Deutschland Busts Internationale Kinderpornoseite von 400.000 genutzt

BERLIN (AP) – Deutsche Staatsanwälte gaben am Montag bekannt, dass sie eine der weltweit größten internationalen Darknet-Plattformen für Kinderpornografie, die von mehr als 400.000 registrierten Mitgliedern genutzt wird, gesprengt haben.

Die Frankfurter Staatsanwaltschaft teilte in einer Erklärung zusammen mit der Bundeskriminalpolizei mit, dass Mitte April drei deutsche Verdächtige, angeblich die Verwalter der Plattform „Boystown“, zusammen mit einem deutschen Nutzer festgenommen worden seien. Einer der drei Hauptverdächtigen wurde in Paraguay festgenommen.

Mitte April durchsuchten sie im Zusammenhang mit dem Pornoring sieben Gebäude in Deutschland.

Die Behörden sagten, die Plattform sei „eine der weltweit größten Darknet-Plattformen für Kinderpornografie“ und mindestens seit 2019 aktiv. Pädophile nutzten sie, um Pornografie von Kindern und Kleinkindern, die meisten von ihnen Jungen, aus der ganzen Welt auszutauschen und anzusehen.

Die Staatsanwälte schrieben, dass sie unter den Fotos und dem Videomaterial „Bilder des schwersten sexuellen Missbrauchs von Kleinkindern“ gefunden hätten.

Eine deutsche Task Force der Polizei untersuchte die Plattform, ihre Administratoren und Benutzer monatelang in Zusammenarbeit mit Europol und Strafverfolgungsbehörden aus den Niederlanden, Schweden, Australien, den USA und Kanada.

Die drei Hauptverdächtigen waren ein 40-jähriger Mann aus Paderborn, ein 49-jähriger Mann aus München und ein 58-jähriger Mann aus Norddeutschland, der seit vielen Jahren in Paraguay lebt . Sie arbeiteten als Administratoren der Website und gaben den Mitgliedern Ratschläge, wie sie sich der Strafverfolgung entziehen können, wenn sie die Plattform für illegale Kinderpornografie nutzen.

Ein vierter Verdächtiger, ein 64-jähriger Mann aus Hamburg, wird beschuldigt, einer der aktivsten Nutzer der Plattform zu sein, der angeblich mehr als 3.500 Beiträge hochgeladen hat.

Deutschland hat die Auslieferung des in Paraguay festgenommenen Verdächtigen beantragt.

In Übereinstimmung mit den deutschen Datenschutzbestimmungen wurden keine Namen vergeben.

Nach den Razzien Mitte April wurde die Online-Plattform geschlossen.

Deutschlands oberster Sicherheitsbeamter dankte den Behörden für ihren Erfolg.

“Dieser Ermittlungserfolg hat eine klare Botschaft: Wer die Schwächsten angreift, ist nirgendwo sicher”, sagte Bundesinnenminister Horst Seehofer. “Das ist es, was Ermittler Tag und Nacht, online und offline, weltweit arbeiten.”

“Wir werden alles in unserer Macht stehende tun, um die Kinder vor diesen widerlichen Verbrechen zu schützen”, fügte er hinzu.

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