Oxford, Mississippi, verzeichnet am Samstag ein massives Sicherheitsaufgebot mit berittenen Polizeieinheiten, staatlicher Staatspolizei für das SEC-Topspiel zwischen Ole Miss und LSU. Die Partie am 19. September markiert die umstrittene Rückkehr des ehemaligen Trainers Lane Kiffin, was Behörden und Verantwortliche zu drastischen Schutzvorkehrungen veranlasst.
Vorbereitungen und Sicherheitsaufgebot in Oxford
Wenn LSU auf Ole Miss trifft, blicken die Fans normalerweise auf Tailgates im Grove und eine lebendige Campus-Atmosphäre. Doch dieses Mal hat sich die Stadt seit Monaten auf ein Sicherheitsrisiko eingestellt. Nach Angaben von Oxford Police Spokesperson Breck Jones erwarten die lokalen Behörden bis zu 90.000 Menschen auf dem Campus für das mit Spannung erwartete Duell am Samstag um 18:30 Uhr.
Um die erwarteten Menschenmassen und die emotionale Anspannung rund um das Spiel unter Kontrolle zu halten, wurde ein riesiges Netzwerk aus lokalen, staatlichen und auswärtigen Einheiten aktiviert. Die Stadt hat sich dabei personelle Verstärkung von außerhalb gesichert. So kündigte das Police Department aus Mobile, Alabama, an, seine berittenen Einheiten zu entsenden.
Ursprünglich plante auch die Stadt New Orleans, vier berittene Streifen nach Oxford zu schicken, doch diese Pläne änderten sich laut einer Erklärung des NOPD kurzfristig am späten Dienstagnachmittag. Gleichzeitig kooperieren die Mississippi-Behörden eng mit der Louisiana State Police, die für den Schutz von Trainer Lane Kiffin und der Reisegruppe von LSU verantwortlich zeichnet.
Rückkehr von Lane Kiffin und die Drohung von Fan-Ausschreitungen
Im Mittelpunkt der enormen Sicherheitsvorkehrungen steht Trainer Lane Kiffin, der im November von Ole Miss zu den LSU Tigers gewechselt war. Sein Abgang vor dem anstehenden College Football Playoff im Vorjahr sorgte im Umfeld der Rebels für große Frustration. LSU Athletic Director Verge Ausberry erklärte nach einem Treffen mit seinem Amtskollegen Keith Carter, dass man sich auf einen reibungslosen Ablauf verständigt habe und die Erwachsenen im Raum sein wolle, damit das Spiel auf dem Rasen entschieden wird.

Die SEC hat in den vergangenen Jahren drakonische Strafen gegen unruly Verhalten erlassen. Member schools müssen inzwischen eine Geldstrafe von 250.000 US-Dollar zahlen, wenn Fans während des Spiels Gegenstände auf das Spielfeld werfen. Sollten Anhänger den Rasen vor dem rechtzeitigen Abgang der Gäste stürmen, fällig werden sogar 500.000 US-Dollar. Die scharfen Maßnahmen gehen unter anderem auf Vorkommnisse aus dem Jahr 2021 zurück, als Fans in Knoxville bei Kiffins Rückkehr Golfbälle und Flaschen warfen.
Auch Louisiana State Police Sprecherin Shelby Mayfield betonte die Notwendigkeit erhöhter Sicherheitsmaßnahmen angesichts der larger-than-average turnout and heightened attention surrounding this game. Die Behörden geben aus Sicherheitsgründen keine konkreten Details zu Personalstärken oder Einsatztaktiken preis, während Gouverneur Jeff Landry gegenüber ESPN scherzte, man benötige womöglich die Nationalgarde.
Appelle von Pete Golding und sportlicher Fokus
Mitten in der aufgeladenen Stimmung versucht Ole-Miss-Trainer Pete Golding, den Fokus auf den Sport zu lenken und die Fans zu besonnener Gastfreundschaft aufzurufen. Auf einer Pressekonferenz appellierte er an die Anhänger, die Identität des Programms nicht durch persönliche Anfeindungen zu beschädigen.
Ole-Miss-Cheftrainer Pete Golding erklärte über Fox News, für ihn habe es bei diesem Ort schon immer vor allem darum gehe, weshalb so viele Menschen gerne hierherkommen und diesen Ort respektieren, und zwar wegen der Menschen vor Ort und der Art und Weise, wie sie (anderen Fans) das Gefühl geben, willkommen zu sein, wenn sie hierherkommen.
Golding fügte hinzu, dass Respekt an erster Stelle stehen müsse, und betonte, dass man dies nicht wegen eines Spiels, einer Person oder ähnlichem aufs Spiel setzen dürfe. Lane Kiffin selbst zeigte sich derweil unbeeindruckt davon, dass er in Oxford die Rolle des Buhmanns einnimmt, und verwies darauf, dass die intensiven Sicherheitspläne den Fokus von seinem Team ablenken.