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Unterhaltung

Allegro Vivo startet 48. Festivalsaison mit Fokus auf Kulturellen Dialog

Das Kammermusikfestival Allegro Vivo startete am 7. August 2026 seine 48. Ausgabe unter dem Motto On Stage. Unter der Leitung von Vahid Khadem-Missagh umfasst das Programm bis zum 20. September über 50 Konzerte in Stiften, Burgen und Schlössern des Waldviertels, mit einem Fokus auf musikalische Begegnungen zwischen Italien, dem Balkan und Österreich.

Das Festival verwandelt die Region in eine weitläufige Bühne, wobei die Spielstätten von Kirchen über Bibliotheken bis hin zu Marktplätzen reichen.

Uraufführung in Gmünd und Altenburg: Fokus auf Violine und Gitarre

Das Eröffnungswochenende legte den Grundstein für die thematische Ausrichtung der Saison. In der Herz-Jesu-Kirche in Gmünd am Freitag, 7. August, ab 19 Uhr sowie in der Bibliothek von Stift Altenburg am Samstag, 8. August, ab 19 Uhr und Sonntag, 9. August, ab 16 Uhr präsentierten Vahid Khadem-Missagh und Alexander Swete gemeinsam mit dem Residenzorchester Academia Allegro Vivo eine Uraufführung eines Doppelkonzertes von Tristan Schulze für Violine, Gitarre und Streichorchester.

Die Quellen enthalten keine Aussagen von Tristan Schulze über den Dialog zwischen gezupften und gestrichenen Instrumenten.

Neben der neuen Komposition standen Klassiker wie Ottorino Respighis Antiche Danze ed Arie und Pjotr Iljitsch Tschaikowskis Souvenir de Florence auf dem Programm des Auftakts.

Programmvielfalt: Von Paganini-Hommagen bis zu Balkan-Grooves

Nach dem Start weitet sich das Programm über den gesamten August und September aus. Die Altenburger Stiftsbibliothek dient dabei als zentraler Ort für Kammermusik-Begegnungen jeweils zur Wochenmitte am 12., 19. und 26. August sowie 2. September. Hier treten unter anderem Elisabeth Leonskaja mit Werken von Franz Schubert und Johannes Brahms sowie Lilya Zilberstein mit Stücken von Giuseppe Tartini, Franceso Geminiani, Gustav Mahler und Dora Pejačević auf. Weitere Auftritte in der Bibliothek folgen mit Malin Hartelius und Björn Lehmann (Ottorino Respighi und Johannes Brahms) sowie Wolfgang Bankl u. a. (Ermanno Wolf-Ferrari, Wolfgang Amadeus Mozart und Antonín Dvořák).

Das Festival setzt gezielt auf Grenzüberschreitungen zwischen den Genres. Das Ensemble Uwaga präsentiert am 15. August im Kunsthaus Horn eine Mischung aus Klassik, Jazz, Pop und Balkanmusik, während Diknu Schneeberger und Christian Bakanic am 11. September in Ziersdorf Gipsyjazz und Balkangroove kombinieren.

  • Benjamin Schmid: Ein Niccolò-Paganini-Programm am 16. August in der Gertrudskirche in Gars/Thunau.
  • Ensemble kammerfunk: Arrangements von der Lustigsten Witwe bis zum Rosenkavalier aus dem Süden am 18. August im Loisium in Langenlois.
  • Minetti- und Kandinsky-Quartett: Kammermusik-Auftritte am 30. August in Burg Raabs bzw. am 6. September in Oberdürnbach.
  • Academia Allegro Vivo: Ein Galakonzert mit Werken von Gioachino Rossini, Gaetano Donizetti, Giuseppe Verdi, Giacomo Puccini, Niccolò Paganini und Nino Rota am 22. August im Kunsthaus Horn.

Weitere Programmpunkte umfassen Roland Batiks Wanderung zwischen den musikalischen Welten im Schickenhof am 1. September, einen Auftritt von Jelena Popržan in der Alten Schmiede in Schönberg am 5. September sowie einen Dialog von Michael Dangls „Hymnus an den Süden“ und Johann Wolfgang Goethes „Italienischer Reisemit Klavierwerken zu vier Händen durch Kateryna Titova und Eduard Kutrowatz am 29. August im Kulturstadl von Schloss Göpfritz.

Interdisziplinäre Ansätze und die Internationale Sommerakademie

Ein besonderer Teil des Festivals ist die Reihe Musik und Wort, die am Dienstag, 11. August, ab 19 Uhr im Schüttkasten von Schloss Harmannsdorf begann. Diese Reihe verknüpft Werke von Tomaso Albinoni, Antonio Vivaldi und Giuseppe Michele Stratico mit Texten von Autoren wie Ingeborg Bachmann, E.T.A. Hoffmann und Rainer Maria Rilke, unter anderem in der Interpretation des kärntnerisch-slowenischen Duos Sonoma, das zudem am 12. September auf Burg Schleinitz gemeinsam mit Andrea Eckert auftritt.

Parallel zu den Hauptkonzerten läuft die Internationale Sommerakademie Allegro Vivo, die rund 600 Musikerinnen und Musiker aus aller Welt willkommen heißt. Die Nachwuchstalente der Akademie treten an zahlreichen Orten auf, darunter am 10. August im Schloss Waldreichs, 13. August in Brunn am Wald, 14. August im Stift Geras, 21. August in Altpölla, 27. August im Schloss Greillenstein, 3. September im Schloss Drösiedl und 4. September im Schloss Rosenburg.

Ein wiederkehrendes Format für die Akademie sind die Moonlight Serenaden am Stadtsee von Horn, die für Besucher kostenlos zugänglich sind. Diese finden am 11. August ab 21 Uhr sowie am 25. August statt.

Abschlusswochenende im September

Das Festival steuert auf ein finales Wochenende zu, das am 17. September im Schloss Weitra, am 18. September im Stift Göttweig sowie am 19. und 20. September im Stift Altenburg stattfindet.

Den musikalischen Höhepunkt bildet ein Programm, das mit Arvo Pärts Friedensgruß Da pacem domine beginnt. Es folgt Wolfgang Amadeus Mozarts Violinkonzert in A-Dur mit Vahid Khadem-Missagh als Solisten sowie Felix Mendelssohn-Bartholdys 4. „Italienische“ Symphonie.”

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Sophie Krueger

Über den Autor

Sophie Krueger leitet das Unterhaltungsressort von Germanic Nachrichten. Ihr Schwerpunkt liegt auf Film, Streaming, Popkultur und prominenten Entwicklungen mit redaktioneller Einordnung und sauberer Quellenlage.

Alle Beiträge erscheinen nach redaktioneller Prüfung gemäß unseren Redaktionsrichtlinien.

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