Die BYU Cougars besiegten am Freitag, den 16. Oktober 2026, im Marriott Center die Nebraska Cornhuskers mit 72:61 in einem Vorbereitungsspiel. Nach einem Rückstand zur Halbzeit drehte das Team von Trainer Kevin Young die Partie im zweiten Durchgang durch starke Defensive und präzises Offensivspiel.
Das Testspiel am Freitagabend im Marriott Center lieferte den Fans den ersten echten Härtetest der neuen College-Basketball-Saison. Während die Cornhuskers in der ersten Halbzeit das Tempo diktierten und mit einer Führung in die Kabine gingen, wendete sich das Blatt nach dem Seitenwechsel drastisch. Die Cougars aus Utah übernahmen die Kontrolle und gaben die Führung bis zum Schlusspfiff nicht mehr aus der Hand.
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Die Cornhuskers traten zu ihrem zweiten Testspiel der Vorbereitung an. Nebraska schloss die vorherige Spielzeit 2025–26 mit einer Gesamtbilanz von 28–7 sowie 15–5 in der Big Ten ab und erreichte das Sweet 16, blickt jedoch auf eine historische Bilanz in Testspielen zurück. Seit der Saison 1966–67 stehen die Huskers bei 66–8 in solchen Begegnungen und gewannen seit 2001 insgesamt 35 von 38 Partien dieser Art. In der direkten Historie gegen BYU steht Nebraska nun bei einer Bilanz von 1–4 in Spielen seit 1931, ohne das im Vorjahr ausgetragene Vorbereitungsspiel mitzuzählen. Damals trafen die Teams am 17. Oktober 2025 aufeinander, wobei die Cornhuskers ein Duell knapp mit 90:89 für sich entschieden, angeführt von Rienk Mast, der 31 Punkte erzielte und sieben seiner acht Dreier verwandelte, während BYU damals einen frühen zweistelligen Rückstand aufholte und die Partie bis in die Schlussminuten spannend hielt.
Wie die BYU Cougars im zweiten Durchgang das Spiel drehten
Nach dem Seitenwechsel zeigte sich ein völlig anderes Offensivspiel der Gastgeber.
Ich glaube, in der ersten Hälfte hat Nebraska einen wirklich guten Job beim Rotieren im ersten Drive gemacht. In der zweiten Hälfte fingen wir an, sie im zweiten Drive und mit dem extra Pass ein bisschen mehr auseinanderzunehmen. Wir haben ein dynamisch schießendes Team, wenn der Ball sich bewegen kann … Wir holen uns 7 von 17 von der Dreierlinie und 12 Assists allein in der zweiten Halbzeit. Wenn wir so spielen, wollen wir, dass unsere Identität so aussieht.
Kevin Young, Cheftrainer von BYU
Ein entscheidender Offensivmoment ereignete sich, als ein Offensivrebound von Bruce Branch III direkt in einen erfolgreichen Dreier von Collin Chandler umgewandelt wurde, wodurch die Cougars mit 35:32 in Führung gingen und diesen Vorsprung bis zum Spielende nicht mehr abgaben. Bezüglich der Kaderverfügbarkeit der Cougars stand im Vorfeld im Raum, ob der Michigan State-Transfer Jaxon Kohler durch ein Gerichtsurteil spielberechtigt sein würde – mit einer weiteren Anhörung angesetzt für den 20. Oktober –, letztlich jedoch vor den Augen der Fans und Medien auf dem Parkett stand. Zuvor hatten die Cougars bereits ein geschlossenes Trainingsspiel gegen Long Beach State absolviert, welches laut Berichten mit 102:53 an BYU ging und bei dem Robert Wright III sowie Bruce Branch III jeweils zu den drei Akteuren gehörten, die die Marke von 20 Punkten knackten.
Für die anstehende Saison setzt BYU auf erfahrene Akteure sowie vielversprechende Talente. Trainer Kevin Young sagte: Mir gefällt die Mischung aus älteren Spielern, die den Jüngeren zeigen, wie der Hase läuft.
