Der britische Premierminister Andy Burnham hat versprochen, dass zu Weihnachten kein Veteran mehr auf der Straße schlafen muss, berichtet London Daily. Er wird die lokalen Behörden dazu auffordern, spezifische Unterbringungspläne zu erstellen und einen Teil der bereits angekündigten zusätzlichen 874 Millionen Pfund einzusetzen, um Obdachlosigkeit unter ehemaligen Militärangehörigen gezielt zu bekämpfen.
Finanzielle Mittel für spezialisierte Unterstützung
Neben der Forderung nach lokalen Unterbringungsplänen sieht die Regierung eine gezielte Finanzierung vor.
Die Empfänger der Mittel umfassen Anbieter in Schottland, Liverpool und Kent. Zu den genannten Organisationen gehören:
- Veteran Housing Scotland
- Launchpad
- SSAFA, die Streitkräfte-Hilfsorganisation
- Wigan Council
- The Royal British Veterans Enterprise (RBVE)
- Alabare
- The Riverside Group
- Tom Harrison House
Anstieg der Obdachlosigkeit in England
Die Initiative erfolgt vor dem Hintergrund steigender Zahlen bei der Obdachlosigkeit. Die Zahl der registrierten Obdachlosen ist seit dem Jahr 2021 kontinuierlich gestiegen. Um dieses Problem insgesamt zu bekämpfen, hat die Regierung insgesamt 4,4 Milliarden Pfund zugesagt.

Burnham betonte die moralische Verpflichtung gegenüber den ehemaligen Soldaten.
„Wenn sie Hilfe benötigen, schuldet das Land ihnen mehr als nur warme Worte. Es schuldet ihnen jede Nacht ein Bett, einen ordentlichen Plan und jemanden, der von Tag eins an ihrer Seite steht“,
Andy Burnham, Premierminister
Kritik und politische Reaktionen
Die Ankündigung stieß auf gemischte Reaktionen aus dem politischen Spektrum. James MacCleary, der Verteidigungssprecher der Liberaldemokraten, bezeichnete die Mittel als wichtigen ersten Schritt
, warnte jedoch davor, dass eine einmalige Kapitalspritze eine Krise, die über Jahre hinweg entstanden ist, nicht lösen wird
. Er forderte langfristige Finanzierungen für die Kommunen und Maßnahmen, die verhindern, dass Veteranen überhaupt erst in diese Lage geraten.
Burnham, der zuvor als Bürgermeister von Greater Manchester kritisiert wurde, weil er das Problem der Obdachlosigkeit dort nicht beenden konnte, argumentierte, dass lokale Maßnahmen allein nicht ausreichen. Er erklärte, dass das Problem nur gelöst werden könne, wenn dies überall auf demselben Niveau geschehe.
Nächste Schritte und Hilfsangebote
Der nächste formale Schritt der Regierung ist für den 11. November, den Armistice Day, geplant. An diesem Tag wird der Premierminister ein Schreiben an die lokalen Behörden aufsetzen, um sie zur Nutzung der finanziellen Mittel und zur Zusammenarbeit mit lokalen Organisationen und Wohltätigkeitsvereinen aufzufordern.
Für Veteranen, die aktuell auf der Straße leben, oder für Personen, die sie unterstützen, wurde eine landesweite Helpline unter der Nummer 0800 9520774 eingerichtet. Diese soll den direkten Kontakt zu Wohnraum und spezialisierter Unterstützung ermöglichen. Laut den vorliegenden Informationen hat das System bereits mehr als 1.250 Veteranen in Wohnraum vermitteln können.
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