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Unterhaltung

Duane Davis wegen Mordes an Tupac Shakur verurteilt

Fast 30 Jahre nach den tödlichen Schüssen auf Tupac Shakur hat eine Jury in Las Vegas den früheren Gang-Anführer Duane „Keffe DDavis am 31. August 2026 wegen Mordes mit einer tödlichen Waffe verurteilt. Die Staatsanwaltschaft stützte sich im Prozess vor allem auf Davis' eigene Geständnisse in Interviews und Memoiren.

Fast drei Jahrzehnte nach der Bluttat an der Las Vegas Strip ist in einem der berühmtesten Kriminalfälle der Hip-Hop-Geschichte ein Urteil gefallen. Eine Jury sprach den 63-jährigen Duane “Keffe D” Davis wegen Mordes ersten Grades mit Verwendung einer tödlichen Waffe schuldig. Nach einem wochenlangen Verfahren und Beratungen von weniger als drei Stunden folgten die Geschworenen am Montag der Argumentation der Anklage, dass Davis die tödliche Attacke im September 1996 als Anführer der South Side Compton Crips organisiert hatte.

Das Geständnis aus Memoiren und Aufnahmen als zentrales Beweismittel

Im Zentrum des Prozesses standen die zahlreichen öffentlichen Aussagen und schriftlichen Äußerungen, die Davis über die Jahre selbst getätigt hatte. Chief Deputy District Attorney Binu Palal hielt den Geschworenen während seines Plädoyers das 2019 veröffentlichte Buch Compton Street Legend vor und ließ stundenlange Mitschnitte von früheren Vernehmungen und Aufnahmen abspielen. Darin hatte Davis eingeräumt, in dem weißen Cadillac gesessen zu haben, aus dem heraus am 7. September 1996 die Schüsse auf den BMW von Tupac Shakur und Marion „SugeKnight gefallen waren.

Duane Davis wegen Mordes an Tupac Shakur verurteilt
Photo: 6ABC

Die Anklage warf Davis zwar nicht vor, selbst den Abzug gedrückt zu haben. Doch nach dem geltenden Recht im US-Bundesstaat Nevada macht sich auch strafbar, wer jemanden bei der Begehung eines Mordes unterstützt. Ein ehemaliger Detektiv der Polizei von Compton, Robert Ladd, hatte während des Prozesses ausgesagt, dass Davis als hochrangiger Befehlshaber („Shotcaller) der Bande so viel Autorität besessen habe, dass jüngere Mitglieder wie Orlando „Baby LaneAnderson ohne seine Erlaubnis nicht geschossen hätten.

Wer geschossen hat, ist nicht die Frage. Binu Palal, Chief Deputy District Attorney, via NBC News

Auslöser im Casino und die Rolle der Gang-Rivalität

Die Ermittler rekonstruierten vor Gericht den Tathergang, der sich von einer Schlägerei im Hotel MGM Grand herleitet. Wenige Stunden vor dem Drive-by-Anschlag waren Tupac Shakur und der Label-Mitbegründer Marion „Suge“ Knight nach dem Besuch eines Boxkampfes von Mike Tyson in eine Prügelei mit Orlando „Baby Lane“ Anderson verwickelt worden.””

Die Staatsanwaltschaft argumentierte, dass die Schlägerei den Anstoß für den Rachefeldzug gab. Davis habe eine Waffe besorgt und mit anderen den Wagen von Shakur verfolgt. Shakur wurde bei dem Hinterhalt viermal getroffen und erlag im Krankenhaus sechs Tage später, am 13. September 1996, im Alter von 25 Jahren seinen schweren Verletzungen. Marion „SugeKnight überlebte die Schüsse leicht verletzte.

Strategie der Verteidigung und emotionale Reaktionen im Gerichtssaal

Die Verteidigung unter Leitung von Rechtsanwalt Michael Sanft versuchte während des Verfahrens darzustellen, dass Davis seine Beteiligung in Büchern und Interviews lediglich erfunden oder stark übertrieben habe, um Aufmerksamkeit und finanzielle Einnahmen zu generieren. Sanft betonte vor Gericht, dass es an handfesten physischen Beweisen wie DNA-Spuren oder unabhängigen Tatortdokumenten mangelte, die seinen Mandanten direkt an der Waffe oder am Tatort belegen.

Duane Davis wegen Mordes an Tupac Shakur verurteilt
Photo: The Guardian
Duane ‘Keffe D’ Davis found guilty in murder of Tupac Shakur

Als Richterin Carli Kierny das einstimmige Urteil am Montag verlas, kam es im vollbesetzten Gerichtssaal zu bewegenden Szenen. Tupacs Schwester Sekyiwa „SetShakur brach in Tränen aus und fiel den Staatsanwälten in die Arme, während Davis' Sohn sein Gesicht verdeckte. Auch für Angehörige und langjährige Begleiter brachte das Verfahren ein langes Warten zu einem Ende.

Wir haben 30 Jahre lang darauf gewartet, richtig zu trauern. Zayd Akinyela, Cousin von Tupac Shakur, via The Guardian

Nach der Urteilsverkündung ließen die Staatsanwälte den zuvor erhobenen Zusatzvorwurf der Gang-Kriminalität fallen, um den Abschluss des Verfahrens bei schwieriger Zeugenlogistik zu sichern. Für den Mord ersten Grades droht Duane Davis eine Freiheitsstrafe von 20 Jahren bis lebenslänglich. Oktober 2026 an. Die Verteidigung kündigte unmittelbar an, Berufung gegen das Urteil einlegen zu wollen.

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Sophie Krueger

Über den Autor

Sophie Krueger leitet das Unterhaltungsressort von Germanic Nachrichten. Ihr Schwerpunkt liegt auf Film, Streaming, Popkultur und prominenten Entwicklungen mit redaktioneller Einordnung und sauberer Quellenlage.

Alle Beiträge erscheinen nach redaktioneller Prüfung gemäß unseren Redaktionsrichtlinien.

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