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Operation Protect the Vote in Kalifornien: Bundesbehörden durchsuchen Region Commerce

Die Bundesstrafverfolgungsbehörden haben am Montag in ganz Kalifornien die Operation Protect the Vote eingeleitet und mehr als zwei Dutzend Personen festgenommen, denen betrügerische Wählerregistrierung vorgeworfen wird. Die Razzia folgt auf eine Klage des Justizministeriums, die darauf abzielt, die Auszählung von rund 20,000 als verdächtig eingestuften Stimmzetteln im Vorfeld der Zwischenwahlen am 3. November zu blockieren.

Das Justizministerium in Washington hat seinen juristischen Druck auf Kalifornien massiv verschärft. Im Zentrum des Konflikts steht eine Liste mit rund 20.000 registrierten Wählern, die nach behördlichen Angaben mutmaßlich keine US-Bürger sind. Am Montag weitete sich die Auseinandersetzung auf die Straße aus, als Bundesbehörden in der Region Commerce eine koordinierte Razzia durchführten.

Das Bundesverfahren gegen Kalifornien und die umstrittene Wählerliste

Die juristische Auseinandersetzung begann am Dienstag vor dem Wahltag, als das Justizministerium den Bundesstaat und den Bezirk Los Angeles aufforderte, die Bürgerrechte der Betroffenen binnen 48 Stunden zu überprüfen oder deren Stimmen zurückzuhalten. Da diese Frist verstrich, ohne dass die lokalen Behörden auf die Forderungen eingingen, reichte das Ministerium Klage ein. Der Bundesstaat soll nun per Gerichtsbeschluss daran gehindert werden, die per Briefwahl eingereichten Stimmen der auf der Liste geführten Personen auszuzählen, bis deren Staatsbürgerschaft zweifelsfrei feststeht.

Operation Protect the Vote in Kalifornien: Bundesbehörden durchsuchen Region Commerce
Foto: HuffPost

Bundesbeamte übergaben dem Kreis Los Angeles einen geschützten USB-Stick, der die Namen der Betroffenen enthält. Der Staat lehnte den Zugriff jedoch ab. Der kalifornische Generalstaatsanwalt Rob Bonta und andere Landesvertreter argumentierten, dass das Speichermedium nicht als sicher eingestuft sei und die Prüfung geltende Datenschutzrichtlinien verletzen würde. Zudem warfen sie der Bundesregierung vor, keinerlei überprüfbare Beweise für die Vorwürfe vorgelegt zu haben.

Razzien im Rahmen von Operation Protect the Vote in Commerce

Am frühen Montagmorgen schlugen Agenten des Ministeriums für Innere Sicherheit in der Industrie- und Handelszone von Commerce zu. Die Festnahmen erfolgten im Rahmen der landesweiten Initiative Operation Protect the Vote. Bundesstaatsanwalt Bill Essayli erklärte nach den Einsätzen, die Festnahmen würden die Vermutungen des Bundes untermauern. Bill Essayli betonte: Nichtstaatsbürger wählen bei Wahlen in Kalifornien, was verfassungswidrig und illegal ist.

href="http://www.youtube.com/watch?v=5r36rLu26fw" class="lQkvvf">www.youtube.com/watch?v=5r36rLu26fw Posted on X 10/18/26 7:11 PM

Unter den Festgenommenen befindet sich der 72-jährige Omar Alexander Muñoz, ein Staatsangehöriger von Belize, der in Commerce festgenommen wurde.

Warnungen an Wahlhelfer und scharfe Reaktionen aus der Politik

Die Eskalation erreichte eine neue Stufe, als das Justizministerium lokale Wahlhelfer explizit vor Strafverfolgung warnte. In einem Schreiben des kommissarischen stellvertretenden US-Generalstaatsanwalts Trent McCotter an die Rechtsabteilung des Bezirks Los Angeles hieß es, dass Personen, die Stimmzettel von mutmaßlichen Nichtstaatsbürgern auswerten, sich als Gehilfen und Anstifter einer Bundesstraftat strafbar machen. Präsident Donald Trump bekräftigte diese Drohung über soziale Medien und erklärte, beteiligte Beamte müssten mit langen Haftstrafen rechnen.

Trent McCotter erklärte: Die rechtlichen Konsequenzen, wenn man eine Bundesstraftat entweder begünstigt oder ignoriert, sind erheblich. Die Stimmabgabe von Nichtstaatsbürgern bei einer Bundeswahl ist eine Bundesstraftat — und die wissentliche Beihilfe zu einem solchen Verhalten ist gleichermaßen ungesetzlich.

Operation Protect the Vote in Kalifornien: Bundesbehörden durchsuchen Region Commerce
Foto: Los Angeles Times

Kalifornische Politiker verurteilten das Vorgehen scharf. Gouverneur Gavin Newsom warf der Bundesregierung vor, die bevorstehenden Zwischenwahlen manipulieren zu wollen. Ähnlich äußerte sich der kalifornische Alex Padilla, der von einem beispiellosen Machtmissbrauch sprach. Bürgerrechtsorganisationen wie die NAACP, das Legal Defense Fund-Netzwerk sowie das Campaign Legal Center schalteten sich ebenfalls ein und stellten Anträge auf Intervention, um die Stimmabgabe der betroffenen Bürger zu schützen.

Juristische Bedenken und der Zeitplan bis zum 3. November

Rechtsexperten weisen darauf hin, dass das Vorgehen der Regierung kurz vor dem entscheidenden Wahltermin auf erhebliche rechtliche Hürden stößt. Rick Hasen, Direktor des Safeguarding Democracy Project an der UCLA School of Law, erklärte, ihm sei ein vergleichbares Vorgehen so kurz vor einer Wahl noch nie untergekommen. Es verstoße möglicherweise gegen den National Voter Registration Act.

Operation Protect the Vote in Kalifornien: Bundesbehörden durchsuchen Region Commerce
Foto: KQED

Mit Blick auf den 3. November hat der Konflikt eine enorme politische Bedeutung, da Kalifornien bei der Entscheidung über die künftigen Mehrheiten im US-Repräsentantenhaus das Zuwanderer- und Wählerpotenzial maßgeblich beeinflusst. Bislang haben Millionen Wähler im Bundesstaat ihre Stimmen bereits per Briefwahl abgegeben.

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Jonas Becker

Über den Autor

Jonas Becker verantwortet das Nachrichtenressort von Germanic Nachrichten. Sein Fokus liegt auf schneller, praeziser und sauber verifizierter Berichterstattung zu Politik, Gesellschaft und aktuellen Entwicklungen in Deutschland.

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