Prinz Harry und Herzogin Meghan sind Ende August nach mehr als sechs Jahren in Kalifornien nach Großbritannien zurückgekehrt. US-Präsident Donald Trump begrüßte den Schritt im Weißen Haus und kritisierte das Paar scharf für seinen früheren Umgang mit dem britischen Königshaus.
Rückkehr nach Großbritannien und Pläne für die Kinder
Nach mehr als sechs Jahren in den Vereinigten Staaten haben Prinz Harry, Herzogin Meghan und ihre beiden Kinder Archie und Lilibet ihren Lebensmittelpunkt wieder in Richtung Europa verlagert. Berichten zufolge ist für die kommende Zeit ein längerer Aufenthalt im Land vorgesehen, wobei auch die Einschulung der Kinder in Großbritannien geplant ist.
Das Paar hatte sich Anfang 2020 von seinen offiziellen royalen Pflichten zurückgezogen und war zunächst in Meghans Heimat Kalifornien, zuletzt nach Montecito, gezogen. Die darauffolgenden Jahre waren von starker Distanz zum britischen Königshof geprägt. Berichte über ein angespanntes Verhältnis zu König Charles III. sowie insbesondere zu Harrys Bruder, Thronfolger Prinz William, dominierten die Berichterstattung.
Donald Trump äußert deutliche Kritik im Oval Office
Die Ausreise aus den USA und die Rückkehr nach Europa blieben in Washington nicht unkommentiert. US-Präsident Donald Trump äußerte sich vor Journalisten im Oval Office äußerst kritisch über das Herzogspaar und betonte gleichzeitig seine Zufriedenheit über deren Weggang aus den Vereinigten Staaten.
„Ich bin froh darüber. Ich war kein Fan.“
Donald Trump, US-Präsident, via kurier.at
Trump warf dem Paar vor, die britische Monarchie stark beschädigt zu haben. Insbesondere der Umgang mit Queen Elizabeth II. sowie mit dem heutigen König Charles III. sei ungeheuer respektlos
gewesen, so der US-Präsident nach Angaben von der Einordnung des Staatsoberhaupts im Weißen Haus.
Spannungen und veränderte Dynamiken im Königshaus
Nach ihrem Weggang in die USA hatten Harry und Meghan in mehreren hochkarätigen Interviews, einer Dokumentationsserie sowie in Harrys Autobiografie schwere Vorwürfe gegen den Palast erhoben.

Trotz der langjährigen Kontroversen hatte Prinz Harry in jüngster Zeit mehrfach Signale der Annäherung gesendet. Im vergangenen Juli reiste das Paar gemeinsam mit den Kindern erstmals seit Jahren nach London. Ob es damals zu einem offiziellen Zusammentreffen mit König Charles III. oder Königin Camilla kam, blieb öffentlich unkommentiert. Trump machte indes deutlich, dass er in der Position der Königsfamilie eine andere Linie gefahren wäre.
„Wenn ich Teil der königlichen Familie wäre, hätte ich ihn nicht zurückgenommen.“
Donald Trump, US-Präsident, via orf.at
Wie sich der Aufenthalt der Familie im Vereinigten Königreich langfristig gestalten wird und ob eine nachhaltige Aussöhnung mit den verbleibenden Mitgliedern des Königshauses stattfindet, bleibt abzuwarten. Bislang ist laut den aktuellen Informationen zur Rückkehr lediglich ein erweiterter Aufenthalt im Heimatland des Prinzen vorgesehen.