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Unterhaltung

Ken Kutaragi verteidigt Abschied von physischen Spieldiscs

Ken Kutaragi erklärt die scharfe Kritik an Sonys Abschied von physischen Spielediscs ab Januar 2028 für ein reines Einstellungsproblem. Der PlayStation-Schöpfer sieht den digitalen Wandel wirtschaftlich als logisch an, während Spieler um ihre Besitzrechte bangen.

Ken Kutaragi verteidigt den digitalen Wandel im Interview

In einem Gespräch auf dem Game Republic New Horizons Event bezog der ehemalige Sony-Manager klar Stellung zu den anhaltenden Reibereien zwischen dem Unternehmen und treuen Fans. Die Abkehr von der Disc sei keine böse Absicht, sondern eine Anpassung an eine längst digital vernetzte Welt. Kutaragi zog dabei einen direkten Vergleich zu alltäglichen Gebrauchsgegenständen und betonte, dass niemand physische Datenträger für netzgebundene Alltagselektronik fordere. Er erklärte dazu, dass die Netzwerkfähigkeit zu Zeiten der PS2 und PS3 noch nicht so verbreitet war wie heute, während mittlerweile unzählige Menschen verbunden sind. Obwohl er nicht mehr der CEO bei PlayStation ist, teilt er laut eigener Aussage noch einige gemeinsame Standpunkte mit dem Unternehmen. Früher lief Sonys Gaming-Geschäft über die ersten drei Konsolengenerationen unter seiner Leitung. Dabei betonte er, dass die Zäsur bei physischen Medien für ihn eine Frage der Mentalität darstellt. Bereits in früheren Zeiten, etwa im Jahr 2006, blickte er auf eine Zukunft ohne Discs und Festplatten durch Game-Streaming. Zudem erinnerte er daran, dass er die PlayStation einst gegen den Willen und das Urteil vieler anderer im Unternehmen ins Leben rief, was sich durch seine Hartnäckigkeit letztlich auszahlte.

Er selbst habe das Unternehmen bereits im Juni 2007 verlassen, wie Berichte zeigen, und besitze keine direkten Einblicke in aktuelle Vorstandsbeschlüsse. Dennoch beobachtet er die strategische Neuausrichtung mit großem Interesse. Die heutige Führungsebene bei Sony Interactive Entertainment setze stark auf Zuwachs aus Streaming- und Cloud-Bereichen wie dem ehemaligen Anbieter Gaikai. Dadurch wandele sich the Konsole von der reinen Hardware-Maschine zum universellen Inhaltsterminal. Shawn Layden, welcher als Chairman von Sony Interactive Entertainment Worldwide Studios fungierte, äußerte sich im Rahmen eines Auftritts im Expansion Podcast ebenfalls zu dieser Thematik und erklärte, dass der Mangel an Wiederverkaufsoptionen bedeutet, dass man eine Sache letztlich auch nicht besitzt. Während Fans befürchten, dass ein rein digitales Ökosystem Sony unbeschränkte Kontrolle über erworbene Titel gibt, merkte ein Kongressabgeordneter an, den Verkauf digitaler Spiele regulieren zu wollen. Bis dato hat Sony keinerlei Pläne angekündigt, die Entscheidung rückgängig zu machen oder zusätzliche Zusicherungen zum Umgang mit digitalen Spielen zu veröffentlichen.

"Father of PlayStation" Says Game Ownership Is a "Mentality" – IGN Daily Fix

Wirtschaftlicher Druck und die Sorgen der Community

Hinter den Kulissen steht Sony unter erheblichem wirtschaftlichen Druck. Steigende Komponentenkosten durch den Einfluss von KI-Rechenzentren und protektionistische US-Zölle belasten die Kalkulation kommender Hardware-Generationen massiv. Sid Shuman, Senior Director bei Sony Interactive Entertainment Content Communications, bekräftigte im offiziellen PlayStation Blog, dass die schrittweise Einstellung der Disc-Produktion ab Januar 2028 lediglich den veränderten Präferenzen der Mehrheit folge. Neue Spiele sollen fortan exklusiv im PlayStation Store und bei Handelspartnern in rein digitaler Form angeboten werden. Bereits vor Januar 2028 veröffentlichte oder geplante Titel sind von diesem Übergang nicht betroffen. Auch Kutaragi hält es für wirtschaftlich nicht vertretbar, an physischen Medien festzuhalten.

Künftige Konsolen und die Zukunft des Gamings

Neben dem Disc-Aus treibt den Branchenveteranen vor allem die generelle Teuerung von technischer Hardware um.

Ken Kutaragi verteidigt Abschied von physischen Spieldiscs
Foto: Yahoo Tech

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Sophie Krueger

Über den Autor

Sophie Krueger leitet das Unterhaltungsressort von Germanic Nachrichten. Ihr Schwerpunkt liegt auf Film, Streaming, Popkultur und prominenten Entwicklungen mit redaktioneller Einordnung und sauberer Quellenlage.

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