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Unterhaltung

Beatpatrol Festival in Wien: Infrastrukturmängel führen zu Verspätungen

Besucherinnen und Besucher des Beatpatrol Festivals in Wien erlebten am Freitag einen Auftakt mit sieben Stunden Verzögerung und massiven Mängeln bei der Infrastruktur. Statt der geplanten neun Auftritte gingen an der Galopprennbahn Freudenau nur drei Acts über die Bühne, was unter den wartenden Musikfans für großen Frust und Ticketrückforderungen sorgte.

Ein Desaster zum Auftakt des Wiener Beatpatrol Festivals sorgt für scharfe Kritik der Besucher, wie unter anderem von salzburg24 berichtet wurde. Der gewohnte Einlass und der erste Auftritt auf dem Gelände der historischen Galopprennbahn Freudenau waren für 14.00 Uhr angesetzt. Doch die Verantwortlichen schoben den Zutritt immer wieder nach hinten, wie man in den Instagram-Stories von Beatpatrol sehen konnte, sodass sich die Tore für die wartende Menge erst kurz vor 21.00 Uhr öffneten.

Hunderte Festivalgäste warteten stundenlang vor dem Eingang, während es am Freitagabend zu tumultartigen Szenen kam. Christoph Riedl berichtete über die Ereignisse, bei denen nach stundenlangem Warten statt neun Acts nur drei zu sehen waren. Der Veranstalter war während der Vorfälle laut Berichten nicht erreichbar.

Logistische Gründe und massive Mängel bei Toiletten

Hinter der siebenstündigen Verzögerung steckten gravierende Probleme hinter den Kulissen. Laut Angaben der für das Veranstaltungswesen zuständigen MA 36 fehlten zu Beginn etwa 100 mobile Toiletten, die nicht rechtzeitig auf dem Festivalgelände eingetroffen waren. Um 14.00 Uhr standen lediglich acht WCs für die 8.000 erwarteten Zuschauerinnen und Zuschauer aufgestellt, obwohl rund 100 Stück vorgeschrieben seien. Die restlichen WCs waren zu diesem Zeitpunkt erst unterwegs nach Wien. Weitere organisatorische Versäumnisse wie ein fehlender zweiter Fluchtweg und auch kein Podest für Rollstuhlfahrer waren einige Mängel, die eine Öffnung der Veranstaltung für das Publikum weiter verzögerten.

Die Veranstalter reagierten auf die stundenlange Wartezeit und den wachsenden Unmut der Gäste nur spärlich. Auf Instagram baten die Veranstalter während der Wartezeit immer wieder um Entschuldigung und sprachen von „logistischen Gründen. Viel mehr Kommunikation gab es beim Festival nicht. Unter den Posts wurde über 1.200 Mal kommentiert, während zahlreiche Besucher eine Rückerstattung des Ticketpreises von 90 Euro forderten.

Kürzeres Programm und verpasste Auftritte

Von den neun für den ersten Tag angekündigten Acts konnten schließlich nur drei Künstler auftreten. Die wartenden Fans bekamen nach der langen Geduldsprobe lediglich Yousuke Yukimatsu sowie die beiden Headliner Charlotte de Witte und Timmy Trumpet zu sehen. Andere Künstlerinnen und Künstler, die hätten auftreten sollen, kamen zum Festivalgelände, sind angeblich aber wieder gefahren. Das berichtete zumindest DJ Dorah auf ihrem Instagram-Kanal. Bereits zwei Stunden und drei Live-Shows nach der späten Türöffnung endete das Programm um 23.00 Uhr schon wieder.

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Einschränkungen für den zweiten Festivaltag

Für den darauffolgenden Samstag soll es um 14.00 Uhr weitergehen, nachdem das Festival von der MA 36 behördlich freigegeben wurde. So gibt es jetzt 50 mobile WCs. Weil das immer noch zu wenig für 8.000 Besucher ist, wurde das Kontingent der Behörde auf maximal 4.000 reduziert. Die Tickets für Freitag sollen auch für Samstag gelten.

Beatpatrol Festival in Wien: Infrastrukturmängel führen zu Verspätungen
Photo: salzburg24

Dennoch kam es zu weiteren personellen Ausfällen im Line-up für den Samstag, wo das Programm erneut um 14.00 Uhr anlaufen soll. DJane Anna Ullrich etwa teilte auf Instagram mit, dass sie gecancelt habe, weil die notwendige Rückmeldung vom Veranstalter gefehlt habe, berichtet der ORF Wien. Vergangenes Jahr konnte das zweitägige Drum-and-Bass-Festival Beatpatrol gar nicht stattfinden, da die ehemalige Veranstalterfirma ein Sanierungsverfahren beantragen musste.

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Sophie Krueger

Über den Autor

Sophie Krueger leitet das Unterhaltungsressort von Germanic Nachrichten. Ihr Schwerpunkt liegt auf Film, Streaming, Popkultur und prominenten Entwicklungen mit redaktioneller Einordnung und sauberer Quellenlage.

Alle Beiträge erscheinen nach redaktioneller Prüfung gemäß unseren Redaktionsrichtlinien.

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