Kevin Young sagte zudem: Mir gefällt also irgendwie die kampferprobte Natur vieler Jungs, einschließlich Rob, und ja, das gibt mir Selbstvertrauen.
Zudem hob Young hervor, dass man gezielt nach Akteuren gesucht habe, die das Spiel von außen öffnen können: Kevin Young erklärte: Man versucht, Rob (Wright) mit jemandem zusammenzubringen, der ein bisschen mehr weg vom Korb spielen kann, nicht nur was das Werfen angeht, sondern rein von der Funktionalität her.
Kevin Young fügte hinzu: Wir haben auf dieser Position etwas sehr Spezifisches gesucht, deshalb haben wir das Netz dort sehr weit ausgeworfen und uns viele verschiedene Dinge angeschaut.

Defensive Stabilität und Ballverluste prägen das Duell gegen Nebraska
Auf Seiten der Gäste aus Lincoln hielt vor allem Cale Jacobsen das Team im Spiel, während der Kader von Cheftrainer Fred Hoiberg insgesamt 13 Spieler einsetzte und im gesamten Testlauf 11 Akteure auf dem Parkett erprobte. Dennoch machte sich das Fehlen von Schlüsselspielern bemerkbar: Der erfahrene Forward Pryce Sandfort, der im Vorjahr als erster Startspieler der Huskers verblieb, im Schnitt 18 Punkte auflegte und 42 Prozent seiner Dreier verwandelte, verbrachte die letzten zwölf Minuten und mehr der Begegnung von der Bank aus, während Braden Frager (als dritterfolgreichster Scorer des Vorjahres und Big Ten Sixth Man of the Year ausgezeichnet) mit im Schnitt 11,8 Punkten pro Partie mitwirkte. Neuzugänge wie der frühere Utah Valley-Point Guard Trevan Leonhardt, der nach einer zweijährigen Mission und drei Jahren bei UVU zum Team stieß, sammelten ebenfalls wichtige Einsatzminuten.
Die University of Nebraska musste im gesamten Spielverlauf 18 Ballverluste hinnehmen, nachdem Cheftrainer Fred Hoiberg bereits im vorausgegangenen Testspiel gegen Saint Louis (einer 74:79-Niederlage am 9. Oktober, bei der Freshman Jacob Lanier mit 15 Punkten die Scorerliste anführte und das Team 12 Turnover sowie eine Quote von 8 von 30 Dreiern und 18 von 28 Freiwürfen verbuchte) mit den Aufstellungen experimentierte. Die Cornhuskers zeigten sich daher in der Frühphase der Saison noch nicht im Vollbesitz ihrer Kräfte, zumal auch Akteure wie Sam Orme fehlten. Die Cougars dominierten das Geschehen und nutzten die Fehler gnadenlos aus, um den Vorsprung im zweiten Abschnitt auszubauen, während die Gäste nach einer vorherigen 28–7-Saison im Jahr 2025–26 unter Fred Hoiberg nun die vierte Postseason-Teilnahme in Folge anpeilen.
Die nächsten Schritte im Spielplan der Cougars und Cornhuskers
Für BYU markiert der Erfolg gegen Nebraska einen gelungenen Test im dritten Jahr unter der Ägide von Kevin Young. Als Nächstes steht für die Cougars am 24. Oktober ein weiteres Vorbereitungsspiel gegen die UNLV Runnin‘ Rebels in Las Vegas an, welches um 14:00 Uhr Mountain Time beginnt und auf MW+ übertragen wird, bevor am 3. November der offizielle Saisonstart gegen die Ohio State Buckeyes im Delta Center in Salt Lake City folgt. BYU blickt auf einen anspruchsvollen Turnierkalender voraus, der unter anderem ein Thanksgiving-Turnier auf Hawaii beim dreitägigen Maui Invitational umfasst.
Die Cornhuskers reisen indessen weiter und bestreiten ihre nächste Begegnung in der Vorbereitung gegen Kansas State am 26. Oktober, ehe für sie die reguläre Saison mit dem Auftaktmatch gegen LeMoyne am 2. November beginnt.
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