Ein Entwicklungsfehler auf Steam führte am 1. Oktober 2026 zu einem versehentlichen 80-Prozent-Rabatt für den Ego-Shooter Pax Autocratica. Statt des regulären Preises von knapp 30 Euro kostete das Spiel vorübergehend rund sechs Euro, was in der Community Furcht vor einer bevorstehenden Pleite des Studios auslöste.
Normalerweise sorgt ein drastischer Preissturz auf Steam für Freude bei PC-Spielern. Als der am 10. August 2026 im Early Access veröffentlichte Ego-Shooter Pax Autocratica plötzlich mit einem Nachlass von 80 Prozent angeboten wurde, schrillten bei der Community jedoch die Alarmglocken. Statt der üblichen knapp 30 Euro war das Sci-Fi-Projekt für rund sechs Euro zu haben, wie Gamestar berichtet.
Unterstützer befürchteten in den Foren das sofortige Ende der Entwicklung oder eine Pleite des Studios. Die Sorge schien nicht völlig aus der Luft gegriffen, da ein derart extremer Preisverfall kurz nach dem Release als schlechtes Omen interpretiert werden kann. Das Spiel kombiniert eine düstere Singleplayer-Koloniesimulation mit Roguelite-Gefechten gegen KI-Feinde und weist zu 91 Prozent positive Bewertungen bei insgesamt 3.954 Steam-Reviews auf. Am Release-Tag verzeichnete das Spiel in der Spitze über 6.000 gleichzeitig aktive Spieler.
Entwickler räumen Konfigurationsfehler ein
Um die verunsicherte Spielerschaft zu beruhigen, meldete sich das Entwicklerstudio Multiverse rasch auf Reddit zu Wort. Der Studio-Chef räumte ein Versehen ein und erklärte, dass lediglich ein Nachlass von 20 Prozent beabsichtigt war, bei der Konfiguration der Rabattaktion jedoch der falsche Prozentsatz eingegeben wurde.
Ich schulde allen eine Entschuldigung. Der aktuelle Rabatt von 80 Prozent wurde versehentlich eingestellt. Beabsichtigt war ein Nachlass von 20 Prozent, bei der Konfiguration der Aktion wurde jedoch der falsche Prozentsatz eingegeben.
Multiverse, Entwicklerstudio von Pax Autocratica
Die Entwickler stellten unmissverständlich klar, dass die Entwicklung nicht eingestellt wird und es sich keineswegs um einen Ausverkaufs- oder Schließungs-Sale handelt. Man arbeite weiterhin aktiv am Spiel und an größeren Early-Access-Updates.
Spunghafte Spielerzahlen nach dem Preissturz
In Zusammenarbeit mit dem Steam Support ließ sich das Problem beheben, allerdings nicht, bevor zahlreiche Spieler das günstige Angebot nutzten. Die Spielerzahlen stiegen daraufhin sprunghaft an: Während am 30. September noch 195 Spieler gleichzeitig aktiv waren, kletterte der Wert am 2. Oktober auf eine Spitze von 2.770 Spielern.
Der Entwickler-Chef zeigte sich im Rückblick erleichtert, dass der Fehler schnell korrigiert wurde, und äußerte sich drastisch zum potenziellen Ausmaß:.
Am ersten Verkaufstag wäre ich fast zusammengebrochen. […] Wäre das eine Woche lang so weitergegangen, hätte mich unser Team wohl gelyncht.
Entwickler-Chef, Multiverse
Glücklicherweise konnte der Fehler jedoch zeitnah behoben werden, sodass die Situation unter Kontrolle kam und das Team den plötzlichen Anstieg der Spielerzahlen erfolgreich bewältigen konnte.
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