Drei Vietnam-Veteranen und ein Kunsthistoriker haben am Freitag vor einem Bundesgericht in Washington einen Eilantrag eingereicht, um den Baubeginn des von US-Präsident Donald Trump geplanten Triumphbogens am Memorial Circle vorläufig zu stoppen. Die Kläger werfen der Regierung vor, das Projekt ohne gesetzliche Genehmigung durch den Kongress voranzutreiben.
Eilantrag bei Richterin Tanya Chutkan eingereicht
Der juristische Streit um Trumps monumentales Bauprojekt in der Bundeshauptstadt hat eine neue Eskalationsstufe erreicht. Kläger wie Michael Lemmon, Shaun Byrnes, Jon Gundersen und Calder Loth forderten von Bundesrichterin Tanya Chutkan am Freitag, den 4. September, eine einstweilige Verfügung (wie RadarOnline.com exklusiv berichtete). Die beteiligten Veteranen, Diplomaten und ein Denkmalschutzexperte wollen verhindern, dass das US-Innenministerium, das Büro des Präsidenten und der National Park Service in den kommenden 14 Tagen erste Bautätigkeiten aufnehmen.
Der emergency request comes amid concerns that excavation could begin while their broader lawsuit remains pending. Die Kläger argumentieren die administration cannot legally proceed without congressional authorization, designation by Congress of an official project sponsor, and compliance with other statutory and regulatory requirements.
Ausgelöst wurde dieser juristische Notruf durch Ankündigungen von Innenminister Doug Burgum. Dieser hatte öffentlich erklärt, dass die Bagger anrollen sollen, was bei den Projektgegnern die Sorge schürte, das Ausheben der Baugrube könne vollzogen werden, bevor das Hauptverfahren entschieden ist.
Konflikt um historische Sichtachsen und gesetzliche Vorgaben
Im Kern des Rechtsstreits steht die Frage, ob der Bau des sogenannten Independence Arch am Memorial Circle gegen Bundesgesetze verstößt. Die Kläger betonen, dass dem Projekt wesentliche Voraussetzungen fehlen. Dazu gehören die ausdrückliche Autorisierung durch den Kongress, die Bestimmung eines offiziellen Projektsponsors sowie die Einhaltung strenger Umwelt- und Denkmalschutzgesetze.
- Den Commemorative Works Act zur Regelung von Gedenkstätten
- Den National Historic Preservation Act zum Schutz historischer Stätten
- Den National Environmental Policy Act für Umweltverträglichkeitsprüfungen
Besondere Sorge bereitet den Kritikern die geplante Platzierung des Denkmals zwischen dem Lincoln Memorial und dem geschichtsträchtigen Arlington National Cemetery. Die Kläger argumentieren, dass das Bauwerk den historischen Blickkanal zwischen den beiden nationalen Wahrzeichen massiv beeinträchtigen würde.
Das Argument der Regierung und die Parallele zum Weißen Haus
Die Trump-Regierung fühlt sich in ihrem Vorhaben durch eine vorherige Entscheidung des Obersten Gerichtshofs bestärkt. Der Supreme Court hatte zuvor eine Klage gegen den umstrittenen Bau eines Ballsaals im Weißen Haus abgewiesen, weil den dortigen Klägern die Klagebefugnis abgesprochen wurde. Das Justizministerium argumentierte vor Gericht, dass der Fall der Vietnam-Veteranen genauso enden müsse.
Innenminister Doug Burgum und die Regierungsanwälte vertreten zudem die Rechtsauffassung, dass der Kongress den Bau eines solchen Bogens bereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts grundsätzlich abgesegnet habe – unabhängig von späteren, restriktiveren Gesetzen. Kritiker weisen demgegenüber darauf hin, dass im gegenwärtigen Kongress kaum Mehrheiten für eine Finanzierung oder Billigung eines solch monumentalen Bauprojekts zu finden sind.
Die Drohung vollendeter Tatsachen
Bereits im April hatte Richterin Tanya Chutkan in einer Anhörung unmissverständlich klargestellt, dass vor einer Klärung des Hauptverfahrens keine Bagger rollen dürfen. Chutkan previously said, in an April order, the administration couldn’t break ground without first providing two weeks’ notice on its website and to the court itself, which it has not done. Richterin Tanya Chutkan erklärte während einer Anhörung in jenem Monat, dass sie keinesfalls wolle, dass während des laufenden Verfahrens mit den Bauarbeiten begonnen werde. Die Regierung wurde damals verpflichtet, dem Gericht und über das Internet jeweils zwei Wochen im Voraus Bescheid zu geben, bevor auch nur vorbereitende Abrissarbeiten beginnen.

Die Kläger sehen diese Vereinbarung durch die jüngsten Aussagen der Regierungsspitze in Gefahr.
Die drei Vietnam-Veteranen und der Kunsthistoriker erklärten in ihrem Antrag auf Erlass einer einstweiligen Verfügung bei Richterin Tanya Chutkan vom US-Distriktgericht für den District of Columbia, dass das von Innenminister Burgum dem amerikanischen Volk angekündigte bevorstehende Vorgehen in vielfacher Hinsicht rechtswidrig sei.
Ob die Bundesrichterin dem Eilantrag stattdibt und die Bauarbeiten am Memorial Circle einstweilen stoppt, hängt nun von der Prüfung der vorgelegten Argumente ab.
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