Moderne Autos übermitteln massenhaft Fahrerverhalten und Nutzerdaten an externe Tracking- und Werbefirmen. Laut einer im Oktober 2026 veröffentlichten Studie von Consumer Reports senden 19 von 21 getesteten Fahrzeugen Daten über WLAN ab, während die Kopplung mit einer Begleit-App die Kontakte zu Werbe- und Tracking-Firmen im Durchschnitt verdoppelt.
Moderne Fahrzeuge sammeln Unmengen an Daten über ihre Fahrer. Das zeigt eine Studie der US-Konsumentenschutzorganisation Consumer Reports, über die im Oktober 2026 berichtet wurde. Demnach übermittelten 19 von 21 getesteten Fahrzeugen aus den Baujahren 2022 bis 2025 über WLAN Daten an externe Unternehmen. Unter den Empfängern befanden sich bekannte Werbe- und Tracking-Domains, wie Blick berichtet.
Begleit-Apps und das Tracking der Tech-Giganten
Besonders problematisch bewertet die Studie die Begleit-Apps, die das Auto mit dem Smartphone verbinden. Von 30 getesteten Apps gaben 28 Daten an Drittanbieter weiter, die mit Werbung und Tracking in Verbindung stehen. Sieben dieser Anwendungen übermittelten sogar Identifikationsdaten wie Fahrgestellnummern, E-Mail-Adressen, Telefonnummern oder den genauen Standort.
Durch die Kopplung mit einer solchen Begleit-App verdoppelte sich im Durchschnitt die Anzahl der Kontakte eines Fahrzeugs zu Werbe- und Tracking-Firmen. In Einzelfällen kamen bis zu 20 Kontakte hinzu. Zu den größten Empfängern von Fahrerdaten gehören laut den Studienergebnissen Tech-Giganten wie Amazon, Google, Meta und Microsoft.
Folgen für Versicherungsprämien und Verträge in der Schweiz
Das Datensammeln hat direkte finanzielle Folgen für Autofahrer. Unternehmen nutzen die Informationen nicht nur für zielgerichtete Werbung, sondern passen damit auch Versicherungsprämien an, was in den USA bereits zu ersten Klagen von Besitzern geführt hat. Branchenexperten bezeichneten die Fahrerdaten gegenüber Consumer Reports wegen ihres großen Werts als das neue Öl
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Autokäufer haben derweil kaum Möglichkeiten, der Datenerfassung zu entkommen. Wer etwa bei Tesla die Datenweitergabe ablehnen möchte, erhält eine deutliche Warnung:.
Dies kann zu eingeschränkter Funktionalität, schweren Schäden oder zur Betriebsunfähigkeit Ihres Fahrzeugs führen.
Tesla-Warnhinweis für Fahrzeuge wie das Model 3
Das Tesla Model 3 gehörte im Test zu den größten Datenkraken mit Dutzenden externen Kontakten. Auch in der Schweiz haben Neukäufer kaum eine Wahl. Erich Schwizer vom TCS Test & Technik erklärte dazu gegenüber Blick, dass die Kaufverträge für Neufahrzeuge in der Regel Klauseln enthalten, die eine Weitergabe an den Hersteller und sein Netzwerk erlauben. Die verarbeiteten Daten und deren Zweckbestimmungen werden dabei oft nicht detailliert genannt. Einfach ablehnen geht laut Schwizer kaum, da Käufer sonst riskieren, keinen Zugang zu den Diensten zu erhalten oder das Auto im schlimmsten Fall gar nicht erst zu bekommen.
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