Trotz steigender Inflation bleibt der Geschäftsoptimismus in Australien hoch

Trotz der höchsten Inflationsraten seit Jahrzehnten scheinen die Unternehmen in Australien optimistisch zu bleiben. Ein kürzlich veröffentlichter Bericht hat ergeben, dass über 80 Prozent der Unternehmen einen positiven Ausblick für die australische Wirtschaft in den nächsten 12 Monaten haben.

Laut dem neuesten International Business Report von Grant Thornton International richten lokale Unternehmen ihre Aufmerksamkeit nach innen, um sich an das neue Geschäftsumfeld anzupassen.

Etwa ein Viertel der Unternehmen konzentriert sich auf die Produktdifferenzierung, um sich gegen die schnell steigende Inflation zu schützen, während sich 31 Prozent auf interne Effizienzsteigerungen konzentrieren.

„Die Ergebnisse der IBR-Forschung von Grant Thornton zeigen, dass australische Unternehmen, die innovativ sind, ihre interne Effizienz verbessern und nach Möglichkeiten suchen, ihr Angebot zu diversifizieren, diesen wirtschaftlichen Abschwung überstehen werden“, sagte Michael Pittendrigh, National Managing Partner – Consulting and Private Business Tax & Advisory bei Grant Thornton.

Den Daten zufolge stehen Infrastruktur- und Energiekosten an erster Stelle unter den Hauptverursachern von Geschäftsstress. Australische Unternehmen schätzen, dass die Energie-/Versorgungs- und Transportkosten im letzten Jahr um 19 Prozent gestiegen sind.

Weitere Themen, die im Vordergrund stehen, sind die Suche und Bindung von Personal. Fast die Hälfte (46 Prozent) der Unternehmen geben an, dass die Arbeitskosten ein entscheidendes Anliegen sind.

Weltweit sind die Rohstoffkosten um mehr als 20 Prozent gestiegen, während die Bank- und Zinskosten um 16 Prozent gestiegen sind.

„Während die australische Wirtschaft einen weiteren Schlag durch steigende Inflation und nachfolgende Zinserhöhungen erleidet, fühlen sich sowohl Unternehmen als auch Verbraucher unsicher, was dazu führt, dass der Gürtel etwas enger geschnallt wird und sie nach Möglichkeiten suchen, ihre Ausgaben zu reduzieren“, bemerkte Herr Pittendrigh.

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Wie können sich Unternehmen in inflationären Zeiten schützen?

Als Reaktion auf die wachsende Inflation, steigende Betriebskosten und damit verbundene Probleme gibt es einige Maßnahmen, die Unternehmen umsetzen können:

  • Maßnahmen zur Begrenzung externer Kosten evaluieren. Können Sie Materialien in großen Mengen kaufen? Können Sie die Bedingungen mit Lieferanten neu aushandeln?
  • Erwägen Sie das Outsourcing von Aktivitäten, um dem Arbeitskräftemangel entgegenzuwirken
  • Sehen Sie sich Preisstrategien an, um mit Kostensteigerungen Schritt zu halten. Gibt es eine Möglichkeit, die Preise zu erhöhen, ohne die Wettbewerbsfähigkeit zu verlieren? Können Sie neben der Anpassung der Preise an steigende Kosten auch die Preise entsprechend der Zahlungsbereitschaft der Kunden erhöhen?
  • Identifizieren Sie die verschiedenen Möglichkeiten, wie sich Inflationsdruck auf Ihr Unternehmen auswirken kann
  • Bewerten Sie Möglichkeiten zur Verbesserung der Kapitalstruktur. Sind Sie in der Lage, bei Bedarf zusätzliches Kapital zu beschaffen?
  • Identifizieren und implementieren Sie Wege, um die interne Effizienz zu verbessern und/oder Verschwendung zu reduzieren

„Dies ist keine Liste von allem, was Unternehmen tun könnten, aber es sind die wesentlichen Startmaßnahmen mit maximaler Wirkung“, sagte Mike Ward, Global Head of Advisory bei Grant Thornton International Ltd.

„Die Schritte werden den Unternehmen helfen, diese schwierige Inflationsphase zu überstehen, und sie widerstandsfähiger gegen jegliche wirtschaftliche Verlangsamung machen, was nach der Inflation ein echtes Risiko darstellt.“

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