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Unternehmen

Marktbericht: Hohe Ölpreise schicken Börsen auf Talfahrt

Die Eskalation im Iran-Krieg hat die Ölpreise in die Höhe getrieben und weltweit die Börsen belastet. Der DAX verlor am Freitag 0,2 Prozent, während der Brent-Preis erstmals seit Mai über 100 Dollar pro Barrel stieg.

Olepreise steigen, Börsen sinken

Die Eskalation im Iran-Krieg hat den Preis für das Nordseeöl Brent erstmals seit Mai über die Marke von 100 Dollar pro Barrel getrieben. Dies belastete weltweit die Aktienmärkte, insbesondere den deutschen Leitindex DAX, der am Freitag um 0,2 Prozent auf 24.714 Punkte sank. Der DAX hatte bereits am Vortag seine Gewinne eingebüßt und war unter die 25.000-Punkte-Marke abgerutscht, berichtet Tagesschau.

Der stark gestiegene Ölpreis sorgte zudem für Verluste an den asiatischen Börsen. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans verlor ein Prozent, während der japanische Nikkei-Index 3,0 Prozent und der südkoreanische Kospi 3,7 Prozent einbüßte. In den USA schloss der Dow-Jones-Index um ein Prozent niedriger, während der S&P 500 und der Nasdaq jeweils 1,2 beziehungsweise 2,2 Prozent verloren.

Straße von Hormus und Rotes Meer im Fokus

Die Blockade der strategisch wichtigen Straße von Hormus durch den Iran und Angriffe der Huthi-Miliz auf saudi-arabische Tanker im Roten Meer haben die globale Ölversorgung stark beeinträchtigt. Laut Daten des Analysehauses Kpler passierte am Donnerstag nur ein einziger Tanker die Meerenge, der niedrigste Stand seit dem 7. Mai. Dies führte zu einer doppelten Belastung für den globalen Ölmarkt, wie Nigel Green, Chef der Finanzberatung deVere Group, feststellte: „Zwei der wichtigsten Schifffahrtsrouten der Welt sind im selben Monat bedroht, und die Märkte fangen gerade erst an zu begreifen, was das bedeutet, sagte er laut Tagesschau.

Straße von Hormus und Rotes Meer im Fokus
Photo: n-tv.de

Der US-Ölpreis WTI notierte bei 91,82 Dollar pro Barrel, während der Brent-Preis auf 100,50 Dollar stieg. Die steigenden Ölpreise trugen zu neuen Inflationssorgen bei und trieben die Renditen zehnjähriger US-Staatsanleihen auf den höchsten Stand seit Anfang 2025. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Fed die Zinsen in der kommenden Woche unverändert lässt, lag bei etwa 64 Prozent.

SAP und Intel zeigen gemischte Ergebnisse

Der europäische Softwarekonzern SAP meldete im zweiten Quartal einen deutlich höheren Umsatz: Der Gesamtumsatz stieg um neun Prozent auf 9,88 Milliarden Euro, während der Cloud-Umsatz um 22 Prozent zulegte. Allerdings senkte SAP seinen Ausblick für das operative Ergebnis 2026. Das Management begründete dies mit den nun abgeschlossenen Zukäufen von Dremio und Prior Labs, berichtet Tagesschau.

Marktbericht Fr.18.11.22 – DAX mit starkem Wochenschluss – Ölpreise Talfahrt

Der Chipkonzern Intel profitierte von der boomenden Nachfrage nach Halbleitern für KI-Rechenzentren. Im vergangenen Quartal stieg der Umsatz um 16,1 Milliarden Dollar, während der bereinigte Gewinn pro Aktie auf 42 US-Cent stieg. Die Aktie stieg im nachbörslichen US-Handel um zwölf Prozent, wie n-tv.de berichtet.

Trump-Präsidentschaft und Zölle belasten Märkte

US-Präsident Donald Trump kündigte neue Importzölle von 10 bis 12 Prozent an, die vor allem asiatische Länder treffen sollen. Die Zölle sollen temporäre Abgaben ersetzen, die am Freitag auslaufen. Dies verschärfte den Handelsstreit und führte zu Verlusten an den Börsen in Ostasien. Der südkoreanische Kospi verlor 5,1 Prozent, während der Nikkei-Index 3,1 Prozent einbüßte, schreibt n-tv.de.

Trump-Präsidentschaft und Zölle belasten Märkte
Photo: Tagesschau

Zusätzlich dämpfte der andauernde Iran-Krieg die Stimmung. Die Huthi-Rebellen attackierten saudi-arabische Tanker im Roten Meer, was als alternativer Transportweg für Öl nach der Blockade der Straße von Hormus wichtig war. Trump kündigte an, den Iran für künftige Angriffe zur Verantwortung zu ziehen.

Unklarheiten und Zukunftsvorschau

Die steigenden Ölpreise und die politische Instabilität im Nahen Osten lassen die Märkte unsicher bleiben. Analysten erwarten, dass die Fed in der kommenden Woche ihre Zinspolitik prüfen wird, während die Lage im Iran-Krieg weiter überwacht werden muss. Die Märkte stehen unter Druck, da sowohl die Inflationssorgen als auch die Zollpolitik von Trump neue Risiken darstellen.

Die Zukunft der Börsen hängt stark von der Entwicklung im Iran-Krieg und der Reaktion der Zentralbanken ab. Analysten warnen, dass weitere Spannungen oder eine Zinserhöhung die Märkte weiter belasten könnten. Die nächsten Wochen werden entscheidend für die Stabilität der globalen Finanzmärkte sein.

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David Falk

Über den Autor

David Falk verantwortet das Wirtschafts- und Unternehmensressort von Germanic Nachrichten. Er berichtet ueber Maerkte, Mittelstand, Innovation und strategische Entwicklungen in deutschen und internationalen Unternehmen.

Alle Beiträge erscheinen nach redaktioneller Prüfung gemäß unseren Redaktionsrichtlinien.

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