Die UBS hat in den vergangenen Wochen rund 200 Stellen in London gestrichen, während sich die Integration der Credit Suisse dem Ende nähert. Der Stellenabbau betrifft nach Informationen von Bloomberg verschiedene Bereiche der Bank, darunter das Wealth Management und das Investmentbanking.
Personalabbau im Zuge der Integration
Die jüngsten Kündigungen sind Teil einer umfassenderen Reduzierung der Belegschaft. Seit der Übernahme der Credit Suisse im Frühjahr 2023 hat die UBS weltweit rund 21.500 Vollzeitstellen abgebaut, wie Tippinpoint berichtet. Die Zahl der direkt Beschäftigten sank von ursprünglich 119.100 auf zuletzt 97.593 Ende September 2026. Einschließlich externer Mitarbeitender beschäftigte die Grossbank noch knapp 110.000 Personen. Allein im dritten Quartal schrumpfte der Personalbestand um weitere 2.398 interne und externe Stellen.
UBS streicht rund 200 Stellen in London
Die Bank versucht, die Auswirkungen der Massnahmen abzufedern, indem sie einigen betroffenen Mitarbeitern alternative Positionen innerhalb des Unternehmens anbietet. Die UBS lehnte eine Stellungnahme zu den Berichten von Bloomberg und der Financial Times ab. Auch eine Anfrage der Nachrichtenagentur AWP blieb bislang unbeantwortet.

Einsparungen bei externen Beratern
Neben dem Stellenabbau reduziert die UBS ihre Ausgaben für externe Dienstleister und Berater drastisch. Dies entspricht einem Rückgang um etwa ein Drittel. Während der Integrationsphase hatte das Institut verstärkt auf externe Spezialisten, etwa die Unternehmensberatung Oliver Wyman, zurückgegriffen, um die Migration von mehr als einer Million Kunden auf die UBS-Systeme zu bewältigen. Mit dem Abschluss der Integration fallen diese Aufgaben nun weg.
Normalisierung des Jahresendes
Unabhängig von der Integration der Credit Suisse führt die Bank derzeit eine weitere Runde von Stellenstreichungen in ihrer Investmentbank durch. Laut einem von der Financial Times zitierten Insider steht dieser Schritt im Einklang mit dem üblichen Ansatz der Bank, zum Jahresende Ressourcen und Leistungen zu steuern:

normal year-end approach to managing resources and performance
Insider gegenüber der Financial Times
UBS streicht laut Bericht knapp 200 Stellen in London
Die jüngsten Stellenstreichungen ergänzen weitere Massnahmen für Nachwuchsbanker: Junior-Investmentbanker der UBS in der Region EMEA erhielten in diesem Jahr bei ihrer Beförderung auf die erste Associate-Stufe eine geringere Gehaltserhöhung als bisher üblich. Dies steht in Zusammenhang mit Änderungen an der Vergütungsstruktur der Bank.
Budget für Weihnachtsfeiern bleibt stabil
Trotz der Sparmassnahmen hält die UBS an den Budgets für interne Weihnachtsfeiern fest. Diese verharren laut Inside Paradeplatz auf dem Vorjahresniveau von 75 US-Dollar pro Kopf. Da der Dollarkurs jedoch gefallen ist, entspricht dies in Zürich derzeit etwa 60 Franken, verglichen mit 75 Schweizer Franken im Vorjahr. Die Bank wies Spekulationen zurück, wonach bei grösseren Gruppen das Budget pro Person gekürzt werde; Berichte über eine Kürzung um 10 Prozent bei grossen Party-Runden bezeichnete die UBS als Falschinformation.
Der Integrationsfahrplan sieht vor, dass die Zusammenführung von UBS und Credit Suisse bis Ende des Jahres 2026 abgeschlossen sein soll. Sergio Ermotti hat in den vergangenen Monaten signalisiert, dass dieser Prozess planmässig verläuft und unter anderem die Migration grosser Datenmengen umfasst.
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