Die Ölpreise haben sich in einem Jahr verdoppelt. Hier ist der Grund

Es ist ein guter Tag für die OPEC.

Die vom Ölkartell am Montag veröffentlichten Daten zeigen, dass seine Mitglieder eine Vereinbarung zur Reduzierung der Produktion weitgehend eingehalten haben.

Die Bestätigung schließt ein bemerkenswertes Jahr für die OPEC ab, die gezwungen war, einen Plan zur Erhöhung der Preise auszuarbeiten, nachdem sie im Februar 2016 auf 26 USD pro Barrel gefallen waren.

Der Preisverfall – auf ein seit 2003 nicht mehr gesehenes Niveau – wurde durch monatelanges wachsendes Überangebot, die Verlangsamung der Nachfrage aus China und die Entscheidung der westlichen Mächte, die iranischen Nuklearsanktionen aufzuheben, verursacht.

Seitdem hat der Markt eine erstaunliche Trendwende erlebt. Die Rohölpreise verdoppelten sich und wurden bei 53,50 USD pro Barrel gehandelt.

So haben große Ölproduzenten zusammengearbeitet, um die Preise zu erhöhen:

OPEC-Deal

Die OPEC stimmte im November erheblichen Produktionskürzungen zu, in der Hoffnung, das weltweite Überangebot an Öl zu zähmen und die Preise zu stützen.

Die Nachricht von dem Deal erhöhte die Preise sofort um 9%.

Die Anleger jubelten noch mehr, nachdem sich mehrere Nicht-OPEC-Hersteller, darunter Russland, Mexiko und Kasachstan, den Bemühungen zur Einschränkung des Angebots angeschlossen hatten.

Entscheidend ist, dass der Deal stecken geblieben ist. Der am Montag veröffentlichte OPEC-Bericht zeigte, dass seine Mitglieder ihre Zusagen, die Produktion zu reduzieren, größtenteils erfüllt haben. Die Internationale Energieagentur stimmt zu: Sie schätzt die Einhaltung der OPEC für Januar auf 90%.

Der Energieminister der Vereinigten Arabischen Emirate, Suhail Al Mazrouei, sagte am Montag gegenüber CNNMoney, dass die Ergebnisse sogar noch besser seien als erwartet.

Die Produktionskürzungen belaufen sich auf 1,8 Millionen Barrel pro Tag und sollen sechs Monate dauern.

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Investoren optimistisch

Die Verhandlungen über den OPEC-Deal haben Monate gedauert, und die Anleger mögen ihn wirklich sehr. Die Zahl der Hedgefonds und anderer institutioneller Anleger, die auf höhere Preise setzen, hat laut OPEC im Januar einen Rekordwert erreicht.

Der weit verbreitete Optimismus trägt zu Preiserhöhungen bei.

Höhere Nachfrage

Die neuesten Daten der OPEC und der IEA zeigen, dass die weltweite Ölnachfrage 2016 aufgrund des stärkeren Wirtschaftswachstums, des höheren Fahrzeugabsatzes und des kälteren als erwarteten Wetters im letzten Quartal des Jahres höher als erwartet war.

Die Nachfrage wird 2017 voraussichtlich weiter auf durchschnittlich 95,8 Millionen Barrel pro Tag steigen, verglichen mit 94,6 Millionen Barrel pro Tag im Jahr 2016.

Die IEA sagte, wenn die OPEC an ihrer Vereinbarung festhält, wird die globale Ölschwemme, die die Märkte seit drei Jahren plagt, 2017 endgültig verschwinden.

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Was kommt als nächstes?

Trotz des erstaunlichen Wachstums warnen Analysten davor, dass die Preise möglicherweise nicht viel höher steigen.

Das liegt daran, dass höhere Ölpreise amerikanische Schieferproduzenten wahrscheinlich wieder auf den Markt locken werden. Die Gesamtzahl der aktiven Ölbohrinseln in den USA lag nach Angaben von Baker Hughes letzte Woche bei 591. Das sind 152 vor mehr als einem Jahr.

Laut OPEC-Bericht stiegen die US-Rohölvorräte im Januar auf fast 200 Millionen Barrel über ihrem Fünfjahresdurchschnitt.

“Dieser enorme Anstieg der Lagerbestände ist das Ergebnis einer starken Angebotsreaktion der US-Schieferproduzenten, die nicht an der OPEC-Vereinbarung beteiligt waren und stattdessen die daraus resultierende Preisrallye zur Steigerung der Produktion nutzten”, sagte Fiona Cincotta, Analystin bei Stadtindex.

Mehr Angebot könnte die OPEC erneut unter Druck setzen.

CNNMoney (London) Erstveröffentlichung 13. Februar 2017: 9:13 Uhr ET

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