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Unterhaltung

Gstaad Guy analysiert Luxusmarkt und gründet Schmuckmarke Poubel

Der unter dem Pseudonym Gstaad Guy bekannte Internet-Creator analysiert die Entwicklung des Luxusmarktes und gründete eine eigene, preiswerte Schmuckmarke namens Poubel.

Seit dem Jahr 2019 persifliert der als Gstaad Guy bekannte Endzwanziger die Welt der Reichen und Schönen. Was als subversive Kunstfigur mit dem Markenzeichen eines leicht maulig-angewiderten Verziehens der Mundwinkel begann, hat sich zu einer gefragten Werbeplattform im Luxussegment entwickelt. Laut den von Welt veröffentlichten Berichten beschäftigt das Team hinter den Charakteren mittlerweile knapp 20 Mitarbeiter.

Zu den bekannten Figuren des Projekts zählen der britische Aristokrat Constance sowie dessen Vetter und Gegenpart Colton, ein neureicher Gen-Z-Vertreter aus Beverly Hills. Der Gstaad Guy selbst zeigt eine Vorliebe für die Schweiz und italienisches Essen. Neben seiner satirischen Arbeit hat er eine eigene Schmuckmarke aus der Taufe gehoben, die voll Ironie den Namen Poubel trägt – das französische Wort für Mülleimer. Die Marke präsentiert sich spielend und bezahlbar, während bekannte Luxuskonzerne wie Bentley, Audemars Piguet, Acqua di Parma und Loro Piana unter dem Hashtag #ItsAllFamily vereint sind.

Der Wandel des Luxusmarktes und das Problem der Beliebigkeit

Die Marktanalyse des Gstaad Guy zeichnet ein kritisches Bild der gegenwärtigen Konsumkultur. Die Modebranche produziere mehr denn je, und Luxus sei allgegenwärtig geworden. Noch nie sei es so einfach gewesen, Exklusivität lediglich vorzutäuschen.

Die Mode produziert mehr denn je, Luxus ist allgegenwärtig, und noch nie war es so einfach, den Anschein von Exklusivität zu erzeugen.

Gstaad Guy, Creator und Gründer

Das eigentliche Kapital des Luxus, das in der Besonderheit liegt, stehe vor einem fundamentalen Problem. Fast Fashion ahme Old Money Fashion nach, und neue Marken inszenierten Herkunft, während traditionsreiche Häuser mit jahrzehntelanger oder jahrhundertelanger Erfahrung nach exakt denselben Regeln um Aufmerksamkeit kämpfen müssten. Ein exzellenter Handwerker könne sich heutzutage nicht mehr allein auf die Qualität seiner Arbeit verlassen.

Substanz und Urteilsvermögen als neue Währung im Luxus

Angesichts einer Markchinerie, in der sich das Bedeutende kaum noch vom Belanglosen unterscheiden lasse, sieht der Gstaad Guy die wichtigste Kompetenz der Zukunft im Urteilsvermögen. Nicht Geld, Zugang oder klassischer Geschmack seien entscheidend, sondern die Fähigkeit zur Differenzierung zwischen Substanz und Status.

Zu Beginn ihres Konsumverhaltens würden Personen mit neuem Reichtum oft auf Marketing hereinfallen oder die falschen Produkte wählen. Die oft geübte europäische Arroganz gegenüber Neureichen hält der Creator für einen Fehler, da neuer Reichtum schlicht jüngsten Erfolg bedeute. Der Unterschied zu altem Wohlstand liege meist im Wissen, das über Generationen innerhalb von Familien weitergegeben wird. Wer dieses Privileg nicht von Kindesbeinen an erbt, muss es sich durch Erfahrung erwerben. Laut den vorliegenden Beobachtungen führt ein langjähriger und ernsthafter Luxuskonsum jedoch unweigerlich zu einem spürbar höheren Anspruch bei den Käufern.

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Sophie Krueger

Über den Autor

Sophie Krueger leitet das Unterhaltungsressort von Germanic Nachrichten. Ihr Schwerpunkt liegt auf Film, Streaming, Popkultur und prominenten Entwicklungen mit redaktioneller Einordnung und sauberer Quellenlage.

Alle Beiträge erscheinen nach redaktioneller Prüfung gemäß unseren Redaktionsrichtlinien.

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