Stan Wawrinka hat seine bewegte Grand-Slam-Karriere bei den US Open 2026 beendet. Der 41-jährige Schweizer schied am 31. August 2026 in der ersten Runde gegen den Italiener Matteo Berrettini aus. Nach hartem Kampf und mehreren vergebenen Satzbällen endete die Partie mit 6:7, 6:7, 0:6 auf dem Grandstand in New York.
Die Grand-Slam-Karriere von Stan Wawrinka ist offiziell beendet. Der Schweizer unterlag bei den US Open 2026 zum Auftakt dem Italiener Matteo Berrettini mit 6:7 (4:7), 6:7 (3:7), 0:6, wie SRF berichtet. Nach knapp drei Stunden intensiven Spiels verließen den 41-jährigen Waadtländer im letzten Satz spürbar die Kräfte, wodurch das letzte Grand-Slam-Match seiner Laufbahn ohne eigenen Spielgewinn im dritten Durchgang endete.
Matteo Berrettini und Stan Wawrinka bei den US Open 2026
Dabei war lange Zeit unklar, ob der dreifache Major-Sieger überhaupt noch einmal auf der Anlage von Flushing Meadows aufschlagen durfte. Zunächst hatten die Organisatoren dem Routinier eine Wildcard verwehrt, was bei Fans und im Umfeld für heftige Kritik sorgte. Aufgrund der Absage eines anderen Spielers gab es doch noch einen Platz im Feld für den Schweizer, den dieser für einen stimmungsvollen Abschied nutzte. Auf dem drittgrössten Platz, dem Grandstand, bewies der aktuelle Weltranglisten-127. jedoch eindrucksvoll, dass er sich diesen Abschied redlich verdient hatte. In den ersten zwei Sätzen der Erstrundenpartie bot Wawrinka dem Italiener noch Paroli. Der Romand hielt gegen den Italiener nicht nur mit, sondern war über weite Strecken sogar der bessere Spieler. Das Problem war, dass «Stan the Man» die wichtigen Punkte nicht für sich entscheiden konnte.
Im ersten Satz korrigierte die aktuelle Weltnummer 127 einen Breakrückstand und erspielte sich bei Aufschlag von Berrettini sogar einen Satzball. Diesen konnte der Lausanner aber nicht nutzen. So kam es wie bereits in Wimbledon, als sich die beiden in einem schier epischen Match in vier Tiebreaks alles abverlangt hatten, zur Kurzentscheidung. Diese entschied Berrettini mit 7:4 für sich.
Matteo Berrettini gewinnt gegen Stan Wawrinka im Tiebreak
Auch im 2. Satz kam es zum Tiebreak, wobei dieses aus Sicht von Wawrinka keinesfalls nötig gewesen wäre. Der Romand lag im ersten Satz 3:5 im Rückstand, im zweiten führte er mit dem gleichen Resultat und konnte drei Chancen auf den Satzausgleich nicht nutzen. Kurios: Berrettini verlangte sogar eine Videoüberprüfung, weil er monierte, dass Wawrinka bei einem Volley am Netz den Ball zweimal getroffen habe – allerdings erfolglos.

Besonders bitter: Bereits zum sechsten Mal in Serie mussten Wawrinka und Berrettini ein Tiebreak untereinander austragen. Schon ihr Wimbledon-Duell hatte sich in einem epischen Vierstunden-Krimi mit gleich vier Tiebreaks entschieden. Nun kamen an den US Open zwei weitere dazu. Nach dem zweiten verlorenen Tiebreak war die Luft etwas draussen beim dreifachen Grand-Slam-Sieger, der Ende Jahr seine grossartige Karriere abschliesst. Der dritte Satz dauerte nur noch 38 Minuten.
Novak Djokovic, Roger Federer und Stan Wawrinka im Rückblick
Im drittgrössten Stadion feierten mehr als 8.000 Zuschauer noch einmal den Publikumsliebling mit der weltberühmten einhändigen Rückhand. Vor zehn Jahren hatte Wawrinka im Finale gegen Novak Djokovic den US-Open-Titel gewonnen, zudem triumphierte er in seiner Karriere auch jeweils einmal bei den Australian Open und den French Open. 2008 holte er in Peking gemeinsam mit Roger Federer (45) Olympiagold im Doppel.

«Ich liebe dieses Spiel so sehr, dass ich bis an meine Grenzen gehen wollte, und dieses Jahr ist meine Grenze erreicht», sagte Wawrinka unter dem Jubel der Fans. «Es ist niemals einfach, dem Sport, den du so sehr liebst, Goodbye zu sagen.»
Stan Wawrinka beendet seine Grand-Slam-Karriere
«Ich werde es auf jeden Fall sehr vermissen», sagte er. Ende Saison hängt «Stan the Man» den Tennisschläger an den Nagel. Das Spiel gegen Berrettini war sein letzter Auftritt an einem Grand-Slam-Turnier. Damit endet Wawrinkas Grand-Slam-Laufbahn wie die von Federer mit einem 0:6 im letzten Satz. Nachdem er zu Beginn des Jahres am Australian Open noch die 3. Runde erreicht hatte, blieb der Romand in Paris, Wimbledon und nun New York glücklos.