Drei Männer, die von der US-Abgeordneten Nancy Mace im Februar 2025 in einer Rede im Repräsentantenhaus der sexuellen Straftaten beschuldigt worden waren, sind am Mittwoch, dem 14. Oktober 2026, in Charleston, South Carolina, festgenommen worden. Die Vorwürfe beziehen sich auf einen Vorfall aus dem Jahr 2018.
Festnahmen und Vorwürfe in Charleston
Die Festnahmen von Nancy Maces Ex-Verlobtem Patrick Bryant sowie von John Osborne und Eric Bowman erfolgten am Mittwoch durch die Ermittlungsbehörde von South Carolina, das State Law Enforcement Division. Die drei Männer wurden in das Gefängnis des Charleston County eingeliefert. Ein vierter Mann, den Mace in ihrer früheren Rede ebenfalls genannt hatte, blieb zunächst ohne Strafanzeige.
Die Haftbefehle listen Anschuldigungen auf, die sich auf den 26. Oktober 2018 datieren – rund vier Jahre vor der Verlobung von Mace und Bryant. Demnach kehrte eine damals 23-jährige Frau nach Alkoholkonsum in Bowmans Haus auf Sullivan’s Island zurück. Sie stürzte betrunken in den Pool, zog sich um und schlief auf einer Couch ein, wo sie sich mit einem Kissen zudeckte.
Laut den Dokumenten besprachen Bowman, Bryant und Osborne sexuelle Handlungen und vereinbarten, dass Bowman und Bryant zuschauen sollten, während Osborne sexuelle Handlungen an der wehrlosen Frau vornahm. Ein anonymer Zeuge beobachtete das Geschehen über die Überwachungskameras des Hauses, sicherte Fotos von dem Video-Feed und hielt die Beobachtungen in einem Tagebuch fest.

Konkrete Vorwürfe gegen die Beschuldigten
Die drei Männer sehen sich nun unterschiedlichen strafrechtlichen Vorwürfen gegenüber, die von Voyeurismus bis hin zu schwerer Körperverletzung und sexueller Nötigung reichen.
| Beschuldigter | Wohnort | Strafvorwürfe | Kaution |
|---|---|---|---|
| John Osborne | Charleston | Zwei Anklagen wegen sexueller Nötigung dritten Grades, Körperverletzung ersten Grades | 75.000 Dollar |
| Patrick Bryant | Mount Pleasant | Voyeurismus | 50.000 Dollar |
| Eric Bowman | Sullivans Island | Voyeurismus, Behinderung der Justiz, Veröffentlichung des Namens eines Opfers | 50.000 Dollar |
Zusätzlich wird Bowman beschuldigt, den Namen der Frau in den sozialen Medien verbreitet und ein Video von ihr geteilt zu haben, obwohl ihm die laufende Untersuchung der Ermittlungsbehörde bekannt war.
Der Weg von der Rede im Repräsentantenhaus bis zur Anklage
Die aktuellen Festnahmen lassen sich direkt auf eine aufsehenerregende, einstündige Rede zurückführen, die Mace im Februar 2025 auf dem Boden des Repräsentantenhauses hielt. Damals präsentierte die Kongressabgeordnete eine Schautafel mit Fotos und namentlichen Nennungen der Männer unter der Überschrift PREDATORS. STAY AWAY FROM.
Sie erklärte vor dem Parlament, dass sie die Aufnahmen und Fotos auf Bryants Mobiltelefon entdeckt habe.
Ich habe aus Versehen einige der abscheulichsten Verbrechen an Frauen aufgedeckt, die man sich vorstellen kann – wir sprechen hier von Vergewaltigung, nicht einvernehmlichen Fotos, nicht einvernehmlichen Videos von Frauen und minderjährigen Mädchen sowie von vorsätzlicher, kalkulierter Ausbeutung.
Nancy Mace, US-Kongressabgeordnete
Die betroffene Frau erfuhr nach eigenen Angaben in einer im Mai 2025 eingereichten Zivilklage erst im April 2024 durch Mitteilung von Mace von den Vorgängen jener Nacht im Jahr 2018.
Reaktionen der Anwälte und juristischer Hintergrund
Die Verteidiger der Beschuldigten wiesen die Vorwürfe umgehend zurück. Ryan Schwartz, der Anwalt von Osborne, betonte die Unschuld seines Mandanten.
intends to defend himself vigorously.
Ryan Schwartz, Anwalt von John Osborne
Auch Bryants Anwalt Jerry Theos kritisierte das Vorgehen scharf und bezeichnete Maces damalige Parlamentsrede als replete with blatant falsehoods, untruths and inconsistencies.
Er erklärte, dass die Anschuldigung haltlos sei und er sich auf die Klärung vor Gericht freue.
Bryant hatte Mace zuvor wegen Verleumdung verklagt, woraufhin sich die Abgeordnete auf die sogenannte Speech or Debate Clause der US-Verfassung berief, die Kongressmitglieder vor Klagen über Äußerungen im Parlament schützt. Ein weiterer von Mace Beschuldigter, Brian Musgrave, war nicht strafrechtlich belangt worden, hatte jedoch ebenfalls erfolglos gegen Mace geklagt, da das Gericht die parlamentarische Redefreiheit anführte.
Nancy Mace äußerte sich in einer Stellungnahme am Mittwoch nicht direkt zu den Festnahmen, verwies jedoch auf ihren Einsatz für strengere Gesetze gegen Sexualstraftaten und Voyeurismus. Every victim deserves justice. Every predator deserves accountability. We will not stop fighting until our laws put victims first and predators behind bars,
erklärte die Abgeordnete.
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