Trainer Vincent Kompany hat bestätigt, dass Jonas Urbig im DFB-Pokalspiel des FC Bayern München beim VfL Osnabrück das Tor hüten wird. Manuel Neuer erhält eine gezielte Pause, um vollfit für das anstehende Bundesliga-Gastspiel bei seinem Ex-Klub Schalke 04 zu sein. Gleichzeitig steht Jamal Musiala vor dem Comeback.
Die Torwartfrage beim FC Bayern sorgt vor der ersten Runde im DFB-Pokal für klare Verhältnisse. Wie der Cheftrainer auf einer Pressekonferenz bekannt gab, wird Ersatzkeeper Jonas Urbig am Mittwoch beim Zweitligisten VfL Osnabrück zwischen den Pfosten stehen. Damit startet das rotierende Arbeitsteilungssystem des Rekordmeisters für die neue Pflichtspielsaison.
Vincent Kompany setzt auf Flexibilität statt auf einen reinen Pokal-Torwart
Hintergrund der Entscheidung ist eine langfristig abgesprochene Belastungssteuerung für den Kapitän. Der Coach erläuterte die Rahmenbedingungen und betonte, dass der Verein volles Vertrauen in den 23-jährigen Herausforderer setzt, der bereits in der Vorsaison und beim Pokalfinale wichtige Einsätze absolviert hatte.
Eine rein auf einen Wettbewerb begrenzte Aufteilung schloss der Belgier indes kategorisch aus. Aus negativen Erfahrungen in seiner Trainerstartzeit bei einem anderen Verein habe er gelernt, dass feste Wettbewerbs-Torhüter eine Katastrophe
sein können, wie der Übungsleiter ausführte. Stattdessen setzt das Trainerteam auf maximale Flexibilität, um Manuel Neuer körperlich zu entlasten und Urbig gleichzeitig kontinuierlich Spielpraxis auf höchstem Niveau zu verschaffen.
Rücksicht auf Schalke-Rückkehr und historische Parallelen an der Bremer Brücke
Hinter der Maßnahme, den Routinier in Osnabrück zu schonen, steckt laut Berichten zufolge auch eine gezielte Vorsichtsmaßnahme mit Blick auf das kommende Wochenende. Der 40-jährige Stammtorhüter möchte unbedingt beim Bundesliga-Auswärtsspiel gegen den FC Schalke 04 auf dem Platz stehen, da diese Partie für ihn als ausgebildeten Profi der Königsblauen von ganz besonderer sportlicher und emotionaler Bedeutung ist.

Für den Zweitliga-Aufsteiger aus Osnabrück ist das Aufeinandertreffen unterdessen ein echtes historisches Fußball-Event. Die Niedersachsen erinnern sich dabei an den legendären Sensationssieg aus dem Jahr 1978, als die Lila-Weißen die Münchner mit 5:4 aus dem Wettbewerb warfen. Trainer Timo Schultz gab die Marschroute aus, mit viel Mut in das Livespiel an der Bremer Brücke zu gehen und dem Favoriten das Leben so schwer wie möglich zu machen.
Personalupdates zu Jamal Musiala und weiteren Kadernews
Neben der Torhüterfrage gab es aus dem Münchner Lazarett erfreuliche Nachrichten. Nationalspieler Jamal Musiala steht vor seinem Comeback, nachdem er in der laufenden Trainingswoche laut Vereinsangaben optimal gearbeitet hat. Wann genau der Offensivakteur nach seiner gesundheitlichen Pause wieder auf dem Platz steht, lassen die Verantwortlichen noch offen.
Mit Serge Gnabry rechnet das Trainerteam ebenfalls in den kommenden Tagen wieder. Schwerer wiegt hingegen der Ausfall des jungen Maycon Cardozo, der nach einer Schulteroperation für mehrere Monate pausieren muss. Auf dem Transfermarkt stellte Sportdirektor Christoph Freund derweil klar, dass es am Deadline Day keine Zugänge mehr geben wird, während bei potenziellen Abgängen wie Arijon Ibrahimovic oder Sacha Boey noch Bewegungen möglich sind.
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