Ein Passagier an Bord eines American-Airlines-Fluges von Dallas nach Newark wurde mit Panzertape und Kabelbindern an seinem Sitz fixiert, nachdem er am 3. September 2026 rassistische und homophobe Beleidigungen gebräuscht und Mitreisende attackiert hatte. Der Vorfall erzwang eine außerplanmäßige Landung in Baltimore.
Der Flug startete am 3. September 2026 am Dallas-Fort Worth International Airport und befand sich auf dem Weg zum Newark Liberty International Airport, als die Situation rund zwei Stunden nach dem Abflug eskalierte. Nach Angaben von Augenzeugen und Behörden entwickelte sich an Bord eine chaotische Gemengelage aus handgreiflichen Angriffen und extremen verbalen Entgleisungen.
Eskalation in der Kabine und der Einsatz von Panzertape
Der 67-jährige Arthur Lundeen aus Tucson, Arizona, wurde von der Maryland Transportation Authority Police als der Passagier identifiziert, der das Fluggeschehen in Aufruhr versetzte. Laut Berichten schrie Lundeen zunächst Passagiere in seiner unmittelbaren Umgebung an und äußerte sich lautstark über Jesus und die Hölle, bevor die Auseinandersetzung physisch wurde.
Als ein männlicher Flugbegleiter, der Schwarz ist, daztrat, um die Situation zu entschärfen, reagierte Lundeen mit rassistischen und anti-schwulen Schmähungen. Zeugen berichteten zudem, dass er den Sitznachbarn schlug und dessen Computer beschädigte. Auch eine Passagierin, die helfen wollte, wurde weggestoßen und attackiert.
Der pensionierte Polizist Juan Mejia, der sich in der Nähe befand, schritt gemeinsam mit einem weiteren Passagier namens Richard Olenick ein, nachdem er sah, wie der Mann den Sitznachbarn am Hals packte. Das Flugpersonal reichte daraufhin Kabelbinder und Panzertape, um den renitenten Passagier an seinem Sitz zu fixieren, während dieser weiter versuchte, sich loszureißen.
Notlandung in Baltimore und polizeiliche Festnahme
Wegen der Bedrohungslage entschieden sich die Piloten für eine außerplanmäßige Umleitung. American Airlines und die Federal Aviation Administration (FAA) bestätigten, dass der Flug 618 zum Baltimore/Washington International Thurgood Marshall Airport umgeleitet wurde, wo Einsatzkräfte der Strafverfolgungsbehörden bereits auf das Flugzeug warteten.

Beamte betraten die Maschine unmittelbar nach der Landung und brachten den festgeschnallten Passagier von Bord. American Airlines erklärte in einem offiziellen Statement, dass man Gewalt an Bord strikt ablehne und die Sicherheit der Passagiere und der Besatzung oberste Priorität habe.
American Airlines teilte in einer offiziellen Erklärung gegenüber Medien mit, dass der Vorfall am 3. September stattfand.
Nach Angaben der Maryland Transportation Authority Police wurde Lundeen im Anne Arundel County, Maryland, wegen Körperverletzung zweiten Grades und Erregung öffentlichen Ärgernisses angeklagt. Er wurde am 4. Oktober anberaumt.
Ermittlungen des FBI und rechtliche Konsequenzen
Das Bundeskriminalamt FBI hat die Ermittlungen in dem Fall übernommen. Bundesbehörden prüfen derzeit, ob über die bereits erhobenen staatlichen Vorwürfe hinaus auch bundesrechtliche Anklagen durch die Staatsanwaltschaft für den Distrikt Maryland erfolgen werden.

Ein Sprecher des FBI erklärte via CBS Texas und Fox News, dass das FBI derzeit Befragungen durchführe, um den Sachverhalt zu ermitteln, und sich mit den US-Behörden beraten werde.
Der Vorfall fügt sich in eine Reihe von Vorfällen mit undisziplinierten Fluggästen ein. Die US-Luftfahrtbehörde FAA verzeichnet in diesem Jahr bereits Hunderte Meldungen über Regelverstöße an Bord und kann zivile Geldstrafen von über 40.000 US-Dollar verhängen, während strafrechtliche Verfolgung parallel dazu möglich bleibt.
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