Tottenham Hotspur besiegte Coventry City mit 3:1. James Maddison feierte nach 18 Monaten sein Startelf-Comeback und brachte das Team in der 14. Minute in Führung. Roberto de Zerbi hofft, dass der erste Premier-League-Sieg der Saison dem Verein neuen Auftrieb verleiht.
Rückkehr von James Maddison sichert Sieg gegen Coventry City
Roberto de Zerbi hatte vor dem Heimspiel gegen Coventry City alle verfügbaren Register gezogen, von Amateur-Psychologie über Team-Abendessen bis hin zu einem sunshine break in Marbella. Der Befreiungsschlag gelang schließlich durch James Maddisons ersten Startelf-Einsatz seit 18 Monaten. Der 29-Jährige hatte den Großteil der Vorsaison nach einer Verletzung des vorderen Kreuzbands verpasst, gefolgt von einem Schulterbruch im Eröffnungsspiel gegen den FC Brentford in dieser Spielzeit.
Schon in der 14. Minute zeigte Maddison, was den Londonern so lange gefehlt hatte. Nach einem Pass von Mohammed Kudus traf er per Direktabnahme aus 20 Metern unhaltbar für Torhüter Carl Rushworth zum Führungstor. Nach dem Treffer jubelte er mit seiner gewohnten imaginären Darts-Geste und küsste das Vereinswappen, während das Publikum auf den Videoleinwänden applaudierte. Seit seinem letzten Tor im Februar 2025 hatte der Verein lediglich zwölf von 57 Premier-League-Partien gewonnen. Seinem letzten Startelf-Einsatz in Liverpool am 27. April 2025 folgten bis zum aktuellen Spiel 49 Ligaspiele mit nur elf Siegen und 23 Niederlagen.
James Maddison erklärte gegenüber Sky Sports, dass er am Wochenende mit dem Trainer gesprochen habe und das Gefühl hatte, dass es der richtige Moment für seine Rückkehr in die Startelf nach einem etwas holprigen Saisonstart gewesen sei. Er habe einfach gut spielen und seine Fähigkeiten zeigen wollen, um zu verdeutlichen, was dem Team in den letzten 18 Monaten gefehlt habe. Der Trainer habe ihn gebeten zu spielen und wollte den Einsatz von der Seitenlinie aus genießen, was Maddison hoffentlich erreicht habe, wobei ein Tor immer schön sei.
Verlauf im Tottenham Hotspur Stadium
Der Erfolg gegen Coventry City brachte den Gastgeber weg vom Tabellenende. Dennoch bleibt die Bilanz ernüchternd: Es war erst der vierte Ligasieg des Klubs im Jahr 2026 bei 27 absolvierten Partien, zehn Remis und 13 Pleiten. Im eigenen Stadion feierte die Mannschaft erst ihren sechsten Sieg aus den vergangenen 37 Heimspielen in der Meisterschaft.
Das Spiel war keineswegs ein Spaziergang. Nach Maddisons Führungstor glich Jack Rudoni für Coventry City aus. Erst ein sehenswerter Schlenzer von Omar Marmoush, der damit sein erstes Tor für den Klub erzielte, und ein spätes Tor von Ben Davies in der Nachspielzeit nach einem kapitalen Patzer von Torhüter Rushworth machten den 3:1-Endstand perfekt. Neben Maddison stand vor allem Dejan Kulusevski im Fokus, der in der 87. Minute für Kudus eingewechselt wurde und damit sein Comeback nach 526 Tagen Pause wegen einer Knieverletzung gab.
Auswärtsspiel bei Chelsea
Die Rückkehr der beiden Spieler sorgt im Klub für spürbaren Aufwind. De Zerbi betonte, dass Spieler wie Maddison und Kulusevski völlig unterschiedliche Profile mitbringen.
Sie sind unterschiedliche Spieler, unterschiedliche Talente, unterschiedliche Persönlichkeiten. Mit ihnen in der Kabine herrscht eine andere Atmosphäre.
Roberto de Zerbi
Bereits am Samstagabend steht eine schwere Auswärtspartie bei Chelsea an der Stamford Bridge an.
Ob die Trendwende von Dauer ist und ob der Kader den verletzungsbedingten Rückschlag der vergangenen 18 Monate endgültig hinter sich gelassen hat, wird sich zeigen.
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