Zum Inhalt springen
Gesundheit

Gesundheitsexperten empfehlen Grippeschutzimpfung bis Ende Oktober

Gesundheitsexperten empfehlen dringend, sich im September und Oktober gegen Grippe impfen zu lassen, bevor die Welle im Winter rollt. Für die Saison stehen dreifach wirksame Trivalent-Impfstoffe und erstmals auch eine mRNA-Option zur Verfügung. Die Impfung schützt zuverlässig vor schweren Verläufen und Krankenhausaufenthalten.

Warum der Herbst der ideale Zeitpunkt für die Grippeschutzimpfung ist

Der Herbst bringt nicht nur kühlere Temperaturen und den Schulstart mit sich, sondern läutet auch die traditionelle Saison für Atemwegserkrankungen ein. Mediziner raten dringend dazu, den Gang zum Arzt oder in die Apotheke nicht hinauszuzögern. Da die Grippewelle in den USA typischerweise zwischen Dezember und Februar ihren Höhepunkt erreicht und bis in den Mai hinein andauert, bietet der Spätsommer und der Oktober das perfekte Zeitfenster für den Schutz.

Vorläufige Schätzungen der Centers for Disease Control and Prevention zeigen, dass es während der Grippesaison 2025–2026 zwischen 32 Millionen und 57 Millionen Grippefälle gab. Wer sich jetzt impfen lässt, gibt dem Körper die notwendige Zeit, um einen wirksamen Schutz aufzubauen. Es dauert etwa zwei Wochen nach der Impfung, bis Antikörper im Körper entstehen, die vor Grippe schützen, teilten die US-Zentren für Seuchenkontrolle und Prävention (CDC) mit.

Wie die Centers for Disease Control and Prevention laut der Naples Daily News betonten: „Idealerweise sollte sich jeder bis Ende Oktober impfen lassen.

Man receiving flu shot
Foto: YaleNews

Neue Impfstoff-Optionen und die Lehren aus der vergangenen Saison

Die bevorstehende Saison konfrontiert das Gesundheitssystem mit der Erinnerung an den vergangenen Winter, der von einem neu mutierten Stamm namens Subclade K geprägt war. Damals erreichten die Arztbesuche wegen influenzaähnlicher Erkrankungen den höchsten Stand seit einem Vierteljahrhundert, da der klassische Impfstoff den neuen Stamm nur unzureichend abdeckte. Für die aktuelle Saison wurden die Vakzine angepasst. Alle herkömmlichen Präparate für die Saison 2026–2027 sind als trivalente Impfstoffe konzipiert, die gezielt drei Virusvarianten attackieren – darunter zwei Influenza-A-Stämme sowie einen Vertreter der B/Victoria-Linie. Die neuen Vakzine wurden so konzipiert, dass sie gegen das Virus schützen, das im Laufe der vorangegangenen Saison zirkulierte.

Eine technische Neuerung erweitert in diesem Jahr das Portfolio: Erstmals hat die US-Arzneimittelbehörde FDA eine Grippeschutzimpfung auf Basis der mRNA-Technologie für Erwachsene ab 50 Jahren zugelassen. Der Impfstoff mFlusiva wurde von Moderna entwickelt. Große klinische Studien mit rund 41.000 Erwachsenen zeigten, dass das mRNA-Präparat bei den 50- bis 64-Jährigen etwa 27 Prozent effektiver vor symptomatischen Erkrankungen schützte als eine herkömmliche Standarddosis.

Gesundheitsexperten empfehlen Grippeschutzimpfung bis Ende Oktober
Foto: Naples Daily News

Zusätzlich zur klassischen Injektion in den Arm bleibt das nasale Spray FluMist eine verfügbare Option für Menschen, die keine Nadeln mögen oder die Anwendung selbst durchführen möchten. Neben den Standarddosen stehen auch hochdosierte Optionen zur Verfügung, während für ältere Erwachsene über 65 Jahren spezielle Varianten empfohlen werden.

Welche Risikogruppen besonders gefährdet sind und wo die Impfung bereitsteht

  • Schwangere Frauen

Bei Eskenazi Health ist die Impfung für Personen ab 11 Jahren ohne Termin in den Apothekenstandorten erhältlich, während etablierte Patienten über sechs Monate Termine vereinbaren können. Auch medizinische Fachgesellschaften wie die American Academy of Family Physicians betonen, dass keine Zeit mit dem Warten auf bestimmte Marken vergeudet werden sollte.

Die beste Grippeimpfung ist die, die Sie tatsächlich bekommen“, betonte Scott Roberts mit Blick auf die verschiedenen Präparate. Letztlich gehe es nicht darum, die perfekte Marke abzuwarten, sondern den Körper rechtzeitig vor den schweren Komplikationen der Influenza zu bewahren.

Teilen Facebook X WhatsApp E-Mail
Dr. Lena Hartmann

Über den Autor

Dr. Lena Hartmann leitet das Gesundheitsressort von Germanic Nachrichten. Sie berichtet seit ueber zehn Jahren ueber Praevention, Medizinpolitik und digitale Gesundheit und legt besonderen Wert auf verstaendliche, quellenbasierte Einordnung.

Alle Beiträge erscheinen nach redaktioneller Prüfung gemäß unseren Redaktionsrichtlinien.