Joe Biden öffnet die kalifornische Küste für Offshore-Wind

Offshore-Wind ist nach Westen gerichtet. Die Regierung von Biden gab heute bekannt, dass sie erstmals Teile der Pazifikküste für die Entwicklung von Offshore-erneuerbaren Energien im kommerziellen Maßstab öffnen wird. Die Geographie der Westküste stellt die Windenergie vor große technische Herausforderungen. Die Bewältigung dieser Herausforderungen ist jedoch eine große Chance für Präsident Joe Biden und den Gouverneur von Kalifornien, Gavin Newsom, ihre Ziele für saubere Energie zu erreichen.

Vor der Küste von Zentral- und Nordkalifornien sind jetzt zwei Gebiete für die Entwicklung vorgesehen – – eine in Morro Bay und eine in der Nähe von Humboldt County. Zusammen könnten diese Gebiete laut einem Faktenblatt des Weißen Hauses bis zu 4,6 GW Energie erzeugen, genug Strom für 1,6 Millionen Haushalte in den nächsten zehn Jahren.

“Ich glaube, dass eine saubere Energiezukunft in den USA in greifbare Nähe gerückt ist, aber wir alle und die beste verfügbare Wissenschaft brauchen, um dies zu erreichen”, sagte Innenministerin Deb Haaland heute in einer Erklärung.

Joe Biden hat sich zum Ziel gesetzt, die Nation bis 2035 zu 100 Prozent sauberem Strom zu bringen, um nicht tiefer in eine globale Klimakrise zu geraten. Biden will auch die gesamte US-Wirtschaft bis 2050 auf saubere Energie umstellen.

Kalifornien hat eine ähnliche gesamtwirtschaftliche Frist für saubere Energie für 2045. Newsom bezeichnete die heutige Offshore-Windankündigung in einer Erklärung und einer Pressekonferenz heute als “historisch” und “bahnbrechend” für Kalifornien.

Um seine größeren Ziele zu erreichen, plant Biden, die Offshore-Windenergiekapazität von nur 42 Megawatt heute auf 30.000 bis 2030 zu erhöhen. Der erste kommerzielle Offshore-Windpark erhielt Anfang dieses Monats die Genehmigung des Bundes. Es warten mehr als ein Dutzend weitere Projekte auf ihre Genehmigung, die alle vor der Ostküste der USA liegen.

Im Vergleich zur Ostküste werden die Gewässer vor der Westküste viel schneller tiefer. Das hat die Offshore-Windentwicklung behindert. Das Weiße Haus sagt also, es wolle dort ziemlich futuristische Technologien einsetzen: schwimmende Windparks.

Bisher haben technische Einschränkungen Unternehmen generell daran gehindert, Turbinen zu installieren, die am Meeresboden befestigt sind Gewässer mehr als 60 Meter tief. Laut dem National Renewable Energy Laboratory (NREL) sind damit fast 60 Prozent der Offshore-Windressourcen unerreichbar. Mit der Entwicklung neuer Technologien, mit denen Windkraftanlagen in tieferen Gewässern schwimmen können, scheinen diese Ressourcen endlich in Reichweite zu sein.

Das Energieministerium gibt an, mehr als 100 Millionen US-Dollar in die Weiterentwicklung der schwimmenden Offshore-Windtechnologie gesteckt zu haben. Derzeit sind nur eine Handvoll schwimmender Turbinen in Betrieb, und weltweit gibt es noch keine kommerziellen Windparks.

Das Bureau of Ocean Energy Management muss die Gebiete vor der kalifornischen Küste noch offiziell als Windenergiegebiete für die Entwicklung ausweisen und eine Umweltanalyse durchführen. Es ist geplant, Mitte 2022 Mietverträge für das Gebiet an Entwickler zu versteigern. Es arbeitet auch mit dem Verteidigungsministerium zusammen, um sicherzustellen, dass die Projekte die laufenden „Tests, Schulungen und Operationen“ vor der kalifornischen Küste nicht beeinträchtigen.

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