Mark Ruffalo hat am 22. August 2026 heftige Antisemitismus-Vorwürfe von Paramount Skydance zurückgewiesen. Der Schauspieler nannte die Anschuldigungen in einem Beitrag auf X „appalling and fundamentally dishonest, nachdem er zuvor Oracle und die Beteiligung des Technologiekonzerns an der militärischen Überwachung im Nahen Osten kritisiert hatte.
Mark Ruffalo weist Antisemitismus-Vorwürfe von Paramount zurück
Der Streit zwischen dem Hollywood-Schauspieler und dem Medienkonzern Paramount Skydance hat sich im Zuge der geplanten Übernahme von Warner Bros. Discovery deutlich verschärft. Nachdem Mark Ruffalo scharfe Kritik an der Finanzierung des 111-Milliarden-Dollar-Deals geäußert hatte, warf das Studio dem 58-jährigen Darsteller vor, antisemitische Tropen zu bedienen. In einer öffentlichen Stellungnahme reagierte das Unternehmen verärgert auf die Wortwahl des Schauspielers.
Ruffalo reagierte am 22. August 2026 auf X und erklärte, dass seine politischen Überzeugungen niemals als Feindseligkeit gegenüber jüdischen Menschen missverstanden werden dürften laut den Berichten von Deadline. In seiner Erklärung betonte er, dass eine kritische Auseinandersetzung mit Regierungsmaßnahmen oder Technologieanbietern nicht mit einer Kritik an einer religiösen oder ethnischen Gruppe gleichgesetzt werden könne.
Mark Ruffalo erklärte via X, dass der Vorwurf, er sei antisemitisch, entsetzlich und von grundlegendem Unrechtsbewusstsein zeuge, und fügte hinzu, dass die Kritik an den Handlungen des israelischen Premierministers, an einem Militärtechnologievertrag oder an den diesen liefernden Führungskräften nicht dasselbe sei wie die Kritik an jüdischen Menschen Mark Ruffalo, Schauspieler und Aktivist, via X (zitiert durch NBC News)
Die Rolle von Oracle und die Technologie im Fokus
Auslöser der Auseinandersetzung war ein von Ruffalo geteiltes Video, das Safra Catz, die Executive Vice Chair von Oracle, zeigt. In dem Clip aus dem Jahr 2024 spricht die Oracle-Managerin über hochentwickelte Technologien des Unternehmens, die dem israelischen Militär nach den Angriffen vom 7. Oktober 2023 zur Verfügung gestellt wurden berichtet USA Today. Larry Ellison, der Mitbegründer von Oracle, finanziert über Skydance Media maßgeblich die geplante Übernahme von Warner Bros. Discovery durch seinen Sohn David Ellison.

Ruffalo hatte in sozialen Medien erklärt, die Technologiekonzerne würden Überwachungssysteme und Datenstrukturen liefern, die im Zusammenhang mit dem Krieg in Gaza stehen. Paramount verurteilte diese Aussagen scharf. Das Hollywood Reporter verzeichnet die Reaktion des Studios, wonach Begriffe wie „Genozid“ und „Apartheidbei einer wirtschaftlichen Transaktion völlig unangebracht seien und das Leiden anonymer Opfer herabwürdigten.
”
Reaktionen von Menschenrechtsorganisationen und Verbänden
Die Vorwürfe des Studios erhielten Unterstützung von mehreren pro-israelischen Organisationen. Jim Berk, der CEO des Simon Wiesenthal Center, lobte das Studio für seine moralische Klarheit wie The Hollywood Reporter berichtet.

Parallel dazu forderte Ari Ingel, der Geschäftsführer der Organisation Creative Community for Peace, einen Boykott gegen den Schauspieler, solange dieser sich nicht öffentlich entschuldige berichtet das Branchenblatt weiter. Ruffalo hat sich hingegen auf seine Verbindungen zu jüdischen Freunden, Kollegen und Weggefährten berufen, die sein humanitäres Weltbild geprägt hätten bestätigt Deadline.
Wirtschaftlicher und rechtlicher Hintergrund der Übernahme
Hinter der Kontroverse steht ein milliardenschwerer Verteilungskampf auf dem Medienmarkt. Die 111-Milliarden-Dollar-Transaktion soll einer Familie die Kontrolle über CNN, HBO und Warner Bros. Discovery sichern erklärt The Week in einer Analyse.
Gegen diesen Zusammenschluss gibt es Widerstand. Eine Koalition von staatlichen Generalstaatsanwälten hat eine Klage wegen Kartellrecht eingereicht, um die Fusion zu stoppen berichtet Reuters via The Week. Die Kläger argumentieren, dass der Deal den Wettbewerb schwächen, die Preise für Verbraucher erhöhen und Tausende Arbeitsplätze gefährden könnte. Ein offizieller Kartellprozess vor Gericht ist für den 2. März 2027 angesetzt bestätigt USA Today.