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Gesundheit

Grippe in Sachsen: Experten erwarten Höhepunkt erst im Februar oder März

In Sachsen wurden die ersten Influenzafälle und ein erster Todesfall der laufenden Saison gemeldet, während Experten den Höhepunkt der Welle erst für Februar oder März erwarten.

Die aktuellen Meldezahlen sprechen für eine eher moderate Entwicklung der Influenzawelle in Sachsen, obwohl der Start etwas früher erfolgt ist als sonst. Nach Angaben von Christoph Lübbert, leitender Infektiologe am Universitätsklinikum Leipzig (UKL), ist die Aktivität der Viren von anfänglich 30 Fällen pro Woche auf zuletzt 47 gestiegen.

Diese Zahlen spiegeln lediglich die positiv getesteten Fälle wider, während die tatsächliche Dunkelziffer höher liegt. Auch am UKL werden laut Lübbert bisher nur sehr wenige Patientinnen und Patienten mit Grippebeschwerden behandelt.

Grippe in Sachsen: Experten erwarten Höhepunkt erst im Februar oder März
Foto: publichealth.jhu.edu

Neben Influenza sind auch SARS-CoV-2 und RS-Viren im Umlauf. Laut Lübbert verläuft das Infektionsgeschehen überlagernd, da sich Erreger auf epidemiologischer Ebene zeitweise gegenseitig blockieren, was als virale Interferenz bezeichnet wird. Während das Coronavirus im Herbst spürbar aktiv ist, wird ein Absinken der Fallzahlen um die Weihnachtszeit erwartet.

RS-Viren hingegen erreichten in der vergangenen Saison ihr Maximum erst Ende März. Den echten Startschuss für die Grippewelle erwartet Lübbert für die Weihnachtsfeiertage mit ihren vielen Kontakten und Reisebewegungen, gefolgt von einem Höhepunkt im Februar und März.

Eine echte Influenza geht mit starkem Krankheitsgefühl und akuten Symptomen einher und unterscheidet sich deutlich von einer normalen Erkältung. Die jährliche Schutzimpfung senkt dieses Risiko und reduziert die Gesamtsterblichkeit von Herzerkrankten um rund 18 Prozent.

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Dr. Lena Hartmann

Über den Autor

Dr. Lena Hartmann leitet das Gesundheitsressort von Germanic Nachrichten. Sie berichtet seit ueber zehn Jahren ueber Praevention, Medizinpolitik und digitale Gesundheit und legt besonderen Wert auf verstaendliche, quellenbasierte Einordnung.

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