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Frühe Schwächung des Polarwirbels könnte kälteres Wetter für das UK bringen

Eine beispiellose und ungewöhnlich frühe Schwächung des Polarwirbels in der Stratosphäre sorgt derzeit für erhebliche Unsicherheiten bei den Winterprognosen. Wie unter anderem Yahoo News Malaysia berichtet, handelt es sich nach rund 75 Jahren meteorologischer Beobachtungen um den frühesten bekannten Vorfall dieser Art im November. Meteorologen prüfen nun, ob diese Entwicklung kälteres Wetter, Frost oder sogar Schnee für London und Teile des Vereinigten Königreichs bringen könnte. Eine konkrete Warnung oder Garantie für Schneefall gibt es zum gegenwärtigen Zeitpunkt jedoch nicht.

Polarwirbel zeigt frühe Anomalien

Der Polarwirbel bildet sich jeden Herbst hoch über der Arktis, wenn die Temperaturen in der Stratosphäre in einer Höhe von etwa 10 bis 30 Meilen (15 bis 50 Kilometer) stark abfallen. Dabei entstehen kräftige Westwinde, die die kälteste Luft der Erde rund um den Pol einschließen. Atmosphärische Störungen können jedoch zu einer Erwärmung der Luftmassen führen, wodurch die Winde des Wirbels erheblich geschwächt werden oder ihre Richtung sogar umkehren können. Ein solches Ereignis wird als plötzliche stratosphärische Erwärmung bezeichnet.

In den vergangenen Tagen hat sich der Polarwirbel infolge solcher Prozesse deutlich von seiner gewohnten Position über dem Nordpol verschoben, gestreckt und kurzzeitig in zwei kleinere Zirkulationen aufgespalten. Sollten sich die Winde wie vorhergesagt weiter abschwächen und umkehren, würde dies als offizielles, durgehendes und schwerwiegendes SSW-Ereignis eingestuft werden. Bisher traten derartige Ereignisse meist erst ab dem Hochwinter auf; die bisherigen Rekorde für das früheste Auftreten datierten jeweils vom 28. November in den Jahren 1969 und 2025.

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Foto: britainpost.com

Wissenschaft sucht nach Gründen für den Trend

Die genauen Ursachen für die außergewöhnliche Frühzeitigkeit dieses Phänomens sind laut The UK Pulse noch unklar. Es könnte sich um eine natürliche Variabilität in den Wettermustern handeln.

Gleichzeitig wird jedoch untersucht, ob der derzeit starke El Niño im Pazifik eine Rolle spielt, auch wenn ein direkter Zusammenhang zwischen El Niño und einem derart frühen Beginn wissenschaftlich noch weiterer Forschung bedarf.

🚨 STRATOSPHERIC WARMING EVENT! Polar Vortex Disruption Could Bring Cold & Winter Weather! 🥶🌎

Jeff Knight, Leitender Klimawissenschaftler beim Met Office, erklärte gegenüber der BBC, dass es sich hierbei um das mit Abstand früheste Ereignis in der 75-jährigen Beobachtungshistorie handele und Experten darin ein sehr ungewöhnliches Phänomen sehen. Professor Andrew Perez-Charlton von der University of Reading wies darauf hin, dass die typische Reaktion auf ein solches Ereignis zwar kältere und trockenere Bedingungen über Europa und dem Vereinigten Königreich sind, es aufgrund der bisher beispiellosen Natur dieses Vorfalls jedoch besonders schwierig sei, einen konkreten Kälteeinbruch vorherzusagen.

Folgen für das Wetter am Boden

Ob und wann sich die stratosphärischen Veränderungen auf das Wetter am Boden auswirken, ist unklar. Das Met Office betont, dass zwischen stratosphärischen Ereignissen und deren spürbaren Folgen an der Erdoberfläche oft zwei bis sechs Wochen vergehen können. Entsprechend könnten etwaige Effekte erst im späten November oder im Dezember spürbar werden.

Historische Präzedenzorte zeigen zwar, dass gestörte Polarwirbel – wie etwa beim „Beast from the East im Februar und März 2018 – extreme Wetterlagen mit Frost und starkem Schneefall auslösen können, doch gleicht kein Ereignis dem anderen. Zudem blicken Regionen wie England und Wales auf anhaltende Dürrephasen zurück, weshalb ein feuchterer Winter zur Auffüllung der extrem niedrigen Reservoirs dringend erforderlich ist. Das Met Office rät der Bevölkerung daher, stattdessen die tagesaktuellen regionalen Vorhersagen zu verfolgen.

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David Falk

Über den Autor

David Falk verantwortet das Wirtschafts- und Unternehmensressort von Germanic Nachrichten. Er berichtet ueber Maerkte, Mittelstand, Innovation und strategische Entwicklungen in deutschen und internationalen Unternehmen.

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