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Unternehmen

Green Charge elektrifiziert Schwerverkehr in Sinabelkirchen mit KI-Steuerung

Auf dem Areal von Jerich Logistics in Sinabelkirchen stehen E-Ladestationen für Lastkraftwagen und Personenkraftwagen bereit. Das System verknüpft eine Photovoltaikanlage auf dem Dach mit einem Großspeicher und der Ladeinfrastruktur. Ins Leben gerufen wurde diese Lösung von Jerich-Geschäftsführerin Daniela Müller-Mezin und Solarel-Geschäftsführer Anton Reicht, die dafür die Firma Green Charge gegründet haben, wie Meinbezirk berichtet, berichtet Ladesofort.

Intelligente Stromverteilung für den Güterverkehr

Die Anlage arbeitet marktorientiert. Anhand der Strompreise am Day-Ahead-Markt entscheidet die Steuerung selbstständig, ob Energie aus dem öffentlichen Netz oder aus dem Speicher fließt. Gleichzeitig erkennt das System den individuellen Ladebedarf der Fahrzeuge und passt den Prozess an. Ungesteuertes Laden ohne Bedarfserkennung gilt dabei als Worst-Case-Szenario. Durch Load Shifting, den Multiusebetrieb von Speichern sowie den Einsatz von Normal- und Schnellladestationen werden die Ressourcen optimal genutzt.

Ausbau der Flotte und regionale Energievision

Im Transportwesen spielt die Ladegeschwindigkeit eine zentrale Rolle. Bei Jerich sind derzeit fünf Elektro-Lkw im Einsatz. Ab Februar 2027 soll die Flotte um fünf weitere Fahrzeuge mit höherer Reichweite ergänzt werden. Die Ladepunkte sind nicht nur für den eigenen Fuhrpark reserviert; auch externe Frächter und Pkw-Fahrer können die Infrastruktur über die beantragbare Green-Charge-Card nutzen. Zudem kümmert sich ein österreichweit verfügbares Serviceteam um die Behebung technischer Störungen.

Technische Daten der Anlage in Sinabelkirchen

Die technischen Kennzahlen des Energiesystems verteilen sich auf konkrete Leistungswerte.

KomponenteWert
Photovoltaik1,3 MWp
Großspeicher2.000 kWh
Ladepunkte für E-Lkw3 Ladepunkte
Ladepunkte für E-Autos/Pkw8 Ladepunkte

Die Energielösung ist ein Baustein für die Energievision des Steirischen Vulkanlandes. Diese sieht vor, Strom, Wärme und Mobilitätsenergie bis 2035 zu 100 Prozent aus erneuerbaren Quellen in der Region zu erzeugen. Vulkanlandobmann und Feldbacher Bürgermeister Josef Ober sprach von einer Pionierleistung, die ohne Überlastung des Stromnetszes erzielt wird.

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David Falk

Über den Autor

David Falk verantwortet das Wirtschafts- und Unternehmensressort von Germanic Nachrichten. Er berichtet ueber Maerkte, Mittelstand, Innovation und strategische Entwicklungen in deutschen und internationalen Unternehmen.

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