Brad Pitt und sein tierischer Co-Star Odin stehen im Zentrum des Abenteuerfilms «Heart of the Beast», der am Donnerstag, dem 24. September 2026, in den deutschen Kinos startet. Das von Regisseur David Ayer inszenierte Survival-Drama begleitet einen ehemaligen Soldaten und seinen Schäferhund nach einem Flugzeugabsturz durch die unbarmherzige Wildnis Alaskas.
Wenn Brad Pitt im Kino alle paar Minuten die Frage «Wer ist ein guter Junge?» stellt, ist die Antwort in David Ayers neuem Film stets dieselbe. Das Projekt schickt einen wortkargen Ex-Offizier und seinen treuen Begleiter nach einem verheerenden Flugzeugabsturz in ein nervenaufreibendes Überlebensszenario.
Vom militärischen Einsatz in den unbarmherzigen Ruhestand Alaskas
Im Mittelpunkt der Handlung steht Special-Forces-Offizier James Belmont (Brad Pitt), der seine Militärlaufbahn hinter sich gelassen hat, um seinem Deutschen Schäferhund Odin nach dessen zahlreichen Kampfeinsätzen ein ruhiges Leben zu gönnen. Die Vorgeschichte des Tieres ist von Härten gezeichnet: Als ehemaliger Kampfhund in einem nicht genauer bezeichneten Kriegsgebiet trägt Odin eine Beinprothese, ein Titangebiss sowie zahlreiche Narben im Fell mit sich herum. Nachts wird er von Flashbacks und Albträumen geplagt, während sein Herrchen ebenfalls Abstand zu anderen Menschen sucht und diese nicht besonders mag. Die beiden ziehen sich in die Abgeschiedenheit Alaskas zurück, wo als einziger Luxus für Odin manchmal ein Stück gepökeltes Trockenfleisch und für James ein belgisches Dunkelbier auf dem Plan stehen.
Dieses fragile Idyll bricht abrupt ab. Während eines Heimflugs in einer Propellermaschine erleidet James einen Herzinfarkt, der zum Absturz des Flugzeugs führt. Wieder halbwegs bei sich, beginnt ein tagelanger Überlebenskampf. Plötzlich findet sich das eingespielte Duo in einer unwirtlichen Umgebung wieder, in der reißende Flüsse, reißende Bäche, Moore, Kälte sowie hungrige Bären und Wölfe auflauern und den etwa 80 Kilometer weiten Heimweg zurück zur Zivilisation erschweren.
Regisseur David Ayer setzt auf tierische Darsteller und kompromisslose Natur
Für die Regie zeichnet David Ayer verantwortlich, der nicht nur die Drehbücher zu «Training Day» und «S.W.A.T.» geschrieben, sondern als Regisseur auch Actiongeschichten wie «End of Watch», «Suicide Squad» und «The Beekeeper» inszeniert hat. Mit Brad Pitt drehte er bereits 2014 den Panzerfilm «Fury» (auf Deutsch auch als «Herz aus Stahl» bekannt). Bei diesem Projekt verlässt sich Ayer auf die Schönheit der Landschaft und die beeindruckende schauspielerische Leistung der Hunde, die Odin darstellen. Die tiefe Zuneigung zu seinem Filmpartner ist dabei nicht gespielt, und der Film zeigt sich als Dankeshymne auf die Treue der Militärhunde, denen er gewidmet ist.
Foto: falter.at
Das FSK-12-Survival-Abenteuer lässt kaum Platz für tiefgründige Introspektion oder gesellschaftliche Botschaften. Die Kritik bewertet das Werk als grundsolide, a bissl pathetisch und a bissl deprimierend, wobei die unerschütterliche Loyalität zwischen Mensch und Tier im Mittelpunkt steht.
Körperliche Leistung und inszenatorische Nuancen
In den Besprechungen wird hervorgehoben, dass der Film für den wie immer souveränen Hauptdarsteller Brad Pitt, der «Heart of the Beast» über fast die ganze Dauer alleine trägt, mehr eine körperliche als eine schauspielerische Leistung darstellt. Als kampferprobter Veteran weiss James mit einem Gewehr umzugehen, das er meistens jedoch bloss als Fernrohr nutzt, während auf Tiere nur aus Notwehr geschossen wird. Das FSK-12-Survival-Abenteuer ist ein Wildnis- und Survival-Drama ohne erzählerische Überraschungen.
Foto: SRF
«Wer ist ein guter Junge?», fragt Brad Pitt in diesem Film alle paar Minuten. Und die Antwort ist immer die gleiche: Odin ist ein guter Junge.
EISERNE WILDNIS: Heart Of The Beast Offizieller Trailer (2026) Brad Pitt
Andres Hutter, Filmredaktor
Wer auf einen Überlebenskampf im Geiste von Filmen wie Liam Neesons «The Grey – Unter Wölfen» gewartet hat, ein Herz für Hunde à la «Wolfsblut» besitzt, von «The Dog Stars – Das Ende der Sterne» enttäuscht wurde oder an das erinnert werden möchte, was Actionstar Mark Wahlberg vor zwei Jahren in «Arthur der Große» bewiesen hat, findet in den Kinos ein geradliniges Abenteuer vor, das Odin überlebt – was der Regisseur seinem tierlieben Publikum lieber gleich zu Beginn versichert, indem er ans Ende seiner Erzählung springt, um die Geschichte anschließend von vorne aufzurollen.
Sophie Krueger leitet das Unterhaltungsressort von Germanic Nachrichten. Ihr Schwerpunkt liegt auf Film, Streaming, Popkultur und prominenten Entwicklungen mit redaktioneller Einordnung und sauberer Quellenlage.
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