 14 Milliarden Gallonen bis 2050 vorgesehen hatten.