Mehrere Menschen wurden bei einer Schießerei auf der Pferderennbahn in Aarau in der Nacht zum Sonntag verletzt. Die Kantonspolizei Aargau bestätigte einen Großeinsatz nach Schussabgaben auf eine größere Personengruppe, während Rettungskräfte und Sicherheitskräfte das weiträumig abgesperrte Gebiet sicherten.
Großeinsatz und Verletzte auf der Schachen-Rennbahn
Auf der Pferderennbahn im aargauischen Aarau ist es in der Nacht zum Sonntag zu einer Schießerei gekommen. Die Kantonspolizei Aargau bestätigte gegenüber Medien einen laufenden Großeinsatz, nachdem im Rahmen einer größeren Personengruppe mehrere Schüsse gefallen waren. Nach Angaben der Behörden gibt es mehrere Verletzte. Unklar blieb zunächst, ob es auch Todesopfer zu beklagen gibt.
Der Vorfall ereignete sich den Angaben zufolge kurz vor 3 Uhr morgens. Zu diesem Zeitpunkt fand auf dem Gelände ein Rave statt, wie unter anderem die Berichterstattung von 20 Minuten zeigt. Zeugen berichteten von ununterbrochenen Sirenen und zahlreichen Einsatzfahrzeugen von Polizei, Ambulanzen und Feuerwehr. Das Areal rund um die Rennbahn wurde großräumig abgesperrt.
Unklare Lage und polizeiliche Ermittlungen am Tatort
Die Kantonspolizei Aargau teilte über den Kurznachrichtendienst X mit, dass es mehrere Opfer gebe, betonte jedoch gleichzeitig, dass die Situation zum jetzigen Zeitpunkt unklar sei. Blick berichtete über Schussabgaben und zahlreiche Einsatzkräfte vor Ort. Polizeisprecherin Vanessa Rumpold erklärte gegenüber Medien, dass die genauen Hintergründe des Geschehens noch nicht feststehen. Auch zur Identität der Täterschaft oder möglichen Festnahmen konnten zunächst keine Angaben gemacht werden.
Wegen der undurchsichtigen Lage richteten die Sicherheitskräfte einen dringenden Appell an die Bevölkerung. Die Polizei forderte alle Bürger ausdrücklich dazu auf, dem weiträumig abgesperrten Gebiet fernzubleiben. Dies nährte Spekulationen, dass mögliche Täter flüchtig sein könnten, auch wenn offizielle Bestätigungen dazu zunächst ausblieben.
Einsatz von Sondereinheiten und Armeehelikopter
Zur Bewältigung der Situation wurden neben den lokalen Rettungskräften auch Spezialkräfte hinzugezogen. Nach übereinstimmenden Medienberichten stand unter anderem das Kantonale Katastrophen-Einsatzelement (KKE) des Kantons Aargau im Einsatz.

Zudem kreiste ein Super Puma der Schweizer Armee über dem Großraum Aarau. Flugdaten und Beobachtungen vor Ort bestätigten mehrere Flüge der Militärmaschine, die nach Angaben von Beobachtern ohne sichtbaren Suchscheinwerfer unterwegs war. Welche konkrete Rolle der Armeehelikopter bei dem Einsatz spielte, blieb zunächst offen.
Zeugenberichte und zeitweilige Parallelelveranstaltungen
Besucher des Raves erlebten dramatische Momente. Augenzeugen berichteten von Knallen, die zunächst für Feuerwerk gehalten wurden, bis Rufe wie Alle runter!
durch die Menge schallten. Viele Anwesende suchten daraufhin unter dem DJ-Pult Schutz oder flohen aus dem Gefahrenbereich. Betroffene Personen wurden später von Einsatzkräften in einer nahe gelegenen Turnhalle betreut.

Zeitgleich fand in der Altstadt von Aarau die Veranstaltung Musig i de Altstadt Aarau
statt. Bluewin.ch hob hervor, dass die Schüsse am Rande der Rave-Veranstaltung auf der Schachen-Pferderennbahn fielen. Veranstalter des Stadtfests bekamen die Auswirkungen durch die vielen Blaulichtfahrzeuge und durch eintreffende Informationen beim Abbau der Bühnen ebenfalls unmittelbar mit. Die Kantonspolizei hat angekündigt, im Laufe des Sonntags weitere Informationen zu dem Vorfall bekannt zu geben und bittet die Bevölkerung um die Bereitstellung von Video- und Bildmaterial.