Katie Taylor hat ihre professionelle Boxkarriere am Samstag vor 83.000 Zuschauern im Dubliner Croke Park mit einem einstimmigen Punktsieg gegen Flora Pili beendet. Die 40-jährige Irin verteidigte dabei erfolgreich ihre unangefochtenen Super-Leichtgewichtstitel und setzte im ausverkauften Stadion einen emotionalen Schlusspunkt unter ihre historische Laufbahn.
Die Kulisse im Dubliner Croke Park bot einen würdigen Rahmen für das Karriereende einer der prägendsten Athletinnen im internationalen Boxsport. Vor mehr als 80.000 Fans dominierte Taylor das Geschehen im Seilgeviert gegen die 29-jährige Herausforderin aus Frankreich, die ungeschlagen in den Kampf gegangen war.
Der Kampfverlauf und der emotionale Abschied im Croke Park
Nach einer abtastenden Auftaktrunde schaltete die Favoritin im zweiten Durchgang spürbar einen Gang höher. Mit schnellen Kombinationen fing sie die Angriffe der Herausforderin ab und hielt die Französin auf Distanz. Pili versuchte im siebten Durchgang zwar noch einmal, das Blatt zu wenden, doch Taylor kontrollierte das Tempo und ließ sich den Sieg nicht mehr nehmen. Nach dem letzten Gong brachen im Stadion alle Dämme.
„Let me just look around for a second“, she said afterwards, soaking up every ounce of the reception.
Katie Taylor, via BBC Sport
Nachdem das Ergebnis verlesen war, ließ sie die Atmosphäre auf sich wirken und feierte im Ring mit ihrer Mutter Bridget, ihrem Trainer und ihrem Management, während im Hintergrund der Song Celebration rang around Croke Park. Former world champion Prince Naseem Hamed and UFC star Paddy Pimblett watched from ringside as Pili swung wildly in the fifth, only for Taylor to make her miss and fire back.
Vom Pionierweg im Amateurring zur globalen Ikone
Der Weg bis zu diesem Abschied in Dublin erstreckte sich über zweieinhalb Jahrzehnte. Taylor bestritt ihr Amateurdebüt im Jahr 2001 im Alter von 15 Jahren und half dabei maßgeblich mit, das Frauenboxen in Ireland zu legalisieren, competing in the first sanctioned female fight in 2001 aged 15. Sie gewann im Laufe ihrer Karriere five world championships as an amateur including in 2012 when she also won Olympic gold in London as one of 15 Irish athletes to win gold at an Olympics in any sport and was the only Irish gold medallist in 2012.

Her father Peter, who had been her long-time coach, was there to celebrate with her. Nach den Spielen kehrte sie zurück und wechselte sie ins Profilager. Matchroom-Promoter Eddie Hearn nahm sie damals als erste Kämpferin unter Vertrag. Ihr Profidebüt gab sie im November 2016 in der Wembley Arena. Es dauerte gerade einmal elf Monate, bis sie sich den Weltmeistertitel im Leichtgewicht der WBA sicherte.
Die großen Meilensteine und der historische Weg nach Dublin
Im Laufe ihrer Profilaufbahn prägte Taylor das moderne Boxen durch epische Duelle mit langjährigen Rivalinnen. Besonders die Kämpfe gegen Amanda Serrano und Delfine Persoon schrieben Sportgeschichte. In her bid to become Ireland’s first four-belt world champion at Madison Square Garden in 2019, she was almost beaten by Delfine Persoon. Im Jahr 2022 standen sich Taylor und Serrano in einem ausverkauften Madison Square Garden gegenüber – es war das erste Mal, dass zwei Frauen den Hauptkampf in der traditionsreichen New Yorker Arena bestritten. A 10-round classic could have been very different for Taylor, had she not stayed on her feet and edged a split decision points win.

- 2001: Amateurdebüt und erster sanktionierter Frauenkampf in Irland im Alter von 15 Jahren.
- 2012: Gewinn der olympischen Goldmedaille in London als einzige irische Goldmedaillengewinnerin der Spiele.
- 2016: Wechsel zu den Profis und erfolgreiches Debüt in der Wembley Arena im November.
- 2022: Historischer Hauptkampf gegen Amanda Serrano im ausverkauften Madison Square Garden.
Nach zwei Duellen gegen Serrano und weiteren Erfolgen, darunter eine Revanche gegen Chantelle Cameron in Dublin nach einer vorherigen Niederlage im November 2024, stand die Ausnahmesportlerin am Ende bei einer Profibilanz von 26 Siegen bei nur einer Niederlage. Mit dem Triumph im Croke Park schloss sich der Kreis für die irische Sportikone, die den Weg für eine gesamte Generation an Kämpferinnen bereitet hat.
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