Ein norwegischer Naturfotograf hat mit einer ferngesteuerten Kamera an einem Robbenatemloch eine neugierige Eisbärin eingefangen. Das Bild gehört zu den am 13. Oktober 2026 zu erwartenden Gewinnern des Wettbewerbs Wildlife Photographer of the Year. Parallel dazu kürte der internationale Luftbildfotografie-Wettbewerb seine Sieger für 2026.
Blick durch das Atemloch: Eisbärin überrascht Kamera in der Arktis
Wie fühlt es sich an, einem der imposantesten Raubtiere der Arktis Auge in Auge gegenüberzustehen? Eine Aufnahme aus der Perspektive einer Robbe gibt darauf eine eindrucksvolle Antwort. Der norwegische Naturfotograf Audun Rikardsen hat das Bild als „Highly Commended-Eintrag im diesjährigen Wettbewerb Wildlife Photographer of the Year platziert.
Während seiner Arbeit als Guide bei Arctic Wildlife Tours hatte Rikardsen eine Unterwasserkamera samt Bewegungssensor unter dem Atemloch einer Robbe installiert und abgewartet. Um vier Uhr morgens näherte sich eine weibliche Eisbärin und blickte neugierig nach unten. Der Fotograf musste acht Stunden lang warten, bis sich das Tier entfernte, ehe er die Kamera bergen und die Aufnahmen sichten konnte. Über das Resultat zeigte er sich überglücklich: I was so extremely happy. I was screaming, so I probably woke up all the polar bears for miles.
„I was so extremely happy. I was screaming, so I probably woke up all the polar bears for miles.“
Rikardsen ist in dem Wettbewerb kein Unbekannter. Er gewann zuvor bereits zwei Kategorien: im Jahr 2019 den Bereich Vögel sowie 2025 die Sparte Ozeane. Die diesjährigen Gesamtsieger des renommierten Wettbewerbs werden am Dienstag, 13. Oktober 2026, verkündet. Im Anschluss daran öffnet ab Freitag, 16. Oktober 2026, eine Ausstellung im Natural History Museum in London.
Internationale Luftbildfotografie 2026: Gewinner aus Bangladesch und Russland
Während die Naturfotografie in London auf ihre Entscheidung wartet, haben die Organisatoren des Wettbewerbs International Aerial Photographer of the Year ihre Preisträger für 2026 bekannt gegeben. Insgesamt gingen 1.587 Einsendungen aus zahlreichen Ländern ein, bewertet von einer dreiköpfigen Jury. Der Haupttitel als internationaler Luftbildfotograf des Jahres ging an Azim Khan Ronnie für eine Serie aus mindestens vier Bildern. Der aus Bangladesch stammende und heute in Frankreich lebende Fotograf ist seit elf Jahren in der Reportage-, Reise- und Luftbildfotografie tätig und nutzt dafür unter anderem Drohnen des Typs DJI Mavic 4 Pro sowie DJI Mavic 3 Classic.
Den Preis für das Luftbild des Jahres sicherte sich Vitaly Golovatyuk aus der Russischen Föderation. Die ausgezeichnete Aufnahme entstand im November 2025 im Elk Park nahe Dongtai City in der chinesischen Provinz Zhejiang. Sie zeigt einen Vogel über einem kleinen, von rotem Bewuchs umgebenen See. Die Spiegelung erweckt dabei den optischen Eindruck, als schwebe das Tier frei in der Luft.
Podestplätze und die Top 101 im Überblick
Neben den Hauptpreisen vergaben die Veranstalter weitere Platzierungen in Serien- und Einzelbildkategorien sowie Sonderpreise für Berge, Schnee, Wasser und den „Chairman’s Choice“.”

| Kategorie / Platzierung | Fotograf | Herkunft / Details |
|---|---|---|
| Serie – 1. Platz | Azim Khan Ronnie | Bangladesch / lebt in Frankreich |
| Serie – 2. Platz | Chin Leong Teo | Singapur |
| Serie – 3. Platz | Barbara Brown | Australien |
| Einzelbild – 1. Platz (Luftbild des Jahres) | Vitaly Golovatyuk | Russische Föderation (Aufnahme in China) |
| Einzelbild – Weitere Plätze | Sanghamitra Sarkar & Kah-Wai Lin | Indien & USA |
Die Organisatoren kündigten an, dass die insgesamt 101 prämierten Arbeiten gemeinsam mit weiteren Informationen als kostenloses E-Book auf der Wettbewerbswebsite veröffentlicht werden.
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