Carlos Alcaraz kehrte am Montag bei den US Open nach über viermonatiger Verletzungspause mit einem 6:4, 6:4, 6:4-Sieg gegen Roman Saffiulin auf den Platz zurück. Der Spanier zeigte in New York eine solide Leistung ohne Probleme mit dem rechten Handgelenk, während Titelverteidigerin Aryna Sabalenka ebenfalls die Auftakthürde meisterte.
Nach monatelanger Zwangspause durch eine Verletzung am rechten Handgelenk hat Carlos Alcaraz ein erfolgreiches Comeback auf der Grand-Slam-Bühne gefeiert. Der an Nummer 2 gesetzte Spanier bezwang Roman Saffiulin mit 6:4, 6:4, 6:4 und gab im gesamten Match nur ein Break ab, während er selbst seinem Widersacher viermal den Aufschlag abnahm. Die Partie auf dem Arthur Ashe Stadium zeigte den 23-jährigen Publikumsliebling in starker Verfassung, wobei er sich im Verlauf des Matches immer wohler fühlte und am Ende sogar das Publikum mit einer geschickten Volley-Einlage zu lauteren Jubelrufen motivierte. Nach 2:22 Stunden verwertete Alcaraz den ersten Matchball.
Alcaraz gab an, dass er aus seiner Sicht ganz normal geschlagen habe, auch wenn es von außen eventuell anders gewirkt habe.
Die Rückkehr des Spaniers, der die French Open und Wimbledon verletzungsbedingt verpasst hatte, erfolgte ohne vorheriges Vorbereitungsturnier. Alcaraz räumte ein, dass er vor dem Auftakt mehr Nervosität als gewohnt verspürt habe: «Ich hatte mehr Nervosität als gewohnt, aber bin einfach glücklich, denn für mich ist mein Ziel hier anzutreten, zu genießen, und mal sehen, wie mein Körper nach den Matches, nach dem Wettkampf wieder reagiert.» In der zweiten Runde wartet der Portugiese Jaime Faria (ATP 72) auf den Spanier.
Aryna Sabalenka verteidigt den Kurs im Arthur Ashe Stadium
Während das Turnier nach dem überraschenden Erstrundenaus von Novak Djokovic unter Schock stand, brachte Aryna Sabalenka wieder sportliche Normalität in die Abläufe. Nach bitteren Achtelfinal-Aus in Toronto und Cincinnati zeigte sich die Titelverteidigerin höchst zufrieden mit ihrem Leistungsniveau.
«Ich bin sehr zufrieden mit dem Level.»
Aryna Sabalenka, Titelverteidigerin
Für Aufsehen sorgte im Vorfeld auch Sabalenkas optischer Auftritt. Nachdem sie in der Vorbereitung wegen eines schwarzen Netzoutfits bei ihrem Mixed-Doubles-Match mit Djokovic in den Fokus geraten war, trat sie am Montag in einem orangenen Nike-Kleid an, das von orangefarbener Mesh-Kleidung bedeckt war. Sabalenka erklärte die Verwirrung schmunzelnd damit, dass sie schlicht nicht gewusst habe, dass es separate Kleider für die Tag- und die Nachtsitzungen gibt: «Um ehrlich zu sein, wusste ich nicht, dass ich ein Tageskleid habe. Ich dachte, ich habe ein schwarzes Kleid mit Orange darunter. Ich fand bei Nike heraus, dass ich tatsächlich eine Tagessitzung und eine Nachtsitzung habe, was nur Schwarz und Orange für den Tag ist.»
Stefanos Tsitsipas und Felix Auger-Aliassime in umkämpften Partien
Neben den Erfolgen von Alcaraz und Sabalenka sorgten weitere Top-Profis für Schlagzeilen. Bei den Männern gab es nach dem frühen Ausscheiden von Novak Djokovic am Sonntagabend eine zweite Überraschung: Stefanos Tsitsipas schaltete den formstarken Cincinnati-Champion Arthur Fils aus, der die Partie nach gewonnenem ersten Satz und einer 5:2-Führung im zweiten Durchgang noch aus der Hand gab. Ebenfalls weiter kam der an Nummer 3 gesetzte Felix Auger-Aliassime, der den Australier Rinky Hijikata in einer von einer Regenunterbrechung von fast einer Stunde begleiteten Begegnung mit 7:5, 4:6, 6:3, 7:5 bezwang. Ausschlaggebend für Auger-Aliassime waren ein solider Aufschlag und einige sehenswerte Winner, darunter ein kraftvoller Vorhand-Winner zum entscheidenden Break kurz vor Schluss der Partie. Im Damenturnier feierte die an Nummer 8 gesetzte Iga Swiatek, die in Flushing Meadows vor vier Jahren triumphiert hatte, einen souveränen 6:2, 6:3-Erfolg gegen Wang Xiyu. Die Polin trifft in der nächsten Runde auf Waltert-Bezwingerin Nadia Podoroska aus Argentinien. Überschattet wurde der Turniertag zudem von Abschieden: Der dreimalige Major-Champion Stan Wawrinka bestritt gegen Matteo Berrettini sein allerletztes Match bei einem Grand-Slam-Turnier, bevor der 41-jährige Schweizer seine Karriere beendet.
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