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Unterhaltung

Resident Evil Requiem: PS5-Discs schlagen Xbox-Gesamtverkäufe

Physische Discs von Resident Evil: Requiem auf der PlayStation 5 erzielten im Jahr 2026 höhere Umsätze als alle verkauften Exemplare des Spiels auf der Xbox-Plattform zusammen. Das belegen aktuelle Marktdaten von Alinea Analytics, die eine tiefe Spaltung zwischen Konsolenplattformen und eine anhaltend starke Nachfrage nach physischen Medien in Japan offenbaren.

Millionenverkäufe und die ungleiche Plattform-Verteilung bei Resident Evil: Requiem

Capcoms Survival-Horror-Hit Resident Evil: Requiem hat die Marke von 500 Millionen US-Dollar Gesamtumsatz überschritten. Weltweit wurden nach Angaben von Alinea Analytics rund 8,5 Millionen Einheiten des Titels auf dem PC, der PlayStation 5 und den Xbox-Konsolen abgesetzt. Doch die Verteilung der Verkäufe zeigt ein starkes Ungleichgewicht zwischen den Plattformen.

Auf der PlayStation 5 landeten schätzungsweise 4,01 Millionen verkaufte Exemplare, was etwa 48,1 Prozent der Gesamtzahl entspricht. Über die digitale Vertriebsplattform Steam wurden rund 3,69 Millionen Einheiten oder 43,4 Prozent verkauft. Die Xbox Series X und S bringt es im Vergleich dazu lediglich auf einen Anteil von 8,6 Prozent, was etwa 731.000 Einheiten entspricht.

Physische PlayStation-Discs übertreffen die gesamte Xbox-Leistung

Besonders deutlich wird die Diskrepanz beim Blick auf das physische Geschäft. Analyst Rhys Elliott ermittelte, dass allein die Disc-Verkäufe von Resident Evil: Requiem auf der PlayStation das gesamte Xbox-Ergebnis des Spiels – physisch wie digital kombiniert – um den Faktor 1,8 übertreffen. Etwa 30,2 Prozent des PlayStation-Umsatzes des Spiels stammen aus dem Verkauf von physischen Discs, was rund 1,3 Millionen verkauften Exemplaren entspricht.

Ähnliche Muster zeigen sich bei anderen großen Titeln der aktuellen Konsolengeneration. Marvel’s Wolverine verzeichnete Disc-Verkäufe von 32,3 Prozent, was rund 799.000 physischen Exemplaren von insgesamt 2,6 Millionen verkauften Einheiten entspricht. Zu den weiteren großen Titeln gehören 007 First Light mit 873.000 verkauften Disc-Einheiten, was einem Anteil von 29 Prozent entspricht, sowie EA Sports FC 27 mit 705.000 physischen Einheiten und Assassin’s Creed Black Flag Resynced mit 613.000 physischen Exemplaren. Crimson Desert verzeichnete 511.000 physische Verkäufe. Insgesamt steuerten die umsatzstärksten physischen Sony-Titel – darunter Requiem, First Light, Wolverine, FC 27, Black Flag Resynced, Crimson Desert, Pragmata und Onimusha Way of the Sword – zusammen 1,2 Milliarden US-Dollar an physischen Erlösen bei, wobei allein Resident Evil: Requiem rund 92,3 Millionen US-Dollar an physischem Umsatz generierte.

Vollständig anders stellt sich die Situation bei Sportspielen dar: EA Sports FC 27, das als volumenstärkstes Spiel auf der PlayStation gilt, verdankt lediglich 8,9 Prozent seiner Verkäufe dem physischen Handel.

Japanische Kultur und der Druck zur Digitalisierung bei Sony

Einen wesentlichen Einfluss auf die weltweiten physischen Verkaufszahlen hat der japanische Markt, in dem physische Medien traditionell stark verankert sind. Bei Titeln wie Pragmata und Onimusha: Way of the Sword lag der Anteil physischer Verkäufe bei jeweils rund 44 Prozent. Japan steuert dabei elf bis zwölf Prozent zu den weltweiten Gesamtzahlen dieser Spiele bei.

Resident Evil Requiem: PS5-Discs schlagen Xbox-Gesamtverkäufe
Foto: TechPowerUp

Vor diesem Hintergrund erscheint Sonys Produktstrategie in Japan als gezielter Testlauf. Das Unternehmen brachte dort die neue PlayStation 5 Black als rein digitale, exklusive Variante für rund 350 US-Dollar auf den Markt, während ein separates Laufwerk für etwa 75 US-Dollar angeboten wird. Analysten werten diesen Schritt als bewussten Versuch, Konsumenten in einer physisch orientierten Region zum digitalen Kauf zu drängen.

Physische Discs sind zu einer Metapher für den tatsächlichen Besitz von Spielen geworden, und der Unmut über deren Abschaffung ist wohl eher ein Mentalitätsproblem.

Ken Kutaragi, PlayStation-Gründer

Der Ausblick auf den physischen Medienmarkt

Obwohl das gesamte physische Geschäft für Spiele, die 2026 auf PlayStation 5 und PlayStation 4 erschienen sind, mit 655 Millionen US-Dollar weniger als 20 Prozent des Jahresumsatzes ausmacht, zeigen die aktuellen Daten eine treue Käuferschaft für narrative Einzelspieler-Titel. Sony hält dennoch an seiner Strategie fest, die Produktion physischer Medien schrittweise einzustellen, um höhere Margen im digitalen Vertrieb zu erzielen und den Gebrauchthandel einzuschränken.

Resident Evil Requiem: PS5-Discs schlagen Xbox-Gesamtverkäufe
Foto: finance.yahoo.com
Resident Evil: Requiem – Part 8
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Sophie Krueger

Über den Autor

Sophie Krueger leitet das Unterhaltungsressort von Germanic Nachrichten. Ihr Schwerpunkt liegt auf Film, Streaming, Popkultur und prominenten Entwicklungen mit redaktioneller Einordnung und sauberer Quellenlage.

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