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Technik und Wissenschaft

OpenLogi erhält neue Funktionen für Logitech-Mäuse

Open-Source-Alternativen für Logitech-Mäuse wie OpenLogi und LinearMouse erhalten neue Funktionen wie Actions-Ring-Support und Logi Bolt-Integration. Diese Tools ermöglichen lokale Konfigurationen ohne Logitechs offizielle Software, Benutzerkonten oder Telemetrie auf macOS, Linux und Windows.

Wer Hardware von Logitech nutzt, kommt oft nicht um die hauseigene Software Options+ herum. Die App Logi Options+ hat sich für manchen Nutzer als Problem erwiesen, da sie übermäßige Systemressourcen verbraucht und Berechtigungen anfordert, die für einen einfachen Mauszeiger nicht notwendig sind. Als Reaktion darauf haben Entwickler Open-Source-Projekte etabliert, die Anwendern die vollständige Kontrolle über ihre Peripherie zurückgeben, ohne dass diese ihre Duise an die Marke verkaufen müssen. Diese Tools zielen darauf ab, Telemetrie und die Erstellung von Benutzerkonten zu eliminieren, um die volle Kontrolle durch lokale und transparente Prozesse an den Hardware-Besitzer zurückzugeben.

OpenLogi bringt Actions-Ring und verbesserte Profilverwaltung für Logitech-Mäuse

Das in der Programmiersprache Rust entwickelte Open-Source-Werkzeug OpenLogi hat mit neueren Aktualisierungen seinen Funktionsumfang deutlich ausgebaut. Die quelloffene Alternative zu Logi Options+ unterstützt ab Version 0.7 den sogenannten Actions Ring. Dieses radiale Menü lässt sich etwa mit Befehlen zum Kopieren und Einfügen, zur Mediensteuerung oder Navigation belegen und steht damit auch ohne Logitechs offizielle Software auf kompatiblen Geräten wie der MX Master 4 zur Verfügung. Bereits zum Start der Anwendung war der Ansatz klar: Sie konzentriert sich auf die Mauskonfiguration, arbeitet lokal und verzichtet gänzlich auf Benutzerkonten sowie Telemetrie.

Die auffälligste Neuerung bei späteren Updates betrifft die Profilverwaltung: App-spezifische Profile und Tastenzuweisungen lassen sich nun direkt über die grafische Oberfläche einrichten. Über einen neuen Anwendungskatalog wählt man installierte Apps einfach aus, statt wie bisher manuell Konfigurationsdateien per TOML zu bearbeiten. Auch der Actions-Ring lässt sich mittlerweile direkt in der GUI pro App anpassen. Ganz auf dem Niveau von Logi Options+ liegt die Umsetzung allerdings noch nicht, da verschachtelte Ordnerstrukturen innerhalb des Rings bislang nicht unterstützt werden.

Auch die Tastenbelegung wurde verfeinert. Bei der Tastenbelegung unterscheidet die Software jetzt zwischen kurzem Antippen und Gedrückthalten ab einer Schwelle von 500 Millisekunden. Wer komplexe Makros oder Kurzbefehle nutzt, kann damit zwei Aktionen auf dieselbe Taste legen. Hinzu kommen neue Vorgaben für das Daumenrad von Mäusen wie der MX Master 4: Darüber kann OpenLogi jetzt auch die Systemlautstärke erhöhen oder absenken. Abgerundet wurden die Updates durch sanfteres Scrollen mit einstellbarer vertikaler Empfindlichkeit, neu belegbarem Mausrad-Kippen sowie diversen Performance-Optimierungen unter der Haube auf allen unterstützten Plattformen, während momentan bereits Version 0.8.2 bereitsteht.

Plattformunterstützung und Protokolle von OpenLogi

Die Software kommuniziert direkt mit den Geräten über das Protokoll HID++ und deckt inzwischen die Betriebssysteme macOS, Linux und Windows ab (wobei laut bestimmten Angaben Windows-Nutzer noch auf künftige Versionen warten mussten, während spätere Berichte OpenLogi unter Windows, Linux und macOS aufführen). Zudem wurde die Geräteerkennung vereinheitlicht. Eine Maus behält nun dieselben Einstellungen und dieselbe Gerätekarte, unabhängig davon, ob sie per USB-Kabel oder über den Funkempfänger verbunden ist. Die Oberfläche selbst wurde modernisiert und bietet kompaktere Geräteskarten, eine klarere Batterieanzeige und frei wählbare Gerätenamen.

OpenLogi erhält neue Funktionen für Logitech-Mäuse
Photo: cs.soydemac.com

Dennoch gibt es technische Einschränkungen. Das Tool unterstützt keine älteren Unifying-Empfänger, sondern konzentriert sich auf den standardisierten Logi Bolt, Bluetooth oder kabelgebundene Verbindungen. Die App verzichtet konsequent auf Logins oder das Senden von Daten an externe Server. Einige Aufgaben wie das vollständige Mapping von Gesten und der direkte Start von Multimediatasten mussten zu bestimmten Zeitpunkten noch vervollständigt werden.

LinearMouse und alternative Open-Source-Projekte für macOS

Neben OpenLogi positionieren sich weitere Open-Source-Alternativen im Markt. LinearMouse 0.11.4 legt ebenfalls nach und kann auf dem Mac nun Logitech-Mäuse ansprechen, die über einen Bolt-Empfänger verbunden sind. Unterstützt werden dabei die Steuerung der Maus, DPI-Einstellungen und hochauflösende Eingaben des Mausrads. LinearMouse ist breiter aufgestellt als OpenLogi und kümmert sich allgemein um Maus- und Trackpad-Einstellungen unter macOS, wodurch sich zwei unterschiedliche Alternativen zur Hersteller-Software weiterentwickeln.

OpenLogi erhält neue Funktionen für Logitech-Mäuse
Photo: Stadt Bremerhaven

Für Nutzer, die eine extrem schlanke Lösung für Macs und MX Master Mäuse suchen, bietet sich Mouser als Alternative an, die es wert ist, ausprobiert zu werden. Das Tool wird als völlig lokaler und leichter Helfer beschrieben, der die Notwendigkeit beseitigt, Logi Options+ auch nur einmal zu öffnen, wobei die Konfiguration in einer einfachen JSON-Datei gespeichert wird und nichts in der Cloud landet. Es ermöglicht ein erweitertes Anpassen wie das Přemapieren des mittleren Klicks, des Gesten-Buttons sowie des horizontalen Scrollens.

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Clara Vogt

Über den Autor

Clara Vogt verantwortet das Ressort Technik und Wissenschaft. Sie schreibt ueber KI, Digitalisierung, Forschung und Innovation und uebersetzt komplexe Entwicklungen in klaren, belastbaren Journalismus.

Alle Beiträge erscheinen nach redaktioneller Prüfung gemäß unseren Redaktionsrichtlinien.

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