Boox plant für November die Markteinführung des Picco, eines winzigen E-Readers mit 3,97-Zoll-Touchscreen, physischen Blättertasten und einem Linux-basierten Betriebssystem. Das Gerät verzichtet auf Android und setzt stattdessen auf microSD-Speicher sowie USB-C-Verbindungen, wie Berichte von der IFA zeigen.
Die Kategorie der winzigen E-Reader boomt, angeführt von den Geräten der Marke Xteink im vergangenen Jahr. Nun bringt Boox mit dem Picco ein eigenes Format auf den Markt, das durch seine kompakte Bauweise auffällt. Auf der IFA 2026 konnte ein Redakteur von Android Police ein frühes Testgerät des Picco in Augenschein nehmen und zeigte sich beeindruckt von den geringen Abmessungen.
Boox’s tiny Picco e-reader should land in November
Der Picco misst gerade einmal so viel wie ein Stapel Kreditkarten und ist schätzungsweise nicht dicker als 5 Millimeter. Im Gegensatz zu den Konkurrenzprodukten von Xteink hat Boox auf Magnethalterungen auf der Rückseite verzichtet, um Gewicht und Dicke gering zu halten, wie The Verge berichtet.
Das monochrome E-Paper-Display misst 3,97 Zoll in der Diagonale, verfügt über eine Touch-Funktion und ist laut Andrew Liszewski von The Verge ein welcome upgrade
gegenüber dem Xteink X4 Pro. Seitlich am Gehäuse befinden sich eine Ein/Aus-Taste, ein Schalter für die Frontbeleuchtung und den Nachtmodus sowie eine Lautstärke- oder beziehungsweise Blättertaste.
Die physischen Blättertasten lassen sich flexibel für kurze und lange Tastendrücke programmieren. Unter dem Display befindet sich kein zusätzlicher Platz, da das Gehäuse fast exakt die Maße des Bildschirms einhält.
I tried the Boox Picco, a tiny e-reader that
Im Bereich der Software geht Boox beim Picco einen neuen Weg. Abweichend von den übrigen Geräten des Herstellers, die mit Android arbeiten, läuft auf dem Picco ein schlankes, Linux-basiertes Betriebssystem, wie UA.NEWS erläutert. Das System verzichtet bewusst auf den Zugriff auf den Google Play Store und konzentriert sich auf die reine Leseanwendung.

Für den Speicher setzt das Gerät vollständig auf eine microSD-Karte, da ein interner Festspeicher offenbar fehlt.
Boox Picco e-reader expected in November
Zusätzlich bringt das Betriebssystem einige kleine Zusatzfunktionen mit. Dazu gehören ein Pomodoro-Timer, eine To-Do-Liste, ein Countdown, ein Bildbetrachter sowie eine Statistikseite, die die Lesezeit und gelesene Seiten erfasst.

Mit dem Picco reagiert Boox direkt auf den Erfolg kompakter E-Reader, die in den vergangenen Monaten viel Aufmerksamkeit erhielten.
Zu Preisen, Akkuleistung oder Bluetooth-Unterstützung hat sich der Hersteller bislang nicht geäußert. Marktbeobachter gehen jedoch davon aus, dass sich der Preis an der Konkurrenz orientieren könnte. Während einfachere Modelle wie der Xteink 4 für rund 69 US-Dollar gehandelt werden und andere Boox-Geräte wie das Palma 2 bei 249 US-Dollar oder die Pro-Variante bei 399 US-Dollar liegen, hoffen Tester auf einen Preispunkt um die 100 US-Dollar für den Picco. Alle finalen technischen Daten und der genaue Preis werden für die Markteinführung im November erwartet